Amerika ist Europas Feind

Warum gibt es einen Flüchtlingsstrom nach Europa aus Ländern im Süden und Osten, die von den USA und ihren Verbündeten überfallen wurden? Ist diese Frage dumm? Ist die richtige Antwort darauf eigentlich offensichtlich?

Die Nationen, die die US-Regierung für einen “Regimewechsel” ins Visier nimmt, haben Regierungen, die einer oder mehreren der drei Regierungen freundlich gesinnt sind, deren Regimewechsel (Sturz und Ersetzung – Eroberung) die US-Regierung besonders wünscht: Russland, China und der Iran. Deshalb sanktioniert Amerika Länder, die Russland, China und/oder dem Iran freundlich gesinnt sind, und versucht, sie zu unterwandern oder zu stürzen, oder marschiert sogar direkt in sie ein. Diese verschiedenen Arten von US-Aggressionen – mit dem Ziel, Russland, China und/oder den Iran weiter zu isolieren – sind die Hauptursache für die meisten Flüchtlinge in Europa. Diese Flüchtlinge fliehen vor Bürgerkriegen und ausländischen Invasionen, die von den USA und ihren Verbündeten angezettelt oder verübt wurden. Zum größten Teil kamen die Flüchtlinge aus Ländern, die gute Beziehungen zu Russland, China und/oder dem Iran haben – Amerikas Hauptziele zur Eroberung – und deshalb von Amerika und seinen Verbündeten angegriffen wurden.

Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass Russland, China oder der Iran – die drei Hauptzielländer, die die US-Regierung (seit 1945) versucht, zunächst zu isolieren, indem sie die Verbündeten des Ziellandes ausschaltet, und dann zu erobern und zu kontrollieren – tatsächlich selbst in Europa einmarschieren werden? Ist diese Wahrscheinlichkeit nahe Null? (Was würde einer von ihnen gewinnen, wenn er überhaupt versuchen würde, in Europa einzumarschieren? Wären sie wahrscheinlich dumm genug, es zu wollen?) Warum beteiligt sich Europa dann an den amerikanischen Aggressionen (Sanktionen, Putsche und Invasionen)? Das sind Aggressionen, die sogar in Europa selbst Probleme schaffen.

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Wenn Europa Stabilität will, warum verbündet es sich dann mit der Hauptursache seines eigenen Flüchtlingsstroms?

Und warum geben die Europäer Billionen von Euro aus, um für den Krieg zu rüsten und zu trainieren? Gegen welche möglichen Feinde? Gibt es welche? Ist das wirklich nur eine Masche für die Rüstungskonzerne und ihre Eigentümer – die Leute, die von Kriegen profitieren? Ist es, mit anderen Worten, eine Verschwendung, wenn nicht sogar ein Diebstahl (durch politische Korruption und Lobbyismus) – ein Diebstahl an der Öffentlichkeit, durch die Aktionäre dieser Hersteller von Bomben und anderen (im modernen Zeitalter) Massenvernichtungswaffen?

Ist Europa jetzt nur noch das Sahnehäubchen für die vielen Aggressionen der US-Regierung und ihrer Verbündeten? Wollen wir wirklich weiterhin mit Amerikas Putschen, Sanktionen und Invasionen verbündet sein? Was hat irgendeine dieser Aggressionen der USA und ihrer Verbündeten für Europa tatsächlich gebracht?

Um nur ein Beispiel dafür zu nennen: Jeder, der noch nicht über “Die amerikanische Invasion in Syrien” Bescheid weiß, sollte sich das ausgezeichnete und völlig korrekte 14-minütige Video ansehen, das diese seit zehn Jahren andauernde US-Invasion und militärische Besetzung zusammenfasst (über die ich viele Artikel geschrieben habe, z. B. hier). (Anm.d.Red.: Lesen Sie auch das Buch “Syrienkrieg – Der Fingerabdruck des Westens” von Marco Maier)

Das jüngste Beispiel für Amerikas Schaffung von Flüchtlingen, die zunehmend versuchen werden, in die EU zu kommen, ist der Libanon.

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Eine Analyse von Eric Zuesse

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3 Kommentare

  1. Die USA verzeichnen ja auch einen Zustrom von Migranten aus dem Süden, wie wir auch. – Nur scheinen die Ursachen und Anlässe andere als bei uns zu sein; aber die Gründe sind die Gleichen. Es ist die jeweils örtlich vorherrschende Not und gleichzeitig die Hoffnung, dass es andernorts besser sein würde.

    Wie verlogen und niederträchtig der westliche Heiligenschein ist, beweist gerade Dänemark indem sich die dortige Obrigkeit weigert Afghanen aufzunehmen, die vollkommen im ihrem dänischen NATO-Truppenkontingent integriert waren – mit Sold und sogar Uniform.

    Bleibt die bittere Erkenntnis, dass der König den Verrat liebt, aber nicht den Verräter.

    1. Hätten die Dänen diese Typen nicht aufgenommen, wären sie zu den Talibanen marschiert.
      Schauen nur auf Kohle, genau wie die BW-Soldaten und der ganze deutsche Schleim der dort arbeitete.

  2. Es ist wohl weniger Amerika an sich, sondern vielmehr diejenigen die es kontrollieren.
    Wenn man mal schaut, welche Institutionen, vor allem im Finanzsektor, von den “Auserwählten” gegründet und für ihre Zwecke gebraucht werden, wird das klar.
    IWF, Weltbank, FED, City of London, verschiedene Hedgefonds und natürlich die jeweiligen “nationalen” Banken weltweit.
    Dazu kommen noch die sonstigen NGOs und Lobbygruppen, die von ihnen finanziert werden, von den Medienimperien gar nicht zu reden.
    Ich denke mal, die haben sich die USA ausgewählt, weil es klar wurde, dass z.B. die Briten mit ihrem kleinen Inselstaat nicht das leisten können, was die USA mit ihren Ressourcen leisten können.
    Immerhin hatten sie sich, ganz offiziell, durch die Briten noch den Landstrich im Nahen Osten gesichert, um den es wirklich geht. Im Gegenzug traten die USA kurz darauf in den ersten WK ein.
    Zu den Afghanen, die für die NATO Truppen “gearbeitet” haben. Warum sollten die einen Anspruch auf Versorgung im Westen haben? Die wussten doch, auf was sie sich einließen und wurden auch entsprechend entlohnt. Vielleicht wissen die Dänen aber auch was sie sich für Gestalten ins Land holen würden und sagen deshalb “Nein, Danke!”?

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