US-Schiff feuert 30 Warnschüsse ab, nachdem sich 13 iranische IRGC-Boote der Flotte nähern

In der Straße von Hormuz kam es zu einem ernsten Zwischenfall zwischen amerikanischen Kriegsschiffen und iranischen Schnellbooten.

Von Redaktion

Eine seltene direkte “Live-Feuer”-Begegnung fand Montag in der Straße von Hormuz zwischen iranischen Schnellangriff-Booten und US-Marine-Kriegsschiffen statt. Die iranischen Schiffe kamen bei dem Vorfall in der wichtigen Wasserstraße vor der iranischen Küste mehreren US-Schiffen gefährlich nahe.

Die IRGC-Schnellboote fuhren erst ab, nachdem etwa 30 Warnschüsse von einem Schiff der US-Küstenwache abgefeuert worden waren, das die Marinegruppe eskortiert hatte, zu der bis zu sechs Schiffe der US Navy und das Lenkwaffen-U-Boot USS Georgia gehörten.

“Eine große Gruppe von Schnellbooten des iranischen Korps der Islamischen Revolutionsgarden Marine, auch bekannt als die IRGCN, haben unsicher und unprofessionell Manöver durchgeführt und versäumt, gebührende Rücksicht auf die Sicherheit der US-Streitkräfte zu üben”, so Pentagon-Pressesprecher John Kirby in einer Erklärung.

Der Vorfall involvierte Berichten zufolge bis zu 13 iranische Schnellboote, die sich der US-Gruppe mit hoher Geschwindigkeit näherten und an einem Punkt bis auf rund 140 Meter an die amerikanischen Schiffe herankamen.

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Kirby hatte beschrieben, dass es ungewöhnlich war, wie viele IRGC-Boote daran beteiligt waren. Es sagte, dass es “sicherlich mehr” waren, “als wir in der jüngsten Vergangenheit gesehen haben”. Er nannte es einen “signifikanten” Vorfall und bemerkte auch, dass dies an einem “internationalen Wasserstraßen-Engpass” passiert sei.

Die Erklärung des Pentagons führte weiter aus: “Die Boote näherten sich der US-Formation mit hoher Geschwindigkeit und kamen bis auf 150 Yards heran. Nachdem sie alle angemessenen und etablierten Prozeduren befolgt hatten, die Schiffshörner, Funkübertragungen von Brücke zu Brücke und andere Möglichkeiten der Kommunikation beinhalteten, feuerte US Coast Guard Cutter Maui (WPB-1304) etwa 30 Warnschüsse aus einem 50-Kaliber-Maschinengewehr ab. Nach der zweiten Runde von Warnschüssen brachen die 13 schnellen Angriffsboote der IRGCN den Kontakt ab.”

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Berichten zufolge brauchte es zwei Wellen von Warnschüssen aus einem .50-Kaliber-Maschinengewehr des Patrouillenschiffs der Küstenwache, bevor die Iraner den Kontakt abbrachen.

Allerdings sollte an sich schon fragen: Was macht ein Schiff der US-Küstenwache in der Straße von Hormuz? Bekanntlich liegt die US-Küste doch ein paar Tausend Kilometer weit entfernt.

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Ein Kommentar

  1. Der Iran verschafft dem selbsternannten Weltgendarmen USA ein feeling, das beim MIK eigentlich Erinnerungen an Vietnam entstehen lassen müsste.

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