Bill Gates war öfter Gast bei Epstein

Die Beziehungen zwischen Bill Gates und Jeffrey Epstein waren wohl doch enger als es der Microsoft-Mitbegründer zugeben will.

Von Redaktion

Microsoft-Mitbegründer Bill Gates hat verzweifelt versucht, sich vom verstorbenen Finanzier Jeffrey Epstein zu distanzieren. Er behauptet, dass sie trotz Meetings bei zahlreichen Gelegenheiten bei denen sie über Philanthropie sprachen nie ein Geschäft zusammen machten. Die Treffen fanden statt, nachdem Epstein bereits als Sexualstraftäter verurteilt worden war.

Der in Ungnade gefallene Finanzier Jeffrey Epstein begrüßte Bill Gates in seinem Haus in Manhattan mindestens drei Mal in den frühen 2010er Jahren, so ein bald publiziertes Buch von der investigativen Journalistin Julie Brown des Miami Herald.

In “Perversion of Justice: The Jeffrey Epstein Story” schreibt sie, dass der Microsoft-Mitbegründer während einer der Besuche mit Epstein bis sehr spät in die Nacht bliebt, als der Bankier versuchte, einen Deal mit der Bill & Melinda Gates Foundation zu sichern, um ihnen zu helfen, mehr Mittel zu bekommen.

“Andere, die für Gates’ Stiftung arbeiteten, besuchten Epsteins Villa ebenfalls mehrmals, und Epstein sprach sowohl mit Bill als auch mit Melinda Gates über einen vorgeschlagenen Wohltätigkeitsfonds, der beträchtliche Gebühren für Epstein generieren könnte”, heißt es in dem Auszug, der von Fox Business zitiert wird.

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“Epstein hoffte, Spenden von einigen seiner wohlhabenden Freunde als Teil des Vorhabens zu gewinnen, das mit Geldern der Gates Foundation gespeist wurde und für globale Gesundheitszwecke verwendet werden sollte.

Das Buch fügt auch hinzu, dass Gates Epsteins Privatjet im Jahr 2013 bestiegen hat, um nach Palm Beach, Florida zu fliegen, wo er eine Villa besaß, die im Epizentrum des laufenden Sexhandelsskandals stand, für den seine Ex-Freundin, Ghislaine Maxwell, auf Spur wartet.

Der Bericht der New York Times enthüllte zuvor ähnliche Details über die beiden einflussreichen Männer, einschließlich ihrer mehrfachen Treffen, und behauptete, dass sie sich zum ersten Mal am Abend des 31. Januar 2011 in Epsteins Stadthaus in der New Yorker Upper East Side von Angesicht zu Angesicht trafen. Zu der Zeit war Epstein bereits ein registrierter Sexualstraftäter.

Im Juli 2019 wurde Epstein erneut verhaftet und wegen Sexhandels mit Minderjährigen in Florida und New York angeklagt. Allerdings starb er im August 2019 in einer Gefängniszelle vor der Verhandlung – sein Tod wurde trotz verdächtiger Umstände als Selbstmord eingestuft.

Nachdem die Zeitung Epsteins Verbindungen untersucht hatte, erklärte Gates gegenüber dem “Wall Street Journal” schnell, dass er “keine geschäftliche Beziehung oder Freundschaft” mit dem Finanzier habe. Der Microsoft-Milliardär sagte auch, er sei “nicht nach New Mexico oder Florida oder Palm Beach oder so etwas gegangen.”

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Ein Kommentar

  1. Wer mit solchen schrägen Figuren verkehrt, wird unschwer aus der Sache heraus kommen, insbesondere wenn es sich nicht um Einmaligkeiten handelte und zumindest zwei davon in kompromitierender Aufmachung entdeckt wurden, der eine auf einem Bild in Frauenkleidung in einer seiner Wohnungen, der andere auf einem Foto mit einer späteren Klägerin.

    Hinzu kommt noch die unrühmliche Rolle seiner Wegbegleiterin die ja von vielen verklagt wurde und nun in Untersuchungshaft sitzt und wer sich in diesem Milleu aufgehalten hat wird es schwer haben, sich da freizuschwimmen, zumal ja auch noch die eigene Ehefrau noch als letzte Konsequenz die Scheidung eingereicht hat, weil ihr manches vermutlich zuviel wurde.

    Nun sind ja Besuche nicht unbedingt als letzter Beweis anzusehen, aber auszuschließen kann man generell auch nichts und in dieser Gemengenlage dürfte es reichlich schwer sein, sich davon frei zu machen, denn die Leute sind ja auch nicht blöd und wissen aus ihrem eigenen Leben, wie man in Situationen hineinstolpern kann und wer da nicht sofort einen klaren Schnitt einleitet, wird wohl oder übel Dreck abbekommen und ein ehemaliger Präsident hat sich sofort von diesem Typen distanziert und dem Protagonisten Hausverbot erteilt und jegliche Beziehung abgebrochen, was unbedingt notwendig war um nicht selbst von diesem Strudel der menschlichen Verirrungen erfaßt zu werden.

    Das ist eine Frage der persönlichen Kultur, denn man kann von niemand verlangen, daß er gleich alles durchschauen muß, aber wenn dann Erkenntnisse vorliegen, sollte man sofort handeln, bevor man in eine solche Situation kommt, die nun das eigene Image schwer beschädigt hat.

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