Trump will Amerika vor Biden und Russland “retten”

Donald Trump teilt in einer Tour durch das Lad ordentlich gegen Joe Biden aus und will die USA vor ihm und Russland retten.

Von Redaktion

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hat eine Tour durch die US-Bundesstaaten begonnen, die einem Wahlkampf ähnelt. Allerdings ist bisher unklar, welches politische Amt der republikanische Politiker ins Visier nimmt: Vielleicht versucht er, seinen Anhängern zu einem Erfolg bei den Kommunalwahlen oder den für nächstes Jahr geplanten Kongresswahlen zu verhelfen, schreibt die “Nesawissimaja Gaseta”.

Möglicherweise hofft Trump auch darauf, dass US-Präsident Joe Biden das Weiße Haus noch vor dem Ende seiner Amtszeit verlässt. Inzwischen ist Trump zum Hauptkritiker Russlands in den USA geworden.

Während seiner Tournee hat Trump Bidens Einwanderungspolitik, die zu einem nie dagewesenen Zustrom illegaler Migranten führte, als einen seiner Fehler genannt. Er kritisierte auch die Politik des amtierenden Präsidenten gegenüber China und Russland.

In seiner Rede auf einer der Kundgebungen warf Trump Biden vor, die Sanktionen gegen Nord Stream 2 auszusetzen und gleichzeitig das Keystone-XL-Pipeline-Projekt zwischen Kanada und den USA einzufrieren. Nach Trumps Ansicht zerstört das derzeitige Team im Weißen Haus die Energiesphäre der USA und fördert stattdessen die Entwicklung seines Konkurrenten.

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Wladimir Wasiljew, Senior Research Fellow am Institut für US-amerikanische und kanadische Studien an der Russischen Akademie der Wissenschaften, erklärte gegenüber der Nesawissimaja Gaseta, dass Trumps Tournee nicht nur “ein Versuch des Trolling” sei. Seiner Meinung nach beginnt der ehemalige Präsident, seinen Gegnern Schläge zu versetzen. “Trump ist im Moment an drei Fronten auf dem Vormarsch. Er beeinflusst die Führung der republikanischen Partei, die lokalen Regierungsgremien und das, was in den USA manchmal der tiefe Staat genannt wird – die Washingtoner Bürokratie, die Strafverfolgung, das Militär”, sagte der Experte.

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Der Forscher merkte an, dass Trump mit seiner Tournee demonstrieren will, dass es in den USA ein “duales Machtsystem” gibt, das zeigt, dass es einen nominellen und einen realen Präsidenten gibt, der von der Hälfte des Landes als Staatsoberhaupt angesehen wird. Unterdessen werden andere potenzielle Kandidaten für die Präsidentschaftswahl 2024 ausgeblendet: “Das Establishment der Partei und ihre regulären Mitglieder sind über die Tatsache informiert, dass es Trump gibt und dann gibt es den Rest von ihnen”, sagte Vasiliev.

Der Experte merkte jedoch an, dass das nächste Ziel des ehemaligen Präsidenten wahrscheinlich der Kongress und nicht das Weiße Haus sein wird. Trump will bei den Zwischenwahlen 2022 in den Kongress gewählt werden und um den Posten des Sprechers kämpfen, was eine gute Grundlage für seine Rückkehr ins Präsidentenamt sein wird.

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12 Kommentare

  1. “In seiner Rede auf einer der Kundgebungen warf Trump Biden vor, die Sanktionen gegen Nord Stream 2 auszusetzen…”

    Also in dem Punkt gehe ich mit Trümp nicht konform. – Diese Sanktionen gegen North Stream 2 gehören nicht nur ausgesetzt, sondern grundsätzlich beendet – m. E..

    1. Klar gehören sie das, komplett beendet.
      Zumindest nach unserer Sicht der Dinge, der Präsident der vereinigten Staaten hat da aber sicherlich eine ganz andere Sicht der Dinge…. Man darf nicht vergessen die Dinge aus zumindest zwei Perspektiven zu sehen, nicht wahr?

  2. Ich glaube eher nicht das Trump sich in den Kongress wählen lassen wird, dort ist er an gewisse Konventionen gebunden und so etwas liegt ihm nicht.
    Als freier Mann kann er besser agieren und besser austeilen, er war bereits Präsident der vereinigten Staaten, sein Wort hat Gewicht, er weiß wovon er redet wenn er Jo Biden kritisiert Und das ist alles was er braucht, außer dass er sich natürlich auch noch bis 24 im Gespräch halten muss. Wenn er nichts macht wird er in der Versenkung verschwinden vergessen zu schnell, also muss er sich natürlich an der Öffentlichkeit halten.
    Andere Posten als der Präsident interessieren ihn nicht weil er dort nichts ausrichten kann, das hat er auch bereits gezeigt als er den Vorsitz der GOP abgelehnt hat.

    Und das ist auch gut so, er war der wahrscheinlich beste und herrlichste Präsident den die Staaten jemals gehabt haben, mit Ausnahme von Ronald Reagan vielleicht aber das waren andere Zeiten, er hat den Fehler gemacht beim ersten Mal nicht richtig durchzugreifen aber auch so war der Schaden den er angerichtet hat für den tiefen Staat bereits spektakulär.

    Ich freue mich jedenfalls auf die zweite Runde 🙂

  3. Interessant, ich habe gerade eine Antwort für LIZZIE gepostet und einen eigenen Kommentar, sie waren für 10 Minuten in der Moderation und jetzt sind sie verschwunden. Beide waren absolut unkritisch und enthielten nichts was in irgend einer Form gefiltert oder zensiert werden sollte könnte müsste dürfte … Was ist los mit euch beim contra Magazin?

    1. Private Medien dürfen zensieren. Es gibt keinen Rechts-Anspruch auf Veröffentlichung.

      Die GEZ darf nicht zensieren. Wenn man sich da beschwert, liegt man richtig.

      1. Wir zensieren üblicherweise nicht. Sofern man sich zivilisiert ausdrückt und nicht zu problematischen Seiten verweist, gibts da keine Probleme. 🙂
        Wir mussten nur die Kommentarfunktion unter Moderation stellen, weil da leider einige Trolle es massivst übertrieben haben und es einfach nicht mehr anders ging.

  4. Yo, Moderator, würde es dir etwas ausmachen mir wenigstens mal an meine E-Mail-Adresse zu schreiben warum meine Kommentare einfach so gelöscht werden? Ich muss ja anscheinend irgendetwas falsch gemacht haben, bin mir aber keiner Schuld bewusst, es ist ja wohl das mindeste mal eine Antwort zu bekommen.

    Oder muss ich mich mit anderer E-Mail anmelden? Kann ich natürlich auch machen, wenn ihr wollt das Menschen lügen weil ihr zensiert?

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