Der 31. Oktober ist gemeinhin als Weltspartag bekannt. Die mageren Sparzinsen locken nur mehr wenige Sparschweinbesitzer in die noch vorhandenen Filialen der Banken. Sparen ist viel mehr zum Muss der Bankenriesen geworden, welche eine Filiale nach der anderen schließen und überschüssiges Personal abbauen. Banken werden immer mehr automatisiert, der Ansprechpartner für den Kunden wird der Automat.
Wenn wir anhand der wirtschaftlichen Lage und der mageren Lohnerhöhungen eventuell noch ein paar Cent übrig haben, dann stellt sich die Frage, wohin mit dem Ersparten? Matratze oder Kopfpolster ist nicht der richtige Aufbewahrungsort für den Notcent. Angst vor Einbruch oder Raub lässt uns dann doch wieder das Geld auf der Bank deponieren. Der Aspekt der Sicherheit scheint mir irgendwie als einziger Grund plausibel. Niedrige Zinsen bringen kaum Erträge und das Vertrauen in die Banken seit der Bankenkrise ist stark angekratzt. Solange die Banken vom Staat ohne wenn und aber gerettet werden, haben diese praktisch Narrenfreiheit. Allerdings nur, wenn diese systemrelevant sind.
Das Vertrauen wird auch noch durch immer schlechter werdende Beratung und kaum vorhandene Zeit für den Kunden beeinträchtigt. Die Kundenräume verkommen zu Abfertigungshallen in denen die Kunden Schlangen stehen müssen. Die Bankgeschäfte werden immer mehr ins Internet verlagert. Die klassische Bankfiliale verkommt zum Selbstbedienungsladen. Eine positive, nämlich reduzierende Auswirkung auf die Kontoführungskosten hat das verminderte Service freilich nicht. Der Bürger ist mit den Banken einfach nicht mehr zufrieden. Auch aufgrund der regelmäßigen Meldungen in den Medien über Bankenauswüchse, die das Vertrauen in die Bankenwirtschaft nicht gerade stärken. Wozu soll also Ottonormalsparer die Bankfiliale betreten? Nur um am 31. Oktober das Billiggeschenk abzuholen sicher nicht!
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