Der von Spekulanten getriebene Kurssturz der russischen Währung führt zu einem dramatischen Anstieg der Inflation. Hamsterkäufe der Bevölkerung verschärfen die Lage zusätzlich. Insbesondere Lebensmittel haben sich in den letzten Monaten drastisch verteuert.

Von Marco Maier

Viele Russen versuchen momentan zu retten, was noch zu retten ist. Zu lebhaft sind noch die Erinnerungen an die frühen 1990er Jahre, als das Land im Zuge der Transformation vom Kommunismus zum Kapitalismus mit einer Hyperinflation konfrontiert wurde. Die Angst, bald schon ohne Ersparnisse dazustehen, lässt die Menschen die Konten leeren, sowie Dollars und haltbare Lebensmittel zu kaufen.

Schätzungen zufolge dürften die Lebensmittelpreise allein in diesem Jahr um insgesamt 25 Prozent steigen. Nur ein Teil davon ist auf die massive Abwertung gegenüber dem Dollar und dem Euro zurückzuführen. Einen Engpass in der Nahrungsmittelversorung gibt es ebenfalls nicht, da Russland den Großteil des Nahrungsmittelbedarfs aus eigener Produktion decken kann. Vielmehr sind es die Hamsterkäufe, welche die Preise steigen lassen.

Aktuelle Daten des russischen Statistikamtes Rosstat besagen, dass in der ersten Dezember-Woche die Preise für Nahrungsmittel weiterhin gestiegen sind. Der Preis für Buchweizen, ein russisches Grundnahrungsmittel, stieg demnach um 5,7 Prozent, während Eier, Tomaten, Gurken und Kraut allein in den letzten 7 Tagen um 4,3 bis 6,2 Prozent zulegten. Besonders kritisch ist hierbei der Preisanstieg beim Buchweizen, welcher sich im Jahresverlauf sogar um 65 Prozent verteuerte. Das Getreide wird für die Herstellung von Brot, Brei, Pfannkuchen und lokalen Delikatessen verwendet.

Ausländische Produkte haben sich – sofern sie nicht mit einem Einfuhrverbot belegt wurden – angesichts der momentanen Rubel-Schwäche ebenfalls verteuert. Innerhalb der letzten 12 Monate büßte die russische Währung gegenüber dem Dollar und dem Euro massiv an Wert ein. Kostete ein US-Dollar damals noch 33 Rubel, müssen inzwischen schon beinahe 58,50 Rubel (+77 Prozent) dafür bezahlt werden. Einen Euro bekam man vor einem Jahr noch um etwa 45,50 Rubel, heute sind es 72,50 Rubel (+59 Prozent) die dafür bezahlt werden müssen.

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3 thoughts on “Russland: Rubel-Absturz und Hamsterkäufe sorgen für hohe Inflation”

  1. Was wir nicht wahr haben wolle, die USA haben Russland den Krieg erklärt. Hätte Putin die Krim nicht zurückgewonnen, wäre dort heute die NAVI. In der Ukraine sind heute 3 US Minister in Amt und Würden. Ein litauischer Wirtschaftsminister, ein US Finanzminister und ein georgischer Gesundheitsminister(alle mit US Pass) bekamen im Eilverfahren ukrainische Staatsangehörigkeit. 80 % des US -Haushalt sind 2015 für den Krieg eingeplant. Nur ohne CIA Merkel, die die Spitze  bei Babarossa II bilden soll, werden die USA im handumdrehen geschlagen. Ohne die NATO haben  die USA keine Chance, denn China weiß, dass es als nächstes dran ist. Länder wie Deutschland und Polen werden dabei geopfert wie Perl Habour! Die USA (Feudalherren) können es nicht verkraften die 2. Geige hinter China zu spielen. Auch der niedrige Ölpreis ist reine Manipulation und eiskalter Angriff auf den russischen Staat. Die  Währungen aber auch der Goldpreis werden mit unmengen an induzierten Wetten manipuliert, was nur noch kurze Zeit geht. Mit der MH17 konnte der Krieg nicht gestartet werden. M

    achen wir uns auf einen Terrorangriff auf Atomkraftwerke oder ähnliches gefasst. In jedem Fall ist Putin schuld.

  2. Russland sollte sich jetzt eher auf den Binnenmarkt fokussieren, als auf die internationalen Märkte. Wenn alles auf der Welt ins taumeln gerät, so ist ein stabiler Binnenmarkt immer verlässlich um Stabilität und Wohlstand zugewährleisten.

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