Mit Hilfe eines Tricks versorgte die italienische Regierung die Eigentümerbanken der Banca d' Italia mit frischem Kapital. Quasi über Nacht wurde das italienische Bankensystem damit um 7,5 Milliarden Euro reicher. So löst man eine Bankenkrise und das Problem ausufernder Staatsschulden auf italienische Art.

Im Gegensatz zur Deutschen Bundesbank oder der Oesterreichischen Nationalbank ist die Banca d' Italia im Eigentum von privaten Banken. Damit liegt ihr Interesse im Schutz der Eigentümer, wie es bei den ebenfalls privaten Zentralbanken Frankreichs und der USA der Fall ist. Mit der Deckelung der Beteiligungen und der Neubewertung des Aktienkapitals von bislang 156.000 auf satte 7,5 Milliarden Euro durch die sozialdemokratisch geführte Regierung Ende Januar, dürfen sich die angeschlagenen italienischen Banken nun über einen warmen Geldregen freuen.

In Folge der angeordneten Deckelung müssen einige Banken einen Teil der Aktien verkaufen, so dass sie ihre Anteile schnell in bare Münze tauschen können. Die anderen Privatbanken dürfen sich hingegen darüber freuen, dass sie quasi über Nacht eine dickere Kapitaldecke bekommen haben. Ganz uneigennützig ist dieser Trick jedoch nicht. Mit dieser Kapitalspritze aus dem Nichts können die italienischen Banken wieder fleißig italienische Staatsanleihen kaufen und dem völlig überschuldeten Krisenland somit wieder Staatsanleihen abnehmen.

Dieses Finanz-Perpetuum-Mobile könnte auch in anderen Euroländern Schule machen. Angeschlagene Banken und marode Staatshaushalte gibt es zur Genüge. Man muss nur seine Notenbank günstig privatisieren (bringt schon den ersten Geldfluss) und dann den Wert der Aktien heraufsetzen, schon sind die Banken mit neuem Spielgeld rekapitalisiert und die Anleihen gehen wieder weg wie die warmen Semmeln.

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