Italien hat mit seinen Staatsschulden erwartungsgemäß einen neuen Rekordstand erreicht: Im Juli stieg der Schuldenberg auf rund 2.186 Milliarden Euro, wie die italienische Notenbank heute mitteilte. Damit liegt der Zuwachs seit 2012 bei ganzen 10 Prozent.

Von Marco Maier

In den ersten sieben Monaten des Jahres 2014 stieg die öffentliche Verschuldung nach Angaben der italienischen Notenbank um insgesamt 99,2 auf nunmehr 2.186 Milliarden Euro. Im März 2012 hatte Italiens Verschuldung erstmals die Schwelle von zwei Billionen Euro überschritten. Innerhalb von rund zwei Jahren wuchs der Schuldenberg somit um ganze 10 Prozent an. Die schlechte Wirtschaftslage sorgt zudem dafür, dass eine Sanierung des Staatshaushalts nach wie vor in weiter Ferne liegt.

Italiens Wirtschaftsminister Pier Carlo Padoan bestätigte unterdessen, dass die Regierung von Ministerpräsident Matteo Renzi trotz der Rezession, in die sein Land wieder geschlittert ist, das Ziel eines Defizits von 2,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) einhalten wird. „Wir werden unsere Verpflichtungen erfüllen“, versicherte der Minister in Mailand. Italiens Wirtschaft geht es nach Einschätzung der Regierung in Rom schlechter als bisher angenommen. Das Wachstum werde in diesem Jahr weitgehend ausbleiben, sagte Renzi am Dienstag. Bisher hatte die Regierung noch mit einem Plus von 0,8 Prozent gerechnet.

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