Während UN-Gesandter de Mistura anbietet, Al-Nusra-Terroristen persönlich aus Aleppo hinauszubegleiten, werfen die Franzosen den Russen und Syrern vor, mit den Bombardements neue Terroristen zu schaffen. Moskau versucht weiterhin eine tragbare Lösung für die bestehenden Probleme zu finden.

Von Marco Maier

Wenn es um die Schlacht um Aleppo geht, dürfen Propaganda, Desinformation und Anschuldigungen in der Berichterstattung nicht fehlen. Auch Symbolpolitik gehört dazu, wie jene von UN-Sondergesandten Staffan de Mistura, der anbot, persönlich bis zu 1.000 Al-Nusra-Terroristen aus Ost-Aleppo begleiten zu wollen (was diese Halsabschneider jedoch ablehnten), nur um weitere Bombardements durch die russische und syrische Luftwaffe zu verhindern.

In den Medien werden die radikalislamischen Milizen, welche den Ostteil der Stadt seit 2012 kontrollieren, stets nur als "Kämpfer", "Rebellen" und "Opposition" bezeichnet, doch in Wirklichkeit handelt es sich um blutrünstige Terroristen und Mörde, die selbst von Kindern die Köpfe abschneiden und dies dann werbewirksam präsentieren.
Apropos Kinder: Laut Reuters sollen sich im Ostteil Aleppos rund 100.000 Kinder befinden, während die New York Times von 250.000 Zivilisten, der britische "The Guardian" von 200.000 Zivilisten insgesamt sprechen. Jeder wirft mit irgendwelchen Zahlen herum und wenn man die NATO-Propagandamedien kennt, dann kann man davon ausgehen, dass die Zahlen deutlich nach oben hin "korrigiert" werden, um eine größtmögliche Dramatik zu erzeugen. Wahrscheinlich werden sich in diesen Stadtteilen noch maximal 100.000 Personen insgesamt befinden, zumal in den vergangenen vier Jahren des Krieges unzählige Menschen flohen.

Frankreich, welches neben den Vereinigten Staaten eine treibende Hauptkraft im Syrienkrieg ist, entpuppt sich wieder einmal als Doppelmoralist. "Nichts kann diesen Feuer- und Todessturm rechtfertigen. Diese Grausamkeiten produzieren die Jihadisten von morgen. Die Spirale der Gewalt muss gestoppt werden", forderte Außenminister Jean-Marc Ayrault am Donnerstag der Agentur Interfax zufolge in Moskau. "Mit seinen Attacken, auch auf die Zivilbevölkerung, unterstützt das Regime die Radikalisierung jener, die noch nicht den Terror unterstützt haben", so der französische Politiker zu seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow. Doch war es nicht Frankreich selbst, welches nach den Terroranschlägen im eigenen Land aus "Rache" blindlings Luftangriffe in Syrien flog und dabei mutwillig Zivilisten bombardierte?

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11 thoughts on “Weiter Streit um die Befriedung Aleppos”

  1. Wer hat schon interesse am ende von Syrien Krieg?Sieht die "koalition" /die guten"/USA,Frankreich,England usw/das es nicht so laeuft wie gedacht,gibt es nachschub an Waffen und "soldaten".Deutschland,natuerlicht,spielt so ein mieses spiel mit.Sieg von Assad soll und darf nicht gelingen.Kolateral schaeden sind nicht der rede wert-es sei den es passiert den anderen.

    Ehemals Kalte krieg war dagegen Kindergarten.Ich glaube,die wollen es diesmal wissen-allerdings soll Europa als testgelaende dienen.Und wir sehen uns das die ganze Zeit an.Toll.Wer stoppt die Killer???

  2. In der ganzen Welt ist jeder Politiker

    sehr für Revolution,für Vernunft

    und Niederlegung der Waffen –

    nur beim Feind, ja nicht bei sich selbst.

    Hermann Hesse

  3. Das die reguläre Armee eines Landes schon seit Jahren nicht in der Lage ist eine Großstadt ihres Landes von bewaffneten Verbrechergesindel zu säubern spricht nicht gerade für deren Qualität und auch nicht für die Russen die ja auch schon monatelang da rumbomben.Looser wohin man schaut.

    Die Wehrmacht hatte den Warschauer Aufstand 1944 innerhalb eines Monats niedergeschlagen

  4. Wann wollten die jemals Tachalesreden..  eben nie-niemals,, Es geht um List und Täuschung..

    Den grössten Russia Bashing-Terrorismus liefert Deutschland/Österreich gefolgt von Frankreich und USA/GB.. es sind auch genau die gleiche Nationen-Listung wenns um weitere Bashing-Kandidaten angepeilt wird..

    Für die Terroristen sind die Medien die Sprachrohre und Leitzentralen für Ihre gezielte anarchistischen Anschlägen und Raubzug..

  5. Auf dem Bild oben sieht es so aus, als würden in Aleppo jetzt jede Menge 1€-Jobber gebraucht. Vorallem Ingenieure und Facharbeiter.

    Wieviele dürfen wir beisteuern? 500.000 oder 800.000? 

  6. Die westlichen Kriegstreiber haben diese kriegsverbrecherische Tragödie nicht nur zu verantworten sondern sie haben  auch mit politischen  Eifer daran gearbeitet, daß ganz Europa mitinvolviert und in Mitleidenschaft gezogen wurde. Jetzt befindet man sich auf der Verliererstraße daher erinnert man sich oder heuchelt man zumindest, der Humanität und will damit gegen Russland hetzen das dem Angegriffenen beisteht. Die Chance auf Frieden und Ordnung ist nunmehr nur mehr durch die vollständige Vertreibung aller westlich Agressoren mit militärischen Mitteln zu erreichen. Die Tragödie wurde ganz gezielt durch unüberbietbaren politischen und menschenverachtenden Zynismus von den globalen westlichen Drahtziehern hergestellt.

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