"Tornado" Jagdbomber der deutschen Luftwaffe. Einige werden umgebaut, um die neuen Atomwaffen der USA transportieren zu können. Bild: Flickr / Acid Pix CC BY 2.0

Politiker und Mainstreammedien blasen bereits zum Krieg. Die Bundeswehr soll in Syrien bei den sogenannten „Vergeltungsschlägen“ dabei sein und mit den NATO-Alliierten losbomben.

Von Marco Maier

Weil die USA behaupten, Präsident Assad würde bei der Rückeroberung der syrischen Provinz Idlib von den Islamisten und Dschihadisten Giftgas einsetzen wollen, bereiten Politik und Mainstreammedien in Deutschland die Bevölkerung schon einmal darauf vor, dass sich die Bundeswehr vielleicht an sogenannten „Vergeltungsschlägen“ beteiligen wird – auch wenn diese völkerrechtswidrig wären und sich die befürwortenden Parteien damit als verfassungsfeindlich offenbaren würden.

Quer durch die Bank wird nun zum Halali geblasen, obwohl einerseits Russland auf mögliche False-Flag-Aktionen der sunnitischen Terroristen in Idlib aufmerksam machte (und diese bereits in der Vergangenheit mehrfach Chemiewaffen einsetzten) und man selbst nach einer unabhängigen Untersuchung die feststellen würde, dass die syrischen Regierungstruppen dahinterstecken, völkerrechtlich gar keine Erlaubnis für solch einen militärischen Schlag haben würde.

Aber das hält die Kriegstreiber in Berlin und den Redaktionen der großen deutschen Medien nicht davon ab, in Kriegsjubel auszubrechen und nach Jugoslawien erneut zu fordern, Bomben über einen anderen Staat abzuwerfen. Man wäre wohl schon gerne auch ein wenig wie die Amerikaner, die wild um den Erdball herumbomben und so die eigene Rüstungsindustrie mit Unmengen an Aufträgen und zig Milliarden an Steuergeldern versorgen.

Heute dürfen die Deutschen „endlich wieder“ militaristisch sein ohne ein schlechtes Gewissen zu haben, zumal sie heute ja auf der „richtigen Seite“ stehen – und zwar an jener der Amerikaner. Das war in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ja nicht der Fall, weshalb man dafür abgestraft wurde. Heute gibt es dafür lobende Worte aus Washington – zumindest dann, wenn man für die NATO aufrüstet und in völkerrechts- und verfassungswidrige Angriffskriege zieht. Aus dem „Nie wieder Krieg!“ wurde ein „Nie wieder Krieg für die falsche Seite!“. Auch wenn die Geschichte die Deutschen wohl ebenso für diese Feldzüge im Dienste der NATO abstrafen wird – aber wie immer sehen sieht sich das deutsche Establishment auch heute wieder auf der richtigen Seite.

Immerhin geht es ja gegen den „bösen Diktator“ Bashar al-Assad. Nun ja, ein Unschuldslamm wird er zwar nicht sein, doch wen will die westliche Kriegsallianz denn dort in Idlib (be-)schützen? Die leidgeplagte Zivilbevölkerung wohl kaum, wie schon die ganzen letzten Jahre des Syrien-Krieges zeigten. Vielleicht doch die dschihadistischen radikalislamischen Milizen, die einen vom Iran kontrollierten „schiitischen Halbmond“ verhindern sollen, der dann bis zur Grenze zu Israel reicht? Dabei stellt sich allerdings die Frage, ob die Damen und Herren Bundestagsabgeordnete und Minister überhaupt auch nur ansatzweise Ahnung von Geopolitik haben und wissen, was sie da tun (und wenn, warum wird das nicht entsprechend kommuniziert?).

Aber angesichts dessen, dass sie schon früher völlige Unkenntnis darüber zeigten, was dort unten vorgeht, kann man durchaus davon ausgehen, dass sie einfach nur brav den Anordnungen von „oben“ folgen, anstatt sich auch nur eine Minute lang tatsächlich Gedanken darüber zu machen, warum sie einen Bundeswehreinsatz gegen Syrien unterstützen, der schlussendlich radikalen Islamisten hilft, die ohne Rücksicht auch Frauen und Kinder köpfen, wenn sie sich nicht zum sunnitischen Islam bekennen. Assad zu entfernen hieße, die Menschen in Syrien vom Regen in die Traufe zu schicken.

4 KOMMENTARE

  1. So spricht die leyenhafte USchi:

    „Erdölkreuzzüge sind nicht ausländerfeindlich, weil die Mohammedaner erstens im Orient Inländer sind, zweitens in nagelneuen Leopardpanzern mit GL-Ausstattung kostenlos ins schönste Himmelreich der drei Wüstenreligionen reisen dürfen und drittens die ganz besondere Ehre erhalten, dem auserwählten Volk unseres Herrn Jesus etwas mehr Platz zu machen. Amen.“

    Die leyenhafte USschi ist dank ihrer römerreichlich-katholischen Globalkopfwäsche und multimedizinischen Ausbildung derzeit Buntministerin für Nato-Terror-Moderation, Falsche-Flagge-Logistik und Heimatverteidigungssabotage.

  2. Seit Trump an der Macht ist gibt es zur Zeit keine kriegerischen Handlungen, von Amerika ausgehend mehr, und deshalb kann man ihn derzeit noch als Friedenspräsident bezeichnen im Gegensatz zu seinen Vorgängern, die der Hochfinanz folgend deren Interessen durchsetzen wollten und was Deutschland anbelangt, so sind diese immer noch die Kettenhunde der Demokraten um ersatzweise dort Präsenz zu zeigen und das wird nicht gut gehen, denn wenn sich dort die Großmächte in die Haare kriegen, dann wird es kein Nachmittagsspaziergang und ein Übergreifen auf Europa ist nicht auszuschließen, wobei die Amis und die Russen auf Grund ihrer geostrategischen Lage noch gute Karten haben, wir aber im Ernstfall in wenigen Minuten zerstört sind und nur Vollidioten können so handeln, Weitsicht scheint denen abhanden gekommen zu sein und ihre Unterwürfigkeit nach außen wird uns allen noch zum Verhängnis, wenn sie das gleiche dem Deutschen Volk gegenüber an den Tag legen würden, wäre ja alles in Ordnung, aber mit denen kann man ja machen was man will, glauben sie wenigstens bis heute.

  3. Demokratie – ein Selbstläufer zur größten Mistverbreitung rund um den Erdball.
    Oder, weist uns die Bilanz etwas anderes aus?
    Schon die alten Griechen haben uns die beste Vorlage dazu geliefert.
    Wer nicht hören will muß fühlen!

  4. Wie früher. Als die Engländer Afghanistan kollonisieren wollten, schickten sie vor ca 150 Jahren Inder. Wie das Abenteuer ausgegangen ist …
    Mein erstes Erlebnis bei Siemens war: Wir dürfen keine Inder als Servicepersonal zum Aufbau des Mobilfunks nach Afghanistan schicken. Zu riskant.
    Jetzt, wo unsere Zweitbrigade mit menschenmordendem Werkzeug kommt, sind unsere „Techniker“ demnächst genauso unerwünscht.

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