Das Problem der „einfachen Lösungen“

Die Welt von heute ist einfach zu komplex geworden, als dass einfache Lösungen noch funktionieren würden; vertrauen Sie daher niemals, unter keinen Umständen jemandem, der Ihnen einfache Lösungen für die komplizierten Probleme unserer Zeit anbietet. Zumindest werden Massenmedien und Establishment nicht müde, uns mit diesen oder ähnlichen Worten davor zu warnen, unseren Hausverstand zu benutzen.

Von Marcello Dallapiccola

Kennen Sie die Geschichte vom gordischen Knoten? Das war ein so kunstvoll geknüpfter Knoten, dass niemand ihn zu entwirren vermochte; niemand, bis Alexander der Große daherkam. Der zeigte seine Größe, indem er sich gar nicht lange mit dem Knüpfwerk aufhielt sondern stattdessen sein Schwert zückte und den Knoten damit durch haute. Was unzählige Schlauberger vor ihm mit Geduld und Spucke versucht hatten, löste Alexander also mit einem einzigen Schwertstreich – und ging mit dieser einfachsten aller denkbaren Lösungen in die Geschichte ein.

Auch das „Ei des Kolumbus“ hat es zu einem geflügelten Wort geschafft. Bei einem Bankett mit Würdenträgern habe Kolumbus die Anwesenden mit der Frage verblüfft, wie man wohl ein Ei aufrecht hinstellen könnte. Alle probierten es, niemandem gelang es – bis Kolumbus selbst ein Ei nahm und an der Spitze leicht eindrückte, so dass es – voilá – aufrecht dastand. Ebenfalls eine Lösung, die so Watschen-einfach ist, dass keiner der Versammelten Schlauberger sie überhaupt in Betracht gezogen hatte.

Nun sind diese beiden Episoden sicherlich mehr dem Reich der Sagen und Mythen zuzuweisen, als dass sie als geschichtliche Fakten verstanden werden sollten; doch es gibt auch aktuellere Beispiele. Die Geschichte von der NASA etwa, die um Millionen von Dollar einen Kugelschreiber entwickeln lassen wollte, der auch in der Schwerelosigkeit funktioniert – die Russen lösten dieses Problem angeblich, indem sie einfach Bleistifte verwendeten.

All diese und noch viele weitere Geschichten zeigen – einfache Lösungen sind fast immer die besten. Doch diese dürfen heutzutage ja nicht einmal mehr angedacht werden, wenn man dem Mainstream glauben will. Die Welt sei einfach zu komplex, versucht man uns weiszumachen und hält dabei auch gleich die Lösung parat: Mehr Verwaltung und Reglementierung, mehr staatliche Kontrolle, mehr Überwachung in allen Bereichen. Auf meist selbstgeschaffene, komplizierte Zusammenhänge wird mit einem Wust von Verordnungen reagiert, welcher die Sache noch umständlicher und undurchsichtiger macht.

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So setzt zum Beispiel stets ohrenbetäubendes Geschrei ein, wenn sogenannte „einfache Lösungen“ für die Migrationskrise postuliert werden. Scharen wildgewordener Gutmenschen kreischen entsetzt auf und erklären sich einen Wolf, warum das Abschieben Krimineller genauso unmöglich sein soll wie ein Abverlangen gewisser Integrationsleistungen von den neu Zugezogenen. Dabei wird das Offensichtliche geflissentlich übersehen, nämlich dass es einen Großteil der Probleme, unter denen viele Gesellschaften Europas im Moment leiden, auf die Zuwanderung von Menschen islamischen Glaubens zurückzuführen ist.

Kein Islam, kein Problem – schon der aktuelle Vergleich auf europäischer Ebene belegt, dass diese einfache Lösung funktioniert. Denn während in Schweden und Frankreich durch anhaltende Migranten-Krawalle bereits zivile Unruhen ausbrechen und Deutschland sowie England nur noch wenige Schritte von solchen Zuständen entfernt sind, leben die Menschen in den Visegrad-Staaten weiterhin ihr ganz normales Alltagsleben. Ohne Angst vor Terroranschlägen, Vergewaltigungen oder Raubüberfällen an jeder Straßenecke, ohne Afrikaner und Araber, die sich zu tausenden zusammenrotten um Straßenschlachten zu führen und Angst und Schrecken zu verbreiten.

Selbiges gilt natürlich für die EU. Sie erschuf einen beinahe unendlichen Wust von Problemen, den es ohne sie gar nicht gäbe. Ergo gilt auch hier der einfache Lösungssatz: Keine EU, keine Probleme. Das Problem der einfachen Lösungen ist also, dass sie funktionieren. Doch das steht dem Zeitgeist entgegen, dem zufolge alles möglichst kompliziert sein soll, damit der einzelne Mensch nur ja nicht mehr durchblickt und jeden Quatsch glaubt, den irgendwelche „Experten“ in den Fernsehplauderstunden vor sich hinsabbeln.

Wenn die alle so schlau wären wie sie immer tun, würde die Menschheit doch nicht in all diesen mannigfaltigen Problemen feststecken, denen wir uns aktuell gegenübersehen. Das sollte man sich immer vor Augen halten, wenn sich wieder mal irgendwo ein Oberschlauer aufplustert und von „komplexen Problemstellungen“ daher faselt.

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15 Kommentare

  1. Sehr guter Artikel, er trifft den Nagel auf den Wasser-Kopf !

    Es ist ein Kampf der übergroßen Meute von angeblich unverzichtbaren Daseinsberechtigten gegen ganze Völker, die völlig autonom mit wenigen wahrhaftigen und äußerst effektiven Lösungen alle Probleme verschwinden ließen.

    Wahrlich, ein rießiges Nest voll überflüssiger und schädlicher Rattenbrut !

     

    1. Ich hab es schon einigemale angemerkt, den Menschen "hineindrücken" zu wollen, daß der nackte Kaiser prächtige Kleider an hat ist nun einmal ungleich komplizierter als sich zur   Realität und Wahrheit zu bekennen. Man  beachte wie unendlich kompliziert die Beschreibungen von Produkten der modernen Kunst sind obwohl sie oft nur aus drei Strichen oder einem Farbklecks bestehen. Da haben nur die ganz, ganz gescheiten Leute den Durchblick. Es handelt sich in Wahrheit um Täuschungsstrategien die den globalen Kunstbetrug am Leben erhalten.

  2. Natürlich geht das alles auch viel einfacher. Problematisch bei "Einfach" ist die damit einhergehende Effizienz und deren Auswirkungen. Ansich sind Staaten Kindertagesstätten für Erwachsene. Wenn du das versuchst zu ändern werden sie erst jubeln um dich anschliessend zu lynchen.

  3. Die Ausrede von den nicht vorhandenen einfachen Lösungen wird immer dann gebracht, wenn jemand nicht bereit ist, seine wahren Beweggründe zu nennen. Als wären die betreffenden Politiker die einzigen, die die Probleme verstehen könnten. Das ist nicht nur undemokratisch, sondern auch arrogant. Ich gehe grundsätzlich davon aus, dass jemand, der seine Gründe nicht darlegen will, dass dieser jemand unseriöse Gründe hat. Bis jetzt habe ich dabei noch nie falsch gelegen.

    1. "……wenn jemand nicht bereit ist, seine wahren Beweggründe zu nennen.."  –  das ist auch meines Erachtens die Ursache für das Scheitern eines jeden Bemühens zu einfachen Lösungen.  Wenn noch Politiker bei der Problembewältigung zugegen sind, werden sie dafür Sorge tragen, dass mehr Probleme aus vermeintlichen Lösungen entstehen.

      1. "der seine Gründe nicht offen legen will"

        Das sind keine Menschen das sind Avatare od Menschen die sich 2-Persönlichkeiten zurecht gelegt haben  UND Beide in Ihrem Rollenspiele aufgehen und über Wahrnehmungsgrenzen neu Definieren..

        Avatare u. 2-PersönlichkeitsMenschen sind die Selbe die Wir täglich in der Unrealitet auf uns einwirken und uns in Ihrem Bann hypnotisieren..

         

  4. Warum muss man es denn so kompliziert machen??
    Weil man versucht den Menschen Täuschungen und Illusionen zu verkaufen. Für die Aufrechterhaltung einer Lüge werden 2 weitere Lügen benötigt. Für die Aufrechterhaltung zweier Lügen werden schon 4 weitere Lügen benötigt und so weiter.
    Die „westliche Welt“ (ich schreibe bewusst von der westlichen Welt, weil ich in ihr lebe und die im Osten schwer beurteilen kann) hat sich in einem Wust ihrer eigenen Lügen verfangen, weswegen die Erklärungen und Rechtfertigungen immer komplizierter werden, da ansonsten das gesamte Lügen- und Täuschungsgebilde in sich zusammenkrachen würde, was ja schon teilweise geschieht.

    1. Ich scheue mich nicht, unsere Erde einen Planeten der Lüge zu nennen, Von Anbeginn der Geschichtsschreibungen hat es stets "elitätre Zirkel" gegeben, die von Lüge und Unwissenheit der Masse profitierten, daraus ihre gesellschaftliche Stellung bezogen. Und  in unserer heutigen Mediengesellschaft haben diejenigen, die von der menschlichen Dummheit und von der Lüge maßlos profitieren, diese in einem solch hohen Maße kultiviert, dass die meisten Menschen unfähig geworden sind, die einfachsten Dinge noch klar zu erkennen.

  5. Heute, bei der BR-Übertragung der "Sicherheitskonferenz" gab es wiedermal tausend schöne Beispiele. Den besten allerdings, brachte ein Kommentator des ganzen Spektakels. Er bemerkte – nach der Sinngemäßen Wiederholung des Gessabers von von der Laien – dass zu all den Texten doch ersteinmal ein Bedrohungsprotokoll erstellt werden müsste, welches die ganzen Maßnahmen überhaupt erst rechtfertigen könnte. Man müsse doch erstmal wissen, wer den Westen überhaupt angreifen wolle.

    Der Mann hatte mitgedacht, wohingegen die Verteidigungsminister aus alten, vernebelten Luftblasen schöpften !

    Na ja, … und ich, ich hatte wieder mal Blutdruck ! Man kann es sich nur relaxt anschauen, wenn man das komplette Lügenpacket 1 zu 1 so nimmt, wie es dem Volk vorgegauckelt wird.

  6. Wenn ich jung wäre wuerde ich den links gruen feministischen Assylanten Zirkus den Rücken kehren und nach Russland auswandern ! Ein liebenswertes, ehrliches ,direktes  und starkes Volk ! (Wo Männer noch Männer sein dürfen ) Hoffe nur das wir ex ddr ler noch genügend Kraft aufbringen können unsere geliebte Heimat zu schützen !

    1. Ei, sei doch einfach Mann ! Bist doch einer, oder hat man das Messer zu tief angesetzt ?

      So wenig ich mich von den gestandenen Männern in der Politik beeindrucken lasse, so wenig müssen es die Männer von den Frauen. Das war und ist seit Menschengedenken Usus. Ich wüsst jetzt nicht, dass sich das über Nacht geändert hätte.

      Irgendwie schon 'ne blöde Ausrede : Die Weiber haben uns entmannt, nun sind wir Wehrlos.

      Das muss doch in Männerohren klingen wie Spott und Hohn, und DAS sagt ihr euch selbst ? Ihr degradiert euch selbst ?! Komisch, dass das die Männer in gehobenen Positionen nicht vermelden. Die wissen es eben besser !

      Man(n) kann sich auch was einreden oder einreden lassen !

      Wir haben ja schon oft darüber gesprochen. Und ich denke, das Einzige was man in Anbetracht der ganzen Misere wirklich versprechen kann, ist, dass wenn sich die deutschen Männer weiterhin wegducken, ihre Frauen den allerletzten Respekt vor ihnen verlieren.

      Frauen sind nach wie vor Frauen und erledigen nach wie vor alle ihnen zugedachten Funktionen in der Gesellschaft und Familie, stehn aber darüber hinaus ihren "Mann" im Arbeitsleben.

      Was genau daran ist entmannend ?

      Das enpfindet kein Italiener, kein Spanier, kein Portugieße, Franzose, Engländer usw. so, nur der deutsche Mann hat ein Problem mit seiner Rolle.

      Beileibe, DAS versteh ich nicht – dafür gäbe es nur eine logische Erklärung: Der deutsche Mann ist außerordentlich faul und feige, oder einfach nur außerordentlich dumm.

      Wollt ihr das wirklich auf euch sitzen lassen ?

       

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