NATO-Verbündete “übernehmen” das Schwarze Meer für Militärübungen

Wieder einmal üben die NATO-Militärs mit einem Großaufgebot an Kräften im Schwarzen Meer und am Balkan.

Von Rick Rozoff / AntiWar

Der Titel stammt von der in Ungarn ansässigen Nachrichtenseite Transylvania Now. Das Spezialeinsatzkommando Europa des Pentagons hat am 3. Mai die Übung Trojan Footprint 21 gestartet, die als die wichtigste Übung der Spezialeinsatzkräfte bezeichnet wird.

Die Kriegsspiele werden bis zum 14. Mai in fünf Schwarzmeer- und Balkanstaaten abgehalten: Bulgarien, Georgien, Montenegro, Nordmazedonien und Rumänien. Beteiligt sind Spezialkräfte (SOF) aus den USA – alle Teilstreitkräfte einschließlich der Green Berets -, den fünf Gastgebernationen, Großbritannien, Deutschland, Spanien und der Ukraine. Mit Ausnahme der Türkei sind alle Schwarzmeer-Anrainerstaaten außer Russland beteiligt.

Die Übung dient der “Verbesserung der Interoperabilität zwischen den NATO-Verbündeten“, um sich auf die “Bekämpfung unzähliger Bedrohungen” vorzubereiten. Obwohl es nicht tausend sind… nur eine Bedrohung. Russland.

Genauso wie es sich um ein All-Service-Projekt handelt, ist es auch ein “All-Domain-Projekt”, bei dem Luft-, Land- und Seestreitkräfte gegen einen ungenannten Gegner im Schwarzen Meer kämpfen. Ein Gegner, der eine Flotte in Sewastopol auf der Krim stationiert hat.

Loading...

“Während sich die Übung darauf konzentriert, die Fähigkeit der SOF zu verbessern, einer Vielzahl von Bedrohungen zu begegnen, erhöht sie auch die Integration mit konventionellen Streitkräften und verbessert die Interoperabilität mit unseren NATO-Verbündeten und europäischen Partnern”, beschrieb Oberst Marc V. LaRoche, stellvertretender Kommandeur, U.S. Special Operations Command Europe, in einer Erklärung. “Am wichtigsten ist, dass Trojan Footprint die militärische Bereitschaft stärkt, Vertrauen kultiviert und dauerhafte Beziehungen entwickelt, die Frieden und Stabilität in ganz Europa fördern.”

Lesen Sie auch:  Syriens Sieg verblüfft NATO-Feinde

https://twitter.com/usingeo/status/138951964346389709

Trojan Footprint 21 findet zeitgleich mit den massiven Kriegsspielen DEFENDER-Europe 21 im selben Gebiet und vor der Übung Steadfast Defender statt, die ebenfalls in der Schwarzmeerregion abgehalten wird.

Teilen Sie diesen Artikel:

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: redaktion@contra-magazin.com nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

Ein Kommentar

  1. Die Nato ist ein fragwürdiges Konstrukt und war vielleicht mal für eine gewisse Zeit angebracht, als sich die Blöcke in Europa gegenüber standen und darüber hinaus lediglich ein Instrument für die USA darstellt, sich über Verteidigungsanstrengungen als Oberlehrer zu definieren, wo es seit Jahrzehnten garnichts zu verteidigen gibt und sich der größte Gegner nach 1989 freiwillig auf seine eigenen Grenzen zurückgezogen hat und die tun bis heute so, als ob er immer noch der Teufel persönlich wäre.

    Wer friedliche Absichten hegt, der verhält sich nicht gegen jede Vereinbarung, sondern sucht Mittel und Wege um seine eigene Sicherheit auf dem Verhandlungsweg zu garantieren und Trommelwirbel und Fanfarenklänge im schwarzen Meer sind schon deshalb nicht sinnvoll, weil man im Ernstfall in der Falle sitzt und nur dem Geschrei von Pupertären ähnelt, die noch nicht ausgereift sind und hinter jeder Ecke einen lauern sehen, der ihre Position in Frage stellen will und schlimm ist auch noch die Tatsache, daß sich die kleinen europäischen Kläffer bei jedem Anlaß an der Leine führen lassen.

    Sinn und Zweck einer Allianz kann doch nur gegeben sein, wenn man sich ruhig verhält und sich seiner eigenen Kräfte bewußt ist, der Rest ist stetige Verhandlungssache und wer darüber hinaus geht verfolgt im Prinzip andere Ziele, denn sonst gäbe es keine andere Erklärung und solange sich die Russen auf ihrem eigenen Territorium bewegen ist es ihre Angelegenheit, problematischer könnte es werden, wenn sie umgedreht ihre Truppen an die Westgrenze der Ukraine und Weißrußlands verlegen würden, dann wäre es tatsächlich ein Affront und genau das mutet man von Seiten des Westens den Russen zu und wer das anders sieht, scheint nicht auf der Höhe der Zeit zu sein und der Ursache folgt ja bekanntlich die Wirkung und die könnte unberechenbar werden, wenn dieses Spielchen weiterhin ohne Anlaß fortgesetzt wird.

    Hier kommt immer wieder die alte Ader der Europäer und ihren US-Verwandten durch, die seit Jahrhunderten mit ihre Expansionspolitik die Welt in Aufruhr versetzt haben und solange das nicht beendet wird, wird es auch keine Ruhe geben und die Schuldzuweisungen sind meistens hanebüchen und können nur noch Desinformierte erreichen, unabhängig von einzelnen Vorgängen, die man halt entsprechend beleuchten sollte.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.