Die Abhängigkeit Deutschlands vom russischen Erdgas ist Wasser auf die Mühlen der Fracking-Befürworter. Insbesondere die europäische Stahlindustrie drängt darauf, die Ausbeutung von Schiefergas in der Europäischen Union zu forcieren, um die Wirtschaft nicht in eine neuerliche Krise stürzen zu lassen.

Russische Erdgasexporte 2012Sollte Russland in Folge des Ukrainekonflikts und der aggressiven Haltung von EU und NATO den Gashahn nach Westeuropa, in die Ukraine und in die Türkei tatsächlich zudrehen, hätte dies – siehe Grafik links – einige Konsequenzen für die Energieversorgung für diese Länder. Allerdings müsste Russland dadurch auf mehrere Milliarden Dollar an Einnahmen verzichten, wodurch auch die russische Wirtschaft enormen Schaden nehmen würde. So lange der Konflikt also nicht wirklich in eine kriegerische Auseinandersetzung mündet, dürfte die Gefahr dafür äußerst gering sein.

Für die europäische Industrie hingegen ist dies eine willkommene Gelegenheit, sich für die Schiefergasgewinnung mittels Fracking einzusetzen: “Angesichts der absoluten Notwendigkeit für Europa, seine Gasversorgungsquellen zu diversifizieren und Lösungen zu den im Vergleich zu den Hauptwettbewerbern gewaltigen Energiepreisen zu finden, sehen wir keine Alternative, als so rasch wie möglich mit der Nutzung von Schiefergas zu beginnen”, erklärte der Direktor des europäischen Dachverbands der Stahlproduzenten (Eurofer) Gordon Moffat.

Für die Fracking-Lobbyisten ist die politische Auseinandersetzung ein gefundenes Fressen, um ihren Interessen erneut Nachdruck zu verleihen. Die Massenmedien unterstützen sie dabei, indem sie Russland den medialen Krieg erklärt haben. Dabei sollte klar sein, dass keine Seite ein wirkliches Interesse an einer militärischen Auseinandersetzung hat, da dies in einem nuklearen Desaster enden würde.

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