Janukowitsch plant Rückkehr in die Ukraine

Der vor einem Jahr nach dem Maidan-Putsch aus der Ukraine geflüchtete Ex-Präsident Wiktor Janukowitsch gibt sein Land nicht auf. Berichten zufolge plant er, sobald es möglich sei, seine Rückkehr in die Ukraine um die dortige Lebenssituation zu verbessern. Nun, verschlimmern kann er diese wohl kaum mehr.

Von Andre Eric Keller

Janukowitsch verließ sein Land nicht freiwillig. Trotz erfolgreichen Verhandlungen mit den Außenministern von vier Europäischen Staaten und ausreichend Zugeständnisse an die damalige Opposition, inklusive Neuwahlen, sah sich Janukowitsch vor einem Jahr gezwungen aus der Ukraine zu flüchten. Nicht zuletzt weil man ihm die Tötungen während der Euromaidan-Proteste zur Last gelegt hatte. Wie sich später herausstellte, darf man die Morde getrost den Euromaidan-Faschisten anlasten. Es war eine sogenannte False-Flag-Aktion um Chaos zu verursachen, eine neue Regierung unter Beteiligung Jazenjuks und dem Rechten Sektor sollte installiert – und Janukowitsch musste gestürzt werden. Zuvor versuchte man diese Operation dem Berkut-Sondereinsatzkommando in die Schuhe zu schieben. Videos belegten aber, wie die Einsatzkräfte relativ besonnen vorgingen, die sogenannten Demonstranten schreckten jedoch vor keiner Gewalt zurück. Vor allem der vom Westen unterstützten Propaganda ist es zu verdanken, dass in den Geschichtsbüchern von alldem nichts stehen wird.

Auch wissen wir heute, wer hinter der ganzen Euromaidan-Bewegung steckte und sie ausreichend finanzierte. Es waren die USA, welche im Laufe der Zeit mit fünf Milliarden Dollar die "Opposition" unterstütze. Wir erinnern uns noch an das abgehörte Telefongespräch von Victoria "Fuck the EU" Nuland mit dem damaligen US-Botschafter in der Ukraine. Schnell wurde man sich auch einig den Ex-Boxer Vitali Klitschko fallen zu lassen und den Freund der Amerikaner, Arsenij Jazenjuk, auf den Posten des Premierministers zu hieven. Janukowitsch blieb jedenfalls nichts anderes übrig, als die Ukraine zuerst in Richtung Krim zu verlassen, wenn er am Leben bleiben wollte. Anschließend gewährte ihm Russland Asyl. In seiner Heimat wird er nun per Haftbefehl gesucht. Ihm werden Korruption und Unterschlagung zur Last gelegt. Auch wenn einiges an den Korruptions-Vorwürfen wohl wahr sein wird, war er zum damaligen Zeitpunkt der vom Volk gewählte und legitime Präsident der Ukraine, dem seine Russlandtreue zum Verhängnis wurde. 

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Der Westen wollte diesen Wechsel, nun soll er auch für die Folgen haften!

Nun erklärte Janukowitsch in einem Interview mit einem russischen Sender, dass er, "wenn sich die Möglichkeit biete, in die Ukraine zurückkehren würde um das Leben in der Ukraine zu verbessern". "Wenn Gott mich am Leben gelassen hat, ist es vielleicht, weil er mich noch braucht", so Janukowitsch. In der Ukraine herrsche eine "Gesetzlosigkeit und Ungerechtigkeit" warf er dem derzeitigen Präsidenten der Ukraine, Petro Poroschenko, vor. Außerdem habe er das ganze Jahr den Gedanken verfolgt, sich in der Ukraine an die Spitze einer Protestbewegung gegen die prowestliche Regierung zu stellen, sagte Janukowitsch. Davon wurde jedoch von seinen Unterstützern verständlicherweise abgeraten. Wo ihm jedoch jeder beipflichten kann ist, wenn er meint: "jetzt ist das wichtigste den Krieg zu stoppen!"

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2 Kommentare

  1. Er könnte in osten der ukraine versuchen ein NEUES UKRAINE zu bauen und mit Sicherheit werden alle anderen nach OSTEN aswandern damit kiew ohne UNTERSTÜTZUNG bleibt…, wenn jetzt schon so viele Deserteure aus kiev gehen dann ist eine Frage der Zeit bis die Leute Westen verlassen und nach Osten auswandern. Ich grüße Janukowitsch für den Mut und hoffe dass ER schafft die Stimmung zu ändern im Lande… Das Volk braucht es unbedingt

  2. Da Präsident Janukowitsch Opfer eines vom Ausland orchestrierten Staatsstreiches wurde, wäre es angemessen, wenn er zunächst in Moskau eine Exilregierung bildet, die dann die legitime Vertretung der Ukraine darstellt, bis eines Tages das Vasallenregime in Kiew und die sie mittragenden faschistischen Kräfte und ausländischen Söldner besiegt sind. Unabhängige Staaten werden mit Sicherheit die Exilregierung als rechtmäßigen Repräsentanten des Landes anerkennen.

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