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Italien: Schuldenexplosion und Dauerrezession

Ganze 132,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts betragen inzwischen die italienischen Staatsschulden. Angesichts der nach wie vor herrschenden Rezession dürfte sich am massiven Schuldenwachstum auch noch länger nichts ändern.

Von Marco Maier

Mit 2,166 Billionen Euro Schulden im Januar 2015 erreichte die Verschuldung Italiens nicht nur erwartungsgemäß einen neuen Spitzenwert (nach einem Rekord im Juli 2014), sondern übersteigen damit auch jene Deutschlands (2,048 Billionen Euro) deutlich. Dies zeigen die Zahlen der italienischen Zentralbank. Allein im Januar wuchs der Schuldenberg täglich um 1 Milliarde Euro an.

Rechnet man die Neuverschuldung allein für Januar auf die Bevölkerung um, so sind das pro Kopf rund 500 Euro die der Staat an Schulden aufnehmen musste. Doch die Italiener selbst haben kaum etwas davon. Würde das Geld direkt auf die Konten der Bevölkerung fließen, wäre die Rezession angesichts einer massiv steigenden Konsumnachfrage längst schon Geschichte.

Doch seit Mitte 2011 gab es kein Quartal mehr, in dem die italienische Wirtschaft gewachsen wäre. Die Unternehmen verlassen scharenweise das Land, die Arbeitslosigkeit steigt und mit ihr die Zahl der Menschen die in Armut leben. Eine Änderung der prekären Lage ist jedoch nicht in Sicht. Ganz im Gegenteil: auch für dieses Jahr wird ein weiterer Abwärtstrend erwartet.

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5 Kommentare

  1. Theodor von Schacht

    Und weil das so ist und seit Jahren absehbar war, ist es dringend erforderlich, dass auch Italien aus dem Euro ausscheidet. Oder Griecchenand und Italien bleiben und Deutschland, Niederlande scheiden aus.

  2. 1 Milliarde neue Schulden täglich - damit werden dann die Zinsen für die alten Schulden bezahlt … - wem nützt es?

    Dieses System ist weltweit (wecher Staat hat keine Schulden?) eine einzige Geldumverteilungsmaschine … ich bin gespannt, wann und vor allem WIE das eine Ende findet!

     

  3. Giuseppe Siano

    Der faschist- Stalinist Napolitano hat di Wahl abgescaft, deswegen sin " NUR" ernannte an die macht gekommen.

    Einer davon ist das arscloch Renzi einer seiltaenzer von erste Klasse, ein luegner , der Zusammen mit dem Judische Zionist Gutgeld, der name sagt alles hat,  die straengste liberalisierung durchgefuert, mit unterstutung des Kaimano Berlusconi.

    Ihm ist gestattet worden mit Berlusconi geheime Vertraege zu schliessen, aber die Partei die das gelassen hat die PD wird von der Bild flaechen verschwinden und in der Cesso della storia ( in die Toilette der geschichte Enden) und ist gut so.

    Die Sezioni dieser partei in Italien schliessen einer nach der anderen und es wird keine Ende finden.

    Arme italien! ein Seiltaenzer in so ein entscheidende Stellung.

    Giuseppe Siano

     

  4. Theodor von Schacht

    @ shumil

    Das endet so, wie es immer geendet hat: mit einer Währungsreform.

    Das Merkmal einer Währungsreform, anders wie eine Geldumstellung, ist der Währungsschnitt, also die Wegnahme von Vermögen von den Vermögenden (Gläubigern) zu den Schuldnern.

    So war es früher und so wird es wieder sein. Fluchtmöglichkeiten: Keine!

    Die Dumpfbacken, die da glauben mit ein paar Goldmünzen verschont zu werden, werden sich wundern.

     

  5. Pro Kopf sind die Berliner und Bremer so hoch verschuldet wie die Griechen. Man spricht nicht gerne drüber, weil dann die Bayern Rot sehen.

    Laut Maastricht hätte Italien nicht in die Zone inkludiert werden dürfen. Und Deutschland müßte längst exkludiert sein. Dafür haben wir schöne neue Wörter, mit denen wir herumhantieren können. Unsere Facharbeiter bewundern uns sicher dafür.

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