Abends am Auensee

Abendhimmel – weiße Wolkenfetzen oben
spiegeln sich im Auensee.
Kormorane in den Teichen,
vom Wald her ruft ein altes Weh …..
Und soweit ich schau
ich nirgends Vieh gar Menschen seh.
Auenwälder um die Weiden
grün soweit das Auge reicht.

Seh die Nebel vorn am Wasser
wo die Gründe seicht.
Und wie Traum verlorn
schaun zwei Augen aus dem Teich.
Wind kommt auf
und biegt das Schilf
und aus des Moores Tiefen
kommt der Ruf „Maria hilf“.

Auen-Liese geht spazieren.
Enten fliehn und Fische huschen,
unruhig kräuseln Wasser sich.
Nebenan vom Storchenteich
fliegt es auf – der Eule gleich.
Alles ist hier leise.
Keiner wagt zu atmen sich
denn die Auen-Liese
findet Lautes widerlich.
Geht wohl zu der alten Mume
die im Korn die Kreise zieht –
sprechen über alte Zeiten,
alte Sitten, alte Bräuche.
Fassen bei den Händen sich,
drehn sich nach des Windes Weise
leise, leise – leise, leise.

Von Hans-Jürgen Klose

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