Diesel-Affäre: Heuchelei pur

Nach Volkswagen und Audi folgt nun Daimler – die Diesel-Affäre weitet sich aus. Aber wen wundert es? Man drängte die Automobilhersteller ja geradezu zur Manipulation.

Von Marco Maier

Der sogenannte Abgasskandal bei Volkswagen und Audi war noch nicht alles. Nun folgen Medienberichten zufolge auch schwerwiegende Vorwürfe gegen Daimler. Der Automobilkonzern soll zwischen 2008 und 2016 mehr als eine Million Fahrzeuge mit "unzulässig hohem Schadstoffausstoß" verkauft haben.

Langsam aber sicher wird das ganze Theater um die Abgaswerte von Autos zu einer Farce. Nachdem schon vor einiger Zeit bekannt wurde, dass viele Automobilhersteller beim Treibstoffverbrauch tricksen, folgte der Vorwurf, dies sei auch bei den Abgaswerten der Fall. Und nach den ersten Unternehmen am "Umweltpranger" werden dann bald auch noch faktisch alle anderen folgen.

Der Grund dafür ist recht simpel: Angesichts der allgemeinen Klimahysterie wurden die Grenzwerte für den Schadstoffausstoß sukzessive so massiv heruntergeschraubt, dass dies mit der aktuellen Technik einfach kaum umsetzbar war. Aber das interessiert die Klimahysteriker natürlich nicht die Bohne.

Zudem ist eigentlich jedem Menschen klar, dass gerade Dieselfahrzeuge nicht wirklich sauberer sein können als Benziner, da es sich bei dem Treibstoff um ein schwereres Öl handelt, welches natürlich auch deutlich mehr schädliche Abgase produziert. Die Förderung des Verkaufs von Dieselfahrzeugen durch niedrigere Steuern auf den Treibstoff waren (und sind) hierfür auch keine wirkliche Hilfe, zumal die Produktion und der Verkauf dieser Autos dadurch angekurbelt wurde.

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Der Fehler liegt also vielmehr im System und weniger bei den Automobil- bzw. Motorenherstellern. Ohne realistische Grenzwerte nach dem aktuellen Stand der Technik schadet man nur der Wirtschaft.

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5 Kommentare

  1. Wirtschaftskrieg gegen deutsche Automobil-Unternehmen.

    Moral wird dann zur Waffe, wenn sie selektiv eingesetzt wird.

    Firmen wie Ford oder GM werden die gleichen Probleme haben und auch sie manipulieren die Abgaswerte – aber es wird toleriert. Das läßt erkennen, dass es sich beim Abgasskandal um eine gezielte Rufmordkampagne gegen deutsche Unternehmen handelt.

    Der wirtschaftliche Erfolg deutscher Unternehmen ist den Angelsachsen (mal wieder) ein Dorn im Auge.

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    Algenöl – die saubere Alternative zu Diesel

    Algenöl läßt sich billig in Massen herstellen und hat nicht die ganzen Schadstoffe wie Diesel. Es verbrennt daher deutlich sauberer.

    Der Grund, warum es noch nicht in Massen hergestellt wird ist die Dollar-Öl-Bindung und der Erdöl-Imperialismus der USA.

    Die USA unterdrücken neue alternative Energiegewinnungs-Technologien, um die Weltbevölkerung weiter im Bereich Energie abzocken zu können.

    Die Völker dieser Welt sollten sich zusammen gegen den US-Imperialisten und gegen die Wallstreet stellen und mit Algenöl das Erdölzeitalter beenden.

    Freie Energie für alle!

  2. Auf dem Auto (ohne LKWs und Flugzeuge zu berücksichtigen) und seinen Herstellern herumzuhacken ist kurzsichtig.

    Es läuft oder staut sich Vieles falsch im Automobil-Unwesen. Wird das Auto statt als Individualverkehrsmittel als Massenverkehrsmittel missbraucht, mutiert das Fahrzeug zum Stehzeug, mit extrem hohem Spritbedarf. Auf dem Rollenprüfstand wird man immer andere Ergebnisse haben als im Straßenverkehr, wegen unterschiedlicher Verkehrslage und Fahrweise; das darf kein Anlass für Wirtschaftskrieg sein. Rudolf Diesel ging von Pflanzenöl als Treibstoff aus, nicht von kriegerisch (Nahost) oder schmutzig (Kanada, Ölsand; USA Fraking) gefördertem Erdöl. Pflanzensprit wird von Lobbyisten (Ölländer, Ölindustrie) diffamiert (Teller-Tank-Konkurrenz-Lüge); tatsächlich liefern Spritpflanzen auch Protein (Viehfutter) und Biomasse (Humus; Gärgas). Die Bevölkerungsexplosion zieht unzählige Probleme nach sich, deutlich auch im Personen- und Güterverkehr sowie bei der Umweltbelastung.

    Eine volks- und völkergemeinschaftliche sowie ökologische Besserung muss mit Sippenplanung in südlichen, orientalischen und asiatischen Ländern, mit mehr öffentlichen Verkehrsmitteln, mit einem Annähern von Wohnen und Arbeiten und mit geänderten Gewohnheiten (z.B. Urlaub überwiegend in der Heimat) beginnen.

    1. Sie haben den Schiffsverkehr vergessen. Entlang der großen Binnenwasserstrassen und im Bereich der großen Hafenstädte gibt es eine deutlich erhöhte Krebsrate. Die 15 weltgrößten Containerschiffe verursachen genau so viel Schwefelemissionen wie 750.000 Pkw. Kein Mensch, auch nicht die Grünen, reden darüber, dass bei einem Fernflug pro Passagier schädliche Abgase samt Partikeln in empfindliche Atmosphärenschichten geblasen werden. Werden Güter mit dem Flugzeug transportiert, verursacht der Transport mit 1000 g CO2 pro kg Lebensmittel pro 1000 km fünfmal soviel CO2 wie ein LKW.

      Fazit: es herrscht ein Wirtschaftskrieg gegen den Diesel. Die Konkurrenten der deutschen Autobauer nutzen die die deutsche Bußfertigkeit, für die Sünden der ganzen Welt einstehen zu wollen. Es ist kaum zu erwarten, dass andere Länder das mitmachen, der deutschen Autoindustrie wird es jedoch einen ebenso schweren Schlag versetzen. Diese Regierung regiert gegen ihr eigenes Land.

  3. @Peter G.

    Bussfertig und in VSA zahlungswillig, im Inland einer eher von Wirtschaft und Ökonomie unbedarften Kanzlerin ergeben, dem Angriff auf Arbeitsplätze, Geschäftsmodell und zukünftige Entwicklungen in ihrem Kerngebiet hilflos gegenüberstehend, so stellt sich für mich die deutsche Autoindustrie samt Zulieferern dar. Ein Trauerspiel!

  4. Ist doch technisch logisch dass alle die das Elektronikpaket zur Motorsteuerung des selben Herstellers verbauen die selben Probleme haben.
    Die Autohersteller prodozieren diese nicht selbst sondern kaufen sie zu.

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