Frankreich: Wahlniederlage für Le Pens RN

Der Rassemblement National (RN), die Partei von Marine Le Pen, musste bei den Regionalwahlen in Frankreich deutliche Stimmenverluste hinnehmen.

Von Michael Steiner

Marine Le Pen, Vorsitzende der französischen Rechtspartei Rassemblement National (RN), Nachfolgerin des Front National (FN), sieht sich bei den Regionalwahlen in Frankreich mit einer Wahlniederlage konfrontiert. Laut dem TV-Sender France 2, welcher sich auf erste Hochrechnungen beruft, kommt der RN auf lediglich 19 Prozent der Stimmen und landet damit hinter dem bürgerlich-konservativen Lager (27 Prozent) auf Platz 2.

Vor sechs Jahren wurde Le Pens Partei mit 27,7 Prozent der Stimmen noch stärkste Partei bei den Regionalwahlen in Frankreich. Diesmal sieht die Partei Chancen, im Gebiet Provence-Alpes-Côte-d’Azur erstmals in einer Region die Mehrheit zu stellen. RN-Chefin Le Pen machte die extrem niedrige Wahlbeteiligung für das Abschneiden verantwortlich und sprach demnach von einem “staatsbürgerlichen Desaster”.

Laut den Hochrechnungen kommen die Sozialisten auf 18 Prozent der Stimmen und holen sich auch zusammen mit den Bürgerlichen in den meisten Regionen die Position des Regionalpräsidenten. Die Grünen kommen demnach auf 13 Prozent und liegen damit noch vor Macrons Partei LREM, die zusammen mit anderen liberalen Parteien auf rund elf Prozent der Stimmen kam.

Allerdings lag die Wahlbeteiligung laut bisherigen Angaben bei nur 31 bis 34 Prozent und erreichte somit ein historisches Tief. Damit dürfte klar sein, dass die Mehrheit der Franzosen ihr Vertrauen in die Politik allgemein verloren hat.

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Interessant ist allerdings der Umstand, dass gerade die Parteien Macrons und Le Pens so schlecht abgeschnitten haben, zumal frühere Umfragen auf ein Duell zwischen den beiden bei der Präsidentschaftswahl vorhersagten.

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2 Kommentare

  1. Hm – das bürgerlich-konservative Lager auf Platz 1 – scheint jedenfalls keine giftgrönröte Mischung zu sein, sondern eher mitte-konservativ.

    Das klingt ja erstmal recht gut und wenn Le Pen auf dem 2. Platz ist – was steht einer Koalition dieser beiden Porteien entgegen? – Besser als Giftgrönröt das Feld zu überlassen.

    Auch den Franzosen kann ich nur sagen: Nichtwählen heißt Giftgrönröt und damit auch den Untergang von La France zu wählen – m. E..

    Denn die gesamte l.nke Klientel incl. der von dieser profitierenden w.hlberechtigten Mügrüntenklientel geht wöhlen.

    Es ist in der gesamten EU so – wer sein Land retten will bzw. von dem sich niemals bewährt habenden und offenbar nicht lernen wollenden oder auch könnenden S.zialismus/K.mmunismus und der islömischen Eröberung retten will, sollte wählen gehen und auf-recht die konservative Mitte wählen, denn für die L.nken ist alles rääächts, was nicht l.nks ist. – Die Mitte ist für die auch rääächts – das war und ist das ideologisch verbrämte Problem der L.nken – m. E..

  2. Le Pen wird seit kurzem im internen Politgeschwurbel als U Boot verstanden, ähnlich der AFD. Die Franzosen sind da prakmatischer und lernfähig, schalten somit eventuelle Unterwanderungen aus. Mittlerweile kann man keiner Partei vertrauen.

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