Russland-Sanktionen: Österreichisches Schweinefleisch nun für China und Südkorea?

Bislang war Schweinefleisch das wichtigste agrarische Exportgut Österreichs nach Russland. Durch die vom Westen losgetretene Sanktionsspirale jedoch fällt dieser wichtige Markt für Österreichs Schweinezüchter weg. Doch mit China kommt eine Alternative.

Von Marco Maier

Vom Importstopp Russlands für agrarische Produkte aus der EU sind auch die österreichischen Schweinezüchter betroffen. Doch nun eröffnet sich für sie vielleicht ein gewaltiger Wachstumsmarkt. China ist inzwischen der weltweit größte Fleischkonsument und etwa die Hälfte des globalen Wachstums gehen auf die Chinesen zurück. Hier in Europa hingegen kämpfen die Fleischproduzenten mit sinkenden Verkaufszahlen, da sowohl Vegetarier als auch Veganer immer mehr Zulauf gewinnen und sich die Ernährungsgewohnheiten generell zu Ungunsten von Fleisch ändern.

Nun hofft auch Österreich auf eine baldige Unterzeichnung eines Abkommens, das den Export von österreichischem Schweinefleisch ins Reich der Mitte erlaubt. Das Veterinärprotokoll für Schweinefleisch werde "in den nächsten Wochen" unterzeichnet, habe der Leiter der chinesischen Veterinärbehörde, Wu Qinghai, Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter (ÖVP), der derzeit als Teil einer Delegation in China ist, zugesagt. Auch Südkorea wolle demnächst den Import von verarbeitetem Schweinefleisch aus Österreich zulassen, so Rupprechter. Das sei ihm in einem Gespräch mit dem koreanischen Agrarminister Lee Jun-Won in Seoul zugesichert worden.

Für die österreichischen Schweinezüchter, die unter dem massiven Preisverfall von rund 20 Prozent innerhalb eines Jahres leiden, ist dies ein kleiner Hoffnungsschimmer. Russland hat inzwischen vor allem südamerikanische Länder als Handelspartner für Fleisch und Fleischprodukte gewinnen können. Damit wäre selbst nach dem Ende der Sanktionen eine Rückkehr auf den russischen Markt deutlich schwieriger.

Spread the love
Lesen Sie auch:  Moskau lässt die kirgisische Farbrevolution entgleisen

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Loading...

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: [email protected] nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.