Die Spannungen im Golf von Oman nehmen zu

Die jüngsten Ereignisse im Libanon, die Zusammenstöße an der Grenze zu Israel und der Austausch von Raketen, dürften für Beobachter in der Region keine Überraschung sein, vor allem vor dem Hintergrund der israelisch-iranischen Rhetorik. Es ist kein Zufall, dass der Angriff auf einen israelisch geführten Öltanker im Golf in den letzten Wochen, bei dem zwei Besatzungsmitglieder – ein Brite und ein Rumäne – getötet wurden, dem Iran angelastet wird. Niemand erwähnt, dass Teheran nicht nur jede Verwicklung bestritten hat, sondern dass eine direkte oder stellvertretende Verwicklung kontraproduktiv für die nationalen Interessen des Landes wäre.

Warum also jetzt, und warum finden diese Ereignisse gleichzeitig statt – was ist die wahre Motivation? Die sich überschneidenden Ereignisse gehen über die übliche Kriegsrhetorik und das geopolitische Säbelrasseln und Positionieren hinaus. Wie immer wird die Hisbollah als Hauptschuldiger angeführt – und dahinter steht der Iran, wobei Israel der Gute und der Iran der Böse ist, ähnlich wie in der Zeichentrickserie Weißer Spion gegen Schwarzen Spion!

Der Iran, die Hisbollah und Israel streiten sich wie zwei Hähne, die beweisen wollen, wer das Sagen im Hühnerstall hat. Der israelische Verteidigungsminister Benny Gantz behauptet, sein Land sei bereit, Maßnahmen gegen den Iran zu ergreifen, und nennt es “ein globales und regionales Problem”. Er zitiert angebliche “harte Beweise” dafür, dass der Iran hinter dem Angriff auf den Tanker steckt, ohne jedoch irgendetwas anzubieten, was als Beweis gelten könnte.

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Eine Analyse von Henry Kamens

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