“Vierte Welle” – Krankenhausgesellschaft, Intensivstationen & Panikmache

Wieder einmal wird wegen Covid-19 mit Framing gearbeitet. Dieses Mal von der Deutschen Krankenhausgesellschaft in Bezug auf die Intensivbetten.

Von Michael Steiner

Bereits seit Monaten ist es eigentlich allseits bekannt, dass die Sache mit Covid-19 und den Intensivstationen in Deutschland von Politik und Mainstreammedien massivst aufgebauscht wurde. Dies wurde beispielsweise von den Kollegen bei “Tichys Einblick” aufschlussreich dargelegt.

Unter anderem zeigen die verfügbaren Daten demnach, dass einerseits die allgemeine Lage in den Intensivstationen der deutschen Krankenhäuser nie wirklich kritisch war und andererseits, dass in Deutschland die Covid-Patienten interessanterweise doppelt so häufig auf Intensivstationen verlegt wurden wie im Rest des europäischen Auslands. Zurückgeführt wird dies dabei auch auf die privaten, gewinnorientierten Krankenhausbetreiber die sich auf das überwiegend staatliche Krankenkassensystem verlassen.

Das hält die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), bzw. deren Vorstandsvorsitzenden Dr. Gerald Gaß, nicht davon ab, mit der Belegung der Intensivstationen infolge einer “Vierten Welle” Schindluder zu treiben. Zwar warnt er einerseits vor einem Alarmismus” in Bezug auf einen erneuten Anstieg bei positiven Covid-Tests, doch andererseits spielt er (so funktioniert Framing) auf die Intensivbettenbelegung wegen Covid-19 an.

“Den Begriff ,Vierte Welle’ sehe ich kritisch. Das sorgt bei den Bürgern nur für die Angst, dass mit steigenden Fallzahlen die Intensivstationen wieder mit Covid-Patienten volllaufen – dank der Impfung wird das aber nicht der Fall sein”, sagte Gaß zu “Bild”.

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Er erwartet steigende Infektionszahlen im Herbst, “eine Gefahr für das Gesundheitssystem ist das aber nicht”. Infektionen, schweren Erkrankungen und Todesfällen hätten sich zunehmend entkoppelt. “Wir erwarten bei gleicher Inzidenz viel weniger Corona-Patienten in den Kliniken.”

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Eigentlich sollte Gaß es nämlich besser wissen und die Intensivbettenbelegung nicht mit ins Spiel bringen. Vor allem dann, wenn die Indizien – die Intensivbettenbelegung im Vergleich mit dem europäischen Ausland – darauf hindeuten, dass ein Teil der Covid-Patienten einerseits völlig unnötig in den Intensivstationen untergebracht wurde, sowie andererseits die öffentlichen Zahlen zeigen, dass trotz dessen keine allgemeine Überlastung in diesem Bereich vorhanden war.

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