Hongkong ist symptomatisch für umfassendere Probleme

Am 7. Juli 2020 führten der russische Präsident Wladimir Putin und der chinesische Präsident Xi Jin Ping eines ihrer regelmäßigen Telefongespräche. Die Tatsache des Gesprächs, geschweige denn sein Inhalt, wurde in den westlichen Mainstream-Medien nur spärlich behandelt. Dies war bedauerlich, denn die Äußerungen der beiden Männer vermittelten wichtige geopolitische Entscheidungen. Die Auswirkungen dieser Entscheidungen werden schwerwiegende Folgen haben.

Anstatt dem, was die beiden Männer diskutierten, und seinen weiterreichenden Auswirkungen Beachtung zu schenken, konzentrierte sich der Westen stattdessen auf den anhaltenden Konflikt in Hongkong. Vor allem drei Länder setzten ihre Agenten ein, um in der ehemaligen britischen Kolonie Unruhe zu stiften: die Vereinigten Staaten, Grossbritannien und Australien.

Es liegt eine tiefe Ironie in den lauten Protesten der Führer dieser drei Länder und in ihrer erklärten Sorge um die Demokratie in Hongkong. Erst vor etwas mehr als 20 Jahren wurde Hongkong an China zurückgegeben, dessen integraler Bestandteil es mehr als 1000 Jahre lang gewesen war, bis es Mitte des 19. Jahrhunderts von den Briten gewaltsam kolonialisiert wurde.

Während der nächsten 150 Jahre gab es in Hongkong keine Demokratie. Es wurde von einer Gouverneur regiert, der von der britischen Regierung ernannt wurde. Das Volk von Hongkong hatte nicht einmal das Wahlrecht. Die Proteste über den angeblichen Verlust der Demokratie in Hongkong nach seiner Rückkehr nach China (mit einem 50-jährigen Übergang!) sind ein klassisches Beispiel für diesen seit langem etablierten britischen Zug der Heuchelei. Es wäre schwerlich möglich, Illustrationen westlicher Regierungen, einschließlich der Vereinigten Staaten und Australiens, zu finden, die vor 1999 nach der Demokratie in Hongkong gerufen haben.

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Eine Analyse von James O’Neill.

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