Ukraine bestätigt Aufstockung der US-Militärhilfe

Es gab auch eine Einladung an Biden und Harris während Blinkens Besuch in der Ukraine.

Von Rick Rozoff / Antikrieg

Der ukrainische Präsident Volodymyr Zelensky und US-Außenminister Antony Blinken hielten eine Pressekonferenz nach einem Treffen der beiden, dem ukrainischen Premierminister und Außenminister und der Unterstaatssekretärin für politische Angelegenheiten Victoria Nuland früher am Tag.

Während er einräumte, dass es zu früh sei, um die Angelegenheit im Detail zu besprechen, sagte Zelensky, dass “wenn man von der militärischen Unterstützung und der finanziellen Unterstützung und der technischen Hilfe spricht, die von den USA für die Ukraine kommt, diese in der Tat stattfindet.”

“Sie entfaltet sich”, fügte er hinzu und bedankte sich bei beiden Häusern des US-Kongresses und bei Demokraten und Republikanern gleichermaßen für die Erhöhung der Militärhilfe für seine Nation. Anfang dieses Jahres haben die USA 125 Millionen Dollar an Verteidigungshilfe für Kiew bereitgestellt, und derzeit arbeitet der US-Senat an einem Gesetzentwurf, der weitere 300 Millionen Dollar vorsieht.

Zelensky bestätigte auch, dass er Einladungen an Präsident Joe Biden und Vizepräsidentin Kamala Harris ausgesprochen hat, die Ukraine in diesem Jahr anlässlich des 30. Jahrestags der Unabhängigkeit zu besuchen. Blinken bedankte sich für die Einladung und sagte, er werde sie an Biden weiterleiten, wenn er nach Washington zurückkehrt. Der Präsident, so war er sich sicher, würde die Chance begrüßen, in ein Land zurückzukehren, “in dem er in der Vergangenheit viel Zeit verbracht hat.”

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Der ukrainische Staatschef sagte auch, er und der US-Außenminister hätten Sicherheitsfragen im Schwarzen Meer und im Asowschen Meer besprochen, und “und wir können uns dort einige gemeinsame Aktionen vorstellen.” In beiden Fällen spielt er auf die Rivalität mit Russland an; im Fall des Asowschen Meeres und der Straße von Kertsch, die es mit dem Schwarzen Meer verbindet, ist die Kontrolle der Meerenge seit Jahren ein Zankapfel zwischen Kiew und Moskau, wobei es 2018 zu einem offenen Zusammenstoß zwischen den beiden Nationen kam.

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Blinken bot mit diesen unverblümten Worten eine eindeutige Bestätigung der ukrainischen Position und eine ebenso eindeutige Zusage der Unterstützung:

“Lassen Sie mich auch sagen, dass wir einige Zeit damit verbracht haben, über die Bedrohung zu sprechen, die Russland weiterhin für die Ukraine darstellt. Wir haben dies sehr, sehr genau und sehr, sehr sorgfältig beobachtet. Wir sind stolz darauf, die Ukraine angesichts der jahrelangen russischen Aggression und des Drucks unterstützt zu haben, von der Invasion der Krim bis zu den Feindseligkeiten im Donbas. Und natürlich wurde die Ukraine erst vor wenigen Wochen in diesem Frühjahr erneut auf die Probe gestellt, als Russland mehr Kräfte an die Grenze der Ukraine verlegte als jemals zuvor seit 2014, als es einmarschierte. Und ich kann Ihnen sagen, Mr. President, dass wir fest an Ihrer Seite stehen. Die Partner tun das auch. Ich habe das Gleiche gehört, als ich vor ein paar Wochen bei der NATO war. Und wir erwarten von Russland, dass es seine rücksichtslosen und aggressiven Aktionen einstellt.”

Blinken sagte auch, Washington konzentrierte sich auf den Ukraine-Russland-Konflikt mit Verbündeten und Partnern, und dass die oben genannten Anklage der russischen Aktionen “Gegenstand einer ausführlichen Diskussion bei den jüngsten NATO-Treffen war, wie auch bei den Treffen der G7 gerade in den letzten zwei Tagen.”

In der ukrainischen Presse war auch die Rede davon, dass Zelensky im Juni am NATO-Gipfel in Brüssel teilnehmen wird. Zelensky im NATO-Hauptquartier und Biden in der Ukraine würden eine ebenso deutliche Botschaft der Konfrontation an Russland senden, wie es jede Aktion könnte.

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Ein Kommentar

  1. Manche können es kaum erwarten etwas früher in den Himmel zu kommen, wenn man nicht vorher sein Gehirn einschaltet um das Schlimmste zu verhindern.

    Es gibt Leute, die sich Politiker nennen und noch auf dem Niveau von vorgestern leben und handeln und sich anscheinend der Gefahr garnicht bewußt sind, die heutzutage besteht, wenn man sich an einer Atommacht vergreifen will oder sie unrespektierlich herausfordert.

    Nun mag es ja aus der Interessenslage heraus unterschiedliche Ansichten geben, diese aber umzusetzen sind in der Ist-Zeit weit schwieriger als das früher der Fall war, weil die Konsequenzen fatal sein können und deshalb wäre es sinnvoller einen Gang runter zu schalten, als mit Vollgas gegen die Wand zu fahren und man kann sich nur wundern, mit welcher Verantwortungslosigkeit und Naivität heute noch politische Themen behandelt werden, gerade bei einem ernstzunehmendem Gegenüber.

    HIer geht es doch schon lange nicht mehr um die Frage, wer gewinnt im Ernstfall, sondern was verliere ich selbst dabei und das versuchen sie immer noch zu umschiffen und können sich von ihren alten Denkmustern nicht verabsschieden und solche Leute entscheiden über das Wohl und Wehe ganzer Kontinente und niemand kommt auf die Idee andere für so eine Problemlage einzusetzen, denn wir leben nur einmal und das sollte man sich nicht von solchen Typen nehmen lassen, weil die das Verständnis eines Pupertären besitzen, was uns alle im Ernstfall vernichten wird und das kann man nicht oft genug sagen, weil viele immer noch daran glauben, man könnte dieserhalb alles regeln, was aber nicht mehr geht, wenn sich diese Waffen erst mal in Bewegung gesetzt haben.

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