Syrien: USA stehlen Getreide und Öl, bauen Militärbasen auf – Türkei mitschuldig an Kriegsverbrechen

Die Besatzer in Syrien plündern die ohnehin schon knappen natürlichen Ressourcen des vom Krieg arg gezeichneten Landes.

Von Rick Rozoff / Antikrieg

In der jüngsten der inzwischen regelmäßigen Meldungen zu diesem Thema liefert die Syrian Arab News Agency einen detaillierten Bericht über die amerikanischen Streitkräfte, die illegal einen Teil des Landes besetzen und weiterhin Getreide und Öl aus dem Land plündern.

Es wurde berichtet, dass 45 US-Fahrzeuge die Stadt Rmelan in der nordöstlichen Provinz Hasaka (dem Gouvernement al-Hasakah) verlassen haben, beladen mit gestohlenem Weizen und Öl, “parallel dazu brachten sie Ausrüstung und logistisches Material, um ihre Basen in der Provinz zu unterstützen.” Die Anzahl der Fahrzeuge, die Waffen und Nachschub zur Militärbasis brachten, wurde mit 27 angegeben.

Dieselbe Quelle merkt an, dass das US-Militär am 3. Juli 37 Tankwagen voll mit gestohlenem syrischem Öl und mehrere weitere Lastwagen und Kühlfahrzeuge aus der Region al-Jazeera durch den nicht genehmigten al-Walid-Übergang transportierte, der von den Vereinigten Staaten von Amerika benutzt wird, um Getreide und Öl in den Irak zu schmuggeln. Normalerweise werden solche Konvois von gepanzerten Fahrzeugen eskortiert.

Das Pentagon unterhält in Syrien völkerrechtswidrig schätzungsweise 900 Soldaten, viele von ihnen auf einem Stützpunkt, der als Fort Conoco bezeichnet wird.

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Washingtons NATO-Verbündeter Türkei leitet unterdessen weiterhin Wasser aus den Flüssen Euphrat und Tigris ab – und entzieht damit den Syrern Trinkwasser und Wasser für die Bewässerung, einer Bevölkerung, die bereits seit fast einem Jahr von einer Dürre geplagt wird.

Die Syrian Arab News Agency berichtete am 3. Juli, dass über eine Million Menschen in Hasaka (man beachte die Überschneidung von amerikanischen und türkischen Aktionen) unter Trinkwassermangel leiden, weil die Türkei und ihre Söldnerverbündeten die Versorgung des Gouvernements unterbrochen haben.

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Nach der Eroberung der Stadt Ras al-Ayn beschlagnahmten türkische Truppen die Wasserstation von Allouk und stellten die Wasserversorgung der Stadt Hasaka und Dutzender umliegender Städte und Dörfer vollständig ein. Diese groben Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht gehen weiter unter dem Schweigen internationaler Organisationen und Gremien gegenüber einem Kriegsverbrechen, wie es in den internationalen Konventionen beschrieben ist.”

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5 Kommentare

  1. Dabei vergesst auch nicht, dass die Ukraine die Kornkammer Rüsslands war/ist bzw. Äuropas – die haben sie sich m. E. auch bereits mittels des Meidan unter den Nagel gerissen – vermütlich auch Monsänto und Co..

    1. Die Ukraine und die heutigen Anrainerstaten des schwarzen Meeres waren schon im Habsburgerreich die Kornkammer und die Lieferanten der Südfrüchte.

  2. Damals wanderte von Äuropa aus auch vor allem eine gewisse Klientel in die VSA aus. – Das waren auch nicht gerade die besten Menschen, wie mal eine inzwischen verstorbene Omma zu mir sagte.

    Diese Leute haben meistens eine kröminelle egomanische Tendenz und diese setzte sich dann m. E. in den VSA fort – wird von Generation zu Generation weitervererbt, weitergegeben und das ist m. E. die dortige Klientel von diesem Geist/Charakter.

    Umgekehrt sehen wir es ja auch, was für eine Klientel jetzt hierher strebt – das sind m. E. auch mehrheitlich nicht die ehrlichen, fleissigen, anständigen Leute, die normalerweise in ihren eigenen Ländern ehrlich und fleissig leben und dort bleiben.

    Wenn Grenzen aufgemacht werden, kommen m. E. zu allererst die Glücksritter, die Verbröcher, die Möfiö und Eroberer sind auch nicht gerade die nettesten Menschen und waren es nie. – Diese Charaktere be-herr-schen dann die eroberten Länder, wodurch sich ihr mieser Charakter eben nicht ändert – m. E.. – So werden die eröberten Länder von den Menschen dieses Charakters geprägt und es setzt sich fort, weil diese Klientel sich ja dort als Herr-scher vermöhrt.

    Das ist das Problem und wir sehen auch hier zunehmend die Veränderung unserer Gesellschaft dadurch. – Und da diese Klientel eben schlichtweg auch mehrheitlich sich mit brütaler Gewölt durchsetzt, traut sich auch die heimische Bevülkerung kaum noch, gegen deren brütaler Übermacht anzugehen.

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