Das Geschäft mit den Kaffeekapseln boomt: so stieg der Absatz dieser teuren Koffeinversorger letztes Jahr in Deutschland um ganze 27,5 Prozent. Klassischer Röstkaffee hingegen musste ein Minus von 10 Prozent einstecken.

Kaffee ist ein beliebtes Getränk der Deutschen. Rund 73 Milliarden Tassen des aromatischen braunen Heißgetränks werden jährlich in der Bundesrepublik getrunken. Pro Kopf sind dies etwa 6,9 Kilogramm im Jahr. Damit liegt Deutschland seit Jahren in den Top-10 der Kaffeeverbraucher.

Bedenklich jedoch ist die Entwicklung hin zu den Kaffeekapseln. Wurden noch im Jahr 2005 ganze 400 Tonnen Kaffee in Kapseln verkauft, lag die Zahl im Jahr 2012 schon bei etwa 10.000 Tonnen. Dementsprechend wächst auch jährlich der produzierte Müllberg an Kunststoff und Aluminium. Hauptgrund dafür dürfte die einfache Handhabung und die Vielzahl an unterschiedlichen Variationen sein. Auf Kosten von Brieftasche und Umwelt.

Bedenkt man, dass ein Kilogramm Kaffee (Bohnen oder gemahlen) normalerweise um die 10-15 Euro kostet, die Kapseln jedoch schnell einmal auf einen Kilopreis von 30-50 Euro kommen, wird das Interesse der Kaffeehändler am Verkauf der Miniportionen klar. Immerhin locken dort deutlich höhere Gewinnmargen als im klassischen Kaffeemarkt.

Artikelbild: Andrés Nieto Porras / CC-BY-SA 2.0

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