Herbstwahlen: Deutscher Feldzug gegen Telegram

Der russische Messengerdienst Telegram steht im Fokus der deutschen Justiz, weil er nicht zensiert werden kann wie Facebook, Twitter & Co.

Von Michael Steiner

Die Angst der Regierenden in Deutschland vor dem russischen Messengerdienst Telegram ist ausgeprägt. Neben der üblichen Russophobie in der transatlantisch geprägten deutschen Politik liegen wegen den Wahlen im Herbst auch die Nerven blank. Denn klar ist: Für die Herrschenden gelten freie, unzensierte Nachrichten als Gefahr.

Dies liegt auch daran, dass man die Deutungshoheit über die allgemeinen politischen und gesellschaftlichen Narrative den willfährigen Mainstreammedien überlassen will. Was nicht in das Schema passt, wird mit dem Label “Fake News” versehen.

Wie RT berichtet will die deutsche Justiz den Messengerdienst nun auf (die politisch korrekte) Linie bringen:

Das deutsche Justizministerium fordert angeblich, dass sich die Messaging-App Telegram für die Strafverfolgung öffnet und eine Millionenstrafe zahlt. Die Nachricht kommt, nachdem eine Eliteeinheit der Polizei wegen Chats extremistischer Gruppen aufgelöst wurde.

Loading...

Jeden Monat nutzen mehr als 500 Millionen sicherheitsbewusste Smartphone-Besitzer Telegram. Die App verschlüsselt alle Chats und Anrufe, und der in Russland geborene Gründer Pavel Durov hat sich nicht auf die Zensur oder die Zusammenarbeit mit den Strafverfolgungsbehörden eingelassen, wie es seine Konkurrenten im Silicon Valley, Mark Zuckerberg von Facebook/WhatsApp und Jack Dorsey von Twitter, tun.

Und genau das ist der Haken. Wie der “Spiegel” berichtet, bereitet die deutsche Justiz nun ein Bußgeld-Verfahren gegen Telegram vor, weil das Unternehmen keinen Ansprechpartner für die deutschen Strafverfolgungsbehörden benannt hat. 50 Millionen Euro an Strafe drohen, sowie eine Sperre des Dienstes in Deutschland, sollte sich das nicht ändern.

Lesen Sie auch:  Aufräumen nach der großen Flut - Politikversagen auf ganzer Linie – keine Vorwarnung - Verhöhnung der Opfer – Behinderung der privaten Helfer

 

Teilen Sie diesen Artikel:

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: redaktion@contra-magazin.com nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.