Angesichts der Korruptionsskandale und der zunehmend islamistisch-autokratischen Haltung der Regierung Erdogan, könnten die Vereinigten Staaten ihren wichtigsten NATO-Partner in der Region verlieren. Inzwischen gibt es schon erste Anzeichen dafür, dass die nächste Aktion eines von US-Diensten inszenierten Regierungswechsels in der Türkei stattfinden könnte.

Die aufgeheizte Stimmung in der Türkei bietet einen guten Nährboden für jene destabilisierenden Kräfte, die sich schon in der Ukraine für einen Coup d'Etat einsetzten, um eine politisch genehmes Marionettenregime zu installieren. Der Militärisch-Industrielle-Komplex der Vereinigten Staaten kann einen Verlust der Türkei nicht riskieren, da das geostrategisch günstig gelegene Land ein wichtiger Brückenkopf für militärische Aktionen der NATO im mittleren Osten darstellt.

Während man die innenpolitische Situation in Russland oder der Ukraine immer wieder thematisch ausschlachtet(e), genoss die Türkei bislang weitestgehend Narrenfreiheit. Immerhin durfte das wichtigste NATO-Land nicht verprellt werden. Und so glich die Kritik an den verbalen Ausritten gegen "ausländische Mächte" inklusive des US-Verbündeten Israel, der fehlenden Pressefreiheit, der teilweise ausufernde Polizeigewalt, sowie die Inhaftierung von Regierungsgegnern oftmals leerer rhetorischer Floskeln, wobei die westlichen Medien dieses Spiel gerne mitspielten. Doch nun droht das Ende der Ära Erdogan, so dass die transatlantischen Strategen alles erdenklich Mögliche daran setzen werden, dass die neue Führung ganz auf Linie der NATO liegen wird.

Deshalb kann man davon ausgehen, dass über verdeckte Kanäle Unsummen zu diversen Protestgruppen fließen, um eine Eskalation zu provozieren. Der kürzlich bei Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften getötete Junge war schon einer der Zündfunken für größere Demonstrationen und Proteste. Sollten nun wie in der Ukraine bezahlte Scharfschützen angeheuert werden, um noch mehr Tote auf den türkischen Straßen zu hinterlassen, könnte dies zu einem raschen Aus für die islamistische AKP Erdogans führen.

Noch halten die USA Erdogan die Stange, doch unter der glänzenden Oberfläche beginnt die Unterstützung längst schon zu bröckeln. Die Geduld mit dem türkischen Premierminister ist in Washington nicht unendlich. Nur die gezielte Wahl eines potentiellen Nachfolgers der auch das türkische Militär und große Teile der Bevölkerung hinter sich hat, bietet hier eine Chance für die Interessen und Pläne der transatlantischen Strategen. Eine "Halbmond-Revolution" in der Türkei nach Beispiel der Ukraine böte einfach eine riesige Gelegenheit. Ob diese genutzt wird, werden die kommenden Wochen zeigen.

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1 KOMMENTAR

  1. In der tat, es sieht alles danach aus, einfach zu verdächtig all die Aktionen…

    Regime Change zeigt nur zu deutlich, was die echte demokratische Prozesse verachtenden USA vom Selbstbestimmungsrecht der Völker halten.
    Und sie wiederholen ewig dieselbe Masche und glauben wir merken das nicht, weil sie sich so auf die von ihnen korrumpierten Bilderberger-Medien verlassen…

    Fassen wir mal eine unvollständigen Kurzabriss zusammen, wo die kriminellen USA genauso oder ähnlich vorgegangen sind… vieles kann man auch nachlesen in dem berühmten Buch von John Perkins: „Bekenntnisse eines Wirtschafts-Attentäters“:
    Chile, El Salvador, Bolivien, Nicaragua, gesamter Karibik-Raum, und und und. Sie haben zig Diktatoren gestützt, meist im Namen der angeblich „nationalen Interessen“, in Wirklichkeit nur für Konzerne wie z.B. die United Fruit Company.
    Nicht zu vergessen das all diese lateinamerikanischen Fascho-Bastarde in der „School of the Americas“ ausgebildet wurden.

    Neuere Umstürze mit Finanzierung und Ausrüstung der UCK: Kosovo, Bosnien.
    Arabische „blumige Revolutionen“: Tunesien, Ägypten, Libyen, Syrien. Danach Iran.
    Eurasische „bunte Revolutionen“: Georgien, Ukraine.
    Weitere die dort noch geplant sind, um das gesamte Öl der Region in die Finger zu kriegen: Usbekistan, Kasachstan, Aserbaidschan. Danach Russland.

    Man will ja schließlich Russland und China von allen Seiten einkreisen, dann fertigmachen und übernehmen. Man muss es eigentlich CORPORATE WARS nennen, nach dem „Wag the Dog“ System, d.h. wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt. Regierungen sind nur noch Handlanger fuer Elististen-Interessen, ihr Werkzeug zum Aufknacken der erbeutbaren Schätze.

    Und Venezuela ist wohl auch auf dem Zettel…
    http://americanfreepress.net/?p=15966&utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=obama-administration-targets-venezuela-for-regime-change
    http://einarschlereth.blogspot.de/2014/02/offener-brief-den-prasidenten-von.html
    http://amerika21.de/hintergrund/2010/USAID
    http://german.ruvr.ru/2012_06_27/79499919

    Das Muster des militärisch-industriellen-medialen-finanziellen Komplexes
    (MIMF-K) läuft immer gleich ab: Selbst finanzierte und ausgerüstete angebliche Revoluzzer, aufgepeitscht durch Medien und NGOs des Westens, dann noch ein paar Undercover-Sniper untergemogelt die vortäuschen sollen, das das Volk von der Regierung erschossen wird, dann die international gespielte „Entrüstung“ und Breitseiten der gleichgeschalteten NWO-Bilderberger-Medien… dabei ist es völlig Banane wer den Aufstand macht: ob muslimische Fundamentalisten oder Rechte, Hauptsache autoritär strukturierte Organisationen mit rigiden Ansichten und Intoleranz, möglichst nur so triefend vor Korruptheit. Und vor allem pleite, und deshalb nach Milliarden-Krediten aus dem Westen lechzend… umso erpressbarer anschließend.

    Aber ich denke sie werden es nicht schaffen, es wird ein Fiasko. Sie haben zwar schon viele Schlachten geschlagen, aber nicht den Krieg. Wenn sich Iran, China, Brasilien, Indien und Russland gemeinsam gegen die USA und ihre Lakaien verbünden, ist der Ofen aus, da verheben sie sich.
    Noch hat in der Geschichte jedes aufgeblähte Imperium eine Klatsche gekriegt, und es wird höchste Zeit bei diesem verrückten Land. Hochmut kommt vor dem Fall.

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