Die Befürchtungen wurden Realität: Österreichs Wirtschaft stagnierte im dritten Quartal. Schon im zweiten Quartal gab es lediglich noch ein Miniwachstum von 0,1 Prozent. Sowohl die Investitionen als auch der Außenhandel sind im dritten Quartal schlecht ausgefallen.
Von Marco Maier
Auch die kleine Alpenrepublik kann sich den wirtschaftlichen Tendenzen in Europa nicht entgegenstellen. Nach einem bereits äußerst schwachen zweiten Quartal zeigt sich das dritte auch nicht besser. Wichtige Impulse aus dem Bereich der Investitionen oder dem Außenhandel fehlten und die Binnenkonjunktur konnte dem nichts entgegensetzen. Übrig bleibt eine Stagnation der Wirtschaftsleistung, wenngleich die Wirtschaftsleistung im Vergleich zum Vorjahr noch etwas höher liegt.
Bedenklich ist hierbei vor allem die äußerst schwache Investitionstätigkeit, die angesichts der nach wie vor trüben Konjunkturaussichten und der hohen Steuerbelastung keinen Anlass zur Freude bietet. Investitionen sind jedoch die Basis für die zukünftige Wirtschaftskraft des Landes, so dass die Aussichten für die kommenden Jahre ebenfalls nicht gerade positiv erscheinen.
Konnte Österreich im ersten Halbjahr noch ein Plus bei den Exporten verzeichnen, so gab es im dritten Quartal ein Minus von 1,3 Prozent. Neben der wirtschaftlichen Abkühlung in Deutschland - dem wichtigsten Handelspartner - schlagen auch die Russland-Sanktionen durch. Die schwache Binnenkonjunktur machte sich auch bei den Importen bemerkbar, die ebenfalls ein Minus verzeichneten.
Unter der Zurückhaltung der Exportnachfrage wie der Investitionen litt auch die heimische Produktion. Die Wertschöpfung der Herstellung von Waren dürfte laut Wifo im 3. Quartal gegenüber dem 2. Quartal real um 0,3 Prozent gesunken sein. Selbst in der Bauwirtschaft schrumpfte demnach die reale Wertschöpfung empfindlich, obwohl diese im Sommer eigentlich Hochkonjunktur hat. Auch die gesamte Konsumnachfrage der privaten Haushalte stieg im 3. Quartal nur geringfügig, nämlich real um 0,2 Prozent - ebenso wie im 1. Quartal; im 2. Quartal waren es +0,1 Prozent.
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