Hat Biden jetzt Saudi-Arabien verloren?

Der schmachvolle Rückzug der USA aus Afghanistan hat ein globales Loch in das System der ausgeklügelten Weltherrschaft des amerikanischen Jahrhunderts nach 1945 gerissen, ein Machtvakuum, das wahrscheinlich irreversible Folgen haben wird. Der unmittelbare Fall ist die Frage, ob es Bidens Strategen in Washington – er macht eindeutig keine Politik – bereits geschafft haben, die Unterstützung des größten Waffenkäufers und regionalen strategischen Verbündeten, des Königreichs Saudi-Arabien, zu verlieren. Seit den ersten Tagen von Bidens Amtsantritt Ende Januar treibt die US-Politik die saudische Monarchie zu einem dramatischen Wechsel in der Außenpolitik. Die längerfristigen Folgen könnten enorm sein.

Bereits in der ersten Woche ihrer Amtszeit deutete die Regierung Biden einen dramatischen Wandel in den Beziehungen zwischen den USA und Saudi-Arabien an. Sie kündigte einen Stopp der Waffenverkäufe an das Königreich an, während sie die Waffengeschäfte von Trump überprüfte. Ende Februar veröffentlichten die US-Geheimdienste einen Bericht, in dem sie die saudische Regierung für die Ermordung des saudischen Washington-Post-Journalisten Adnan Khashoggi in Istanbul im Oktober 2018 verurteilten, was die Trump-Regierung abgelehnt hatte. Hinzu kam, dass Washington die antisaudische jemenitische Houthi-Führung von der US-Terrorliste strich und gleichzeitig die militärische Unterstützung der USA für Saudi-Arabien im Jemen-Krieg gegen die vom Iran unterstützten Houthi-Truppen beendete – ein Schritt, der die Houthis ermutigte, Raketen- und Drohnenangriffe auf saudische Ziele durchzuführen.

Die Politik des Pentagons nach dem 11. September

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Eine Analyse von F. William Engdahl

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4 Kommentare

  1. Die Yankees beherrschen in bedenklicher Perfektion den Wiegeschritt – Ein zurück, und dann Zwei voran.

    Die Saudis gelten nicht gerade als Menschenfreunde, und skurril ist, dass die Chinesen und die Zionisten sich in Riad nun die Klinke in die Hand geben. Die Russen wollen jetzt die 3. im Bunde sein. Na Prost !

  2. Haben SA.Arab und die USA in Syrien zusammengearbeitet, wird es jetzt kaum anders sein, ganz gleich was passiert ist. Seltene Erden, Gold und andere Bodenschätze locken. Wird niemand sagen, das wars und auf alles verzichten. Für uns gibt es Wanderlinge…….wie schön………Gibt da sicher Verträge aus niedrigen Motiven. Außerdem braucht man bereitwillige Worker.-

  3. Das ist nun der interne Kampf zwischen einer geldgeilen Mafia und einem eingesetztem Präsidenten, wo beide Seiten sich im Prinzip nicht über den Weg trauen und jeder seinen eigenen Vorstellungen folgt und dadurch gerät das zentrale Gefüge der Macht außer Kontrolle und die Gegner bemerken das natürlich, denn die Taliban sind nicht vorgerückt um eine Konfrontation zu riskieren, sie kannten die Schwächen des Präsidenten und gingen dabei kein Risiko mehr ein und das führte zum Gesichtsverlust der gesamten westlichen Allianz, wie es schlimmer nicht sein kann.

    Die Saudis, als streng unterwürfig dem US-Imperialismus gegenüber bekannt, haben das nun auch bemerkt und werden sich neu orientieren und diese Krankheit hat nun nach Trump die USA und ihre Satrapen überfallen und steht für den Verfall eines fünfhundertjährigen Imperiums, einschließlich der Europäer, die sich zulange mit Versagern eingelassen haben und nur vor einem Scherbenhaufen stehen, obwohl viele schon lange davor gewarnt haben ein halttotes Pferd zu reiten, als man noch diese wechseln konnte.

    Ähnliches ist dem alten Rom wiederfahren, den Inkas, den Azteken und manch anderen, die den Zug der Zeit nicht erkannt haben und dabei untergingen, Die lachenden Dritten werden einige asiatiscshe Länder sein und Südamerika, während Afrika die nächsten Jahrzehnte ein hoffnungsloser Fall bleiben wird, weil die völlig anders ticken und mit ihren Stammesgebräuchen an jeder Neuerung gehindert werden, was aber die Chinesen nicht daran hindert ihnen vor Ort zum Selbstzweck unter die Arme zu greifen und das Problem für den Westen im größer macht, weil sie nicht mehr in der Lage sind strategisch zu denken und mit der Haudrauf-Methode am Ende sind und sogar vorher ihr gesamtes Know How an andere verschenkt haben um sie damit zu starken Gegnern gemacht haben, was uns nun auf die Füße fallen wird.

  4. Ist doch ganz einfach:
    Auch wenn sich die Saud´s und die Mullahs nicht ganz grün sind in der Auslegung ihrer heiligen Schrift, so haben doch Muslime die stärkste Macht der Christen zum schmählichen Rückzug gezwungen.
    Der Petrodollar ist auch nicht mehr was er war, genau genommen wissen ALLE, dass wir bald Pleite sein werden. Das sehen aber weder die Mullahs, noch die Familie Saud gerne.

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