JPMorgan sieht keinen Nutzen in Covid-Lockdowns

Selbst die US-Großbank JPMorgan übt Kritik an den Lockdowns zur Eindämmung der Ausbreitung von Covid-19. Diese sind offensichtlich relativ nutzlos.

Von Redaktion

Während aufgrund steigender Positivtestungen auf Covid-19 in Europa immer mehr Lockdowns durchgeführt werden und auch Pfizer eine 90-prozentige Schutzwirkung durch dessen Covid-Impfung verspricht, wächst auch die Kritik an solchen Maßnahmen. Nicht nur in der Bevölkerung selbst.

Denn in einem überraschenden Bericht von JPMorgan findet die Bank keine signifikanten Unterschiede in der Kurvenentwicklung zwischen Ländern mit und ohne starke Kurvenintervention. Dies veranlasst die Bank zu der Frage, ob die bestehenden Interventionen im Bereich der öffentlichen Gesundheit (d.h. Lockdown/ striktere soziale Distanzierung) im nächsten Jahr beibehalten werden sollten, und führt das JPM zu der Schlussfolgerung, dass „die Politik im Bereich der öffentlichen Gesundheit gegenüber dem Drang, die Kurve im Jahr 2021 zu schließen, Ansätze in Betracht ziehen sollte, die gegenüber der wirtschaftlichen/öffentlichen psychischen Gesundheit verzerrt sind“.

Um zu seiner „verblüffenden“ Schlussfolgerung zu gelangen, verglich JPMorgan Länder ohne Lockdown, in denen die Wirtschaft unter einem bestimmten Grad an sozialer Distanzierung offen blieb (Brasilien, USA, Schweden, Japan, Korea), mit Ländern mit starker Kurvenintervention (Großbritannien, Deutschland, Italien, Frankreich, China, Indien), um ein sinnvolles Gefälle in der Kurvenentwicklung zu erkennen.

Hier ist, was die größte US-Bank bei ihrem Vergleich zwischen Ländern mit und ohne strenge soziale Distanzierungsmaßnahmen und Lockdowns feststellte:

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Ausmaß/Geschwindigkeit der Infektion:

  • Skala der bestätigten Fälle: Die Infektionsskala ist kleiner für Länder mit strikten Kontrollmaßnahmen, aber ohne nennenswerten Abstand zu Ländern ohne strengere Kontrollen (bestätigter Anteil an der Gesamtbevölkerung: 0,9 vs. 1,2 Prozent).
  • Infektionsgeschwindigkeit: Länder mit strikten Kontrollmaßnahmen haben einen kürzeren Zeitraum bis zum ersten Höhepunkt (78 Tage gegenüber 106 Tagen), was bedeutet, dass strengere soziale Distanzierungsmassnahmen oder Lockdowns zu einem schnelleren Infektionsgipfel führen könnten.
  • Durchgeführte Tests: Länder mit strengeren Maßnahmen haben mit 37 Prozent der Gesamtbevölkerung einen größeren Umfang an Tests durchgeführt, verglichen mit 32 Prozent der Gesamtbevölkerung bei Ländern mit einem gewissen Grad an sozialer Distanzierung, aber ohne vollständige Lockdowns.
  • Auch in Brasilien und Indien, wo die Maßnahmen zur sozialen Distanzierung bei Covid-19 relativ gelockert wurden, sind die täglichen Neuinfektionen zurückgegangen, was möglicherweise auf den natürlichen Lebenszyklus von Infektionskrankheiten zurückzuführen ist, so dass Covid-19 eine ähnliche Lebensdauer haben könnte.
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Vergleich der Mortalität:

  • In einer unerwarteten Wendung war die Sterblichkeitsrate (= Tod/bestätigt) in Ländern mit strengeren Kontrollmaßnahmen mit 2,6 Prozent höher als in Ländern ohne Kontrollmaßnahmen mit 2,0 Prozent. Tod pro Million Menschen: niedriger für Länder mit strengeren Kontrollmassnahmen (240 Todesfälle pro 1 Mio. Menschen gegenüber 273 Todesfällen pro Mio.) im Vergleich zu Ländern ohne strenge Kontrollmaßnahmen.

Antikörper:

  • Antikörperspiegel: Die durchschnittlichen Antikörperspiegel sind für beide Ländergruppen ähnlich. In Ländern mit strengen Kontrollmaßnahmen wurden bei durchschnittlich 3,6 Prozent der Teilnehmer Antikörper festgestellt, gegenüber 3,0 Prozent in Ländern ohne Kontrollmaßnahmen. Der Abstand dazwischen ist jedoch nicht sinnvoll groß.
  • Zeit bis zum Erreichen einer Erholungsrate von 80 Prozent (= erholt/bestätigt): Die Zeit bis zur Erreichung einer Erholungsrate von 80 Prozent ist in Ländern mit strengeren Kontrollmaßnahmen kürzer als in Ländern ohne Kontrollmaßnahmen (119 Tage vs. 129 Tage).

 

Paradoxerweise zeigen die Daten, dass es ein gewisses Maß an i) kürzerer Zeitspanne bis zum Höhepunkt der Infektion, ii) geringerem Ausmaß an Todesfällen pro Million und iii) etwas größerem Ausmaß an Antikörpern gibt, die in Ländern mit strengeren sozialen Distanzierungsmaßnahmen und Lockdowns auftreten. JPMorgan sieht jedoch keinen großen aussagekräftigen Unterschied zwischen zwei Gruppen.

Dieses Ergebnis legt nahe, dass Covid-19 einem ähnlichen Verbreitungs- und Entwicklungsprozess anderer Infektionskrankheiten mit bestimmten Lebenszyklen folgt. Daher argumentiert JPMorgan, dass die Gesundheitspolitik einen etwas einseitigeren Ansatz in Bezug auf die wirtschaftliche/öffentliche psychische Gesundheit in Betracht ziehen sollte als das Ziel, die Infektionskurve im Jahr 2021 zu schließen, da Lockdowns für die Wirtschaft kostspielig sein könnten.

JPMorgans Schlussfolgerung: „Öffentliche Aktivitäten offen zu halten und anfällige Personen aufzuspüren, die Technologie nutzen, scheint für uns eine bessere Risikobelohnung zu sein“.

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Hätte man dies Anfang März gewusst, als das Establishment sich beeilte, die Wirtschaft zu schließen, was zur größten Wirtschafts- und Finanzkrise seit der Großen Depression führte, wären die Folgen – sowohl für die US-Wirtschaft als auch für den Ausgang der Wahl, bei der Trumps Umgang mit der Covid-Krise zum Hauptthema wurde – natürlich tiefgreifend gewesen.

Allerdings, das muss man anmerken, ist die Infektionsrate wahrscheinlich deutlich höher als es die positiven Tests vermuten lassen, wie selbst die WHO zugab. Diese geht davon aus, dass bereits rund zehn Prozent der Weltbevölkerung Kontakt mit Sars-CoV-2 hatten.

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