Bundeswehr-Führung will 1200 Soldaten in Syrien-Einsatz schicken

Deutschland soll sich mit 1200 Soldaten am Syrien-Krieg beteiligen. Dies fordert die Bundeswehr-Führung. Vor allem in Sachen Aufklärungsmissionen könne das deutsche Militär wichtige Arbeit im Kampf gegen den "Islamischen Staat" leisten. Auch eine Zusammenarbeit mit der syrischen Regierung hält man für denkbar.

Von Redaktion/dts

Nach dem Willen der Bundeswehr-Führung sollen 1200 Soldaten in den Syrien-Einsatz geschickt werden. Generalinspekteur Volker Wieker sagte der Zeitung "Bild am Sonntag": "Aus militärischer Sicht wird die für den Betrieb der Flugzeuge und Schiffe notwendige Zahl voraussichtlich bei etwa 1200 Soldatinnen und Soldaten liegen". Damit wird die Mission der größte aktuelle Auslandseinsatz der Bundeswehr.

Der Einsatzbeginn könne "sehr rasch nach Mandatierung erfolgen", so Wieker. Die Bundesregierung strebe ein Mandat noch in diesem Jahr an. Die Bundeswehr kann laut Wieker den Einsatz lange durchhalten. "Über die Dauer des Einsatzes entscheidet die Politik. Militärisch sind wir durchhaltefähig." Für den Einsatz werde die Luftwaffe vier bis sechs Tornados durchhaltefähig bereitstellen können, um sie überlappend einzusetzen. Die Aufklärungsflieger könnten an zwei Orten stationiert werden: "Dazu führen wir gegenwärtig Gespräche mit der Türkei und Jordanien über die Luftwaffenstützpunkte Incirlik und Amman." Die größte Gefahr für die Piloten droht laut Wieker durch Beschuss vom Boden. "Darauf sind wir eingestellt und treffen mit unseren Verbündeten Vorkehrungen, unsere Soldaten zu schützen."

Eine Beteiligung am Bombardement in Syrien hält der Generalinspekteur zum jetzigen Zeitpunkt für nicht sinnvoll: "Militärisch sinnvoll ist das, was benötigt wird. In diesem Fall ist es unsere Aufklärungsfähigkeit." Für Luftschläge gegen ISIS stünden der Koalition genügend Kräfte und Mittel zur Verfügung. "Was gebraucht wird, ist Aufklärung am Boden, um diese Kräfte wirkungsvoll einsetzen zu können. Dazu können unsere Tornados sehr viel beitragen", so Wieker. Nachdem Frankreich bereits eine Zusammenarbeit mit den Truppen des syrischen Diktators Assad ins Gespräch gebracht hat, hält auch Wieker Assads Armee im Kampf gegen ISIS für theoretisch hilfreich: "Allein aus dem militärischen Blickwinkel ist alles, was ISIS bekämpft, von Nutzen. Aber am wichtigsten ist, dass es zu einer politischen Verständigung kommt, wie sich die Staatengemeinschaft gegen die Terrorgruppe aufstellt. Aus militärischer Sicht ist ISIS derzeit in der Region die größte Bedrohung."

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4 Kommentare

  1. Riesen-Andrang im Kommentarbereich der Redaktion/dts-Artikel, ich bin beeindruckt 🙂

    Was wird denn da, die Ursula,
    in Syrien-Einsatz schicken?
    Etwa Gewehre – trallala,
    die um die Ecke blicken?

    1. Deutschland hatte bereits im WK II Gewehre, die um die Ecke SCHIESSEN konnten, entwickelt von Eugen Sänger – DEM Eugen Sänger, der in den Sechzigern ein deutsches Raumfahrtsytem auf die Beine gestellt hat, das in allerletzter Sekunde von Frankreich gestoppt wurde, während der Prototyp bereits der Vollendung entgegeneilte.

      Die Franzosen verwendeten die deutschen Geldmittel dann für ihre Feuerwerksraketen, und die Reste des Sänger-Systems, u. a. ein lenkbares Strahlruder-Raketentriebwerk, sind jetzt im deutschen Museum in München zu besichtigen.

      Kleine Arabeske am Rande : Die Amerikaner versuchen jetzt, das Sänger-System nachzubauen und sind ganz stolz auf ihre erfinderischen Ingenieure.

  2. Wäre ich heute bei der Bundeswehr, ich würde umgehend kündigen, schließlich ist das eine Berufsarmee. Wenn Washington Kanonenfutter benötigt, soll es sich der vielen fahnenflüchtigen syrischen Feiglinge bedienen, die ihr Aggressionspotential lieber in Massenschlägereien ausleben, anstatt ihre Heimat zu verteidigen, während die zurückgelassenen Frauen und Kinder in die Sklaverei des IS geraten. Ich trauere um keinen einzigen deutschen Soldaten, der für diese Dreckbande sein Leben riskiert. Es ist schon schlimm genug, das die Bundesmarine als Schleuserorganisation Heerschaaren von Afrikanern aus der Subsahara von der libyschen Küste abholt, und nach Europa befördert. Jeder drogenabhängige Bahnhofstricher der für Geld Sch… lutscht, hat mehr Ehre und Charakter als diese Dummdödel in Uniform.

  3. Schön schön.

    Jemand muss die im Stich gelassenen Familien unserer Wohlfahrtsflüchtlinge ja heraushauen, während die bei uns die Sau 'rauslassen..

    Denn mal los, Jungs – unsere "Flüchtlinge" bewachen so lange eure Frauen, Töchter und Freundinnen.

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