Grüner Realitätsverlust in Sachen Baerbock

Die Parteispitzen der Grünen ignorieren die Skandale rund um Kanzlerkandidatin Baerbock und hoffen darauf, dass die Wähler ein Kurzzeitgedächtnis haben.

Von Michael Steiner

Der Bundesvorsitzende von Bündnis 90/ Die Grünen, Robert Habeck, sieht seine Partei nach der Rede von Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock gestärkt für den Wahlkampf, trotz zuletzt sinkender Umfragewerte. “Wir sind von einem sehr hohen Niveau bei den Umfragezahlen runter gekommen, aber das kann der Parteitag auffangen und brechen”, sagt Habeck bei phoenix am Rande der digitalen Bundesdelegiertenkonferenz in Berlin.

Er habe “eine souveräne Frau gesehen, die eine souveräne Rede gehalten hat.” Die Partei habe ein ambitioniertes, ehrgeiziges und progressives Programm, mit Antworten auf die Herausforderungen der Zeit. “Ich sage nicht, dass wir alles richtig machen, dass wir alles besser wissen, aber wir versuchen, Antworten zu geben, die konsistent sind, die den Zielen auch Maßnahmen an die Seite stellen”, so Habeck.

Der Grünenvorsitzende erklärte, er wolle nicht in Abrede stellen, dass die vergangenen Wochen für seine Partei sehr turbulent gewesen seien, dennoch hätte diese Zeit auch gezeigt, dass im Wahlkampf noch viel passieren könne. “Wir haben noch einige Monate vor der Nase und es gibt keine Garantie, dass jetzt alles so bleibt. Morgen ist was Anderes dran, morgen ist der nächste Skandal da, dann aber hoffentlich nicht bei uns”, so Robert Habeck.

Göring-Eckardt: “Der Laden steht und will jetzt endlich regieren”

Die Vorsitzende der Grünen Bundestagsfraktion, Katrin Göring-Eckardt, sieht ihre Partei gut gerüstet, das Land “so zu verändern, wie es jetzt notwendig ist”. “Der Laden steht und will jetzt endlich regieren”, sagt Göring-Eckardt am Rande der digitalen Bundesdelegiertenkonferenz in Berlin.

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Im Wahlkampf komme es genau darauf an, was der Parteitag heute gezeigt habe: “Eine kämpferische Kanzlerkandidatin, aber auch eine Partei, die hinter ihr steht.” Genauso wichtig sei den Grünen aber auch, zu zeigen, “das machen wir nicht alleine, das machen wir in Bündnissen”, so Göring-Eckardt.

“Wir haben Gastreden von Menschen hier gehabt, die Veränderungen mittragen wollen”, erklärt die Fraktionsvorsitzende. Verschiedene gesellschaftliche Gruppen seien ebenso vertreten gewesen, wie Gewerkschaften oder Vertreter der Wirtschaft. “Wir müssen nun beweisen, dass diese Bündnisse funktionieren können”, so Göring-Eckardt.

Baerbock – ein Schuss ins eigene Knie?

Allerdings stellt sich die Frage, ob Annalena Baerbock tatsächlich die beste Wahl als Kanzlerkandidatin der Grünen ist. Nicht nur, dass ihr Lebenslauf offenbar voller Fehler und Falschangaben (die teils nachträglich geändert bzw. gelöscht wurden) ist, auch hat scheinbar jemand anderes mit ihrem Doktor-Thema promoviert.

Für die Grünen ist Baerbock wohl ein Schuss ins eigene Knie. Mit Robert Habeck als Kanzlerkandidaten wären sie wahrscheinlich besser dran. Aber das kommt davon, wenn man unbedingt die Feministen-Karte ziehen will, selbst wenn das vermeintliche As nur eine 2 ist. Aber das interessiert eingefleischte Grün-Wähler wahrscheinlich ohnehin nicht.

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11 Kommentare

    1. @gerifreki

      Lol. – So isses auch m. E.. – Da schüßt offenbar die Bärin einen Bock nach dem anderen.

      Was man will und was man bekommt kann durchaus zweierlei sein. – Und nur, weil der Laden steht, heißt das noch lange nicht, dass er ein gutes Angebot hat und läuft wie der/die Ladeninhaberin will. – Das Angebot von Giftgrönröt sieht mir eher faul und verschimmelt aus und obendrein offenbar höchst giftig. 😉

  1. Narretiv
    Bis vor nicht allzu langer Zeit war dieses wohlhlingende Wort noch fast in unserer so genannten
    “Eliten” Munde. Und zwar solange bis ihnen wohl aufging was dieses Wort bedeutet. Nämlich
    “Wahre Geschichten”. wo sie es doch, zum großen Teil, mit der Wahrheit nicht so ganz genau nehmen.
    Die meiste Zeit ihres Wirkens verbringen sie damit ihre Lügenmärchen zu rechtfertigen und dann
    als eine schlampige Tat zu verniedlichen. Von Unrechtsbewustsein lassen sie nichts durchblicken.
    Annalena Bärbock lässt grüßen!
    Durch Bärenaufbinden will sie die Wähler motivieren, sie die “Grüne”, für sich zu gewinnen.
    Sie hat aber noch nicht gemerkt, dass sie dabei den Bock zum Gärtner kürt.
    Dabei hoffe ich inständig, dass sie das polisch nicht übersteht.

    Viel Grüße
    Horst

  2. Rein in die Kartoffeln, raus aus die Kartoffeln – die Grünen waren die Globalisierungstreiber. Ich meine, woher kommen die 1,5 Millionen km LKW-Stau, der sich Jahr für Jahr durch Deutschland quält, die Straßen ruiniert, unsere Umwelt volllärmt und mit Diesel verpestet? Diesel wird sogar noch subventioniert.

    Und schließlich liegen die LKWs allen Autofahrern auf der Tasche. Ein 80 Tonner macht die Straßen so kaputt wie 80.000 PKWs. Nach dem Verursacherprinzip, und für den Straßenbau ist die Mineralölsteuer gedacht, müßte der LKW für einen Liter Spritt 80.000 mal so viel an Mineralösteuer bezahlen wie der PKW.
    Und dann kommen die Grünen und wollen die Mineralösteuer auf 5 Euro anheben? Die Transprotunternehmen schweigen, klar, warum schweigt der ADAC?

    Die Staulänge ergibt sich auch und vor allem durch den Onlinehandel. Hier werden digitale Träume verboten subventioniert. Das Buch aus dem Netz wäre unbezahlbar, wäre die Mineralösteuer gerecht.

    1. @Statist

      Es sind vorwiegend ausländische LKW, für die Doitschland nur ein Transitland ist, durch das sie von Norden nach Süden fahren und von Süden nach Norden, weil Doitschland nunmal dazwischen liegt. – Diese sind hauptverantwortlich für die Beschädigung der Straßen und sollten zur Kasse gebeten werden und zwar nicht zu knapp.

  3. Welche Typen bekommen aur Grund ihrer akademischen Lügen Gehälter, und Funktionen, Positionen in Parteien. Siehe scharade , Giffey , Guttenberg. Der ganze Dreck mit gefällschten Titeln befindet sich im Bundestag.
    Alles Betrüger

    1. @ketzerwillli

      Wie dumm darf ein Mann sein? – Ich bin ganz gewiss kein Fan von Bär Böck, aber es gibt genauso dumme Männer wie dumme Frauen und kluge Frauen wie kluge Männer.

      Immer diese pauschale Diskreditierung von Frauen ist völlig daneben.

      1. Das was wir momentan an dummen Megären aufgezwungen bekommen läßt an der Realität einer politikfähigen bzw. führung eloquenten Frau schwer zweifeln. In der Geschichte haben immer Männer am Rad gedreht, Frauen habens verrissen, da deren Wahrnehmungen aus Emotionen bestehen die eigentlich für die Geburt einens Kindes vorgesehen sind mehr nicht. Natur puralles geregelt …, deswegen ist der Mann auch nicht für eine Geburt vorgesehen sondern hat andere spezifische Parts .

    2. Jedenfalls ist belegt, dass Manager gerne ihre Sekretärin heiraten. Lieber zumindest als eine Managerin. Was bleibt über? Dumme Männer und intelligente Frauen.

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