Maaßen-Kandidatur: Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer

Mit Maaßen kommt wieder eine wertkonservative Stimme in die Unions-Bundestagsfraktion. Doch das reicht nicht aus.

Von Michael Steiner

Die wertkonservativen Kräfte in Deutschland und in der CDU begrüßen die Wahl von Hans-Georg Maaßen zum Direktkandidaten in Südthüringen. Doch angesichts der ganzen Linksverschiebung der Union, bzw. deren Vergrünung, ist das nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Sollte der ehemalige Chef des Bundesverfassungsschutzes seinen Wahlkreis gewinnen und in den Bundestag einziehen, wäre zwar klar, dass er garantiert kein stiller Hinterbänkler bleibt, doch am Untergangskurs seiner Partei wird auch er nichts ändern können. Denn in der CDU dominieren weiterhin Karrieristen und Opportunisten, die sämtliche Werte bereitwillig über Bord werfen, wenn es nützlich erscheint.

Kein Wunder also, dass sich viele seiner “Parteifreunde” mit Linken, Grünen und SPD zusammenschließen und die Kollegen in Thüringen für die Wahl Maaßens kritisieren oder sogar scharf attackieren. Und warum das? Weil er sich der Hetzjagd auf die AfD nicht anschließt, sondern eine differenzierte Haltung einnimmt.

In der “freiesten Demokratie auf deutschem Boden” ist das ein Fauxpas, den man sich nicht erlauben darf. Eine Zusammenarbeit mit der direkten Nachfolgerin der “Mauermörderpartei” SED, die Linke, ist aber für viele CDUler kein Problem. Da marschiert man auch schon mal zusammen gegen den Rechtsextremismus (obwohl nicht wenige innerhalb der Linken schon die Union als rechtsextremistisch betrachten).

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Die CDU ist nur noch ein Schatten ihrer selbst, daran wird auch ein Hans-Georg Maaßen als einfacher Bundestagsabgeordneter nichts ändern. Ein Sprichwort sagt: “Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer”. Ähnlich ist es mit Maaßens Kandidatur. Ein Maaßen macht die CDU nicht wieder zur konservativen Partei.

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3 Kommentare

  1. Stimme Ihnen zu. Er ist allerdings ein entschiedener Bewahrer konservativer Sichtweisen, welche viele seiner “Mitstreiter” aus Karrieregründen in den Skat gedrückt haben. Nach dem voraussehbaren Niedergang Deutschlands – mit oder ohne Baerbock – sollte Maaßen, mit vielen anderen Kritikern zusammen, eine wesentliche Rolle bei’m Wiederaufbau spielen. Mit gleicher Konsequenz gehören jedoch alle Mitmacher/Aktivisten aus Amt bzw. Posten gekegelt! Sonst fängt der Salat in 15-20 Jahren wieder an! Wende I sollte uns eine Lehre sein.

  2. Man sollte sicher nicht in den Angriffsmodus übergehen, denn das ist das, worauf die alle warten. Das Internet reagiert zu oft zu falsch und steht sich damit selber im Wege. Die Presse arbeitet rückbezüglich und schon heißt es ganz polemisch: Beifall von der falschen Seite. Rechtspopulisten jubeln und so weiter.

    In der CDU drohen sogar manche, die Partei zu verlassen. Das ist doch super. Genauso ging das in die andere Richtung. Wer für Austritt aus der Kirche war und aus den Parteien, sollte drüber nachdenken, was er gewonnen hat, ob es umgekehrt nicht besser gewesen wäre, denn damit hätte man dem Gegner das Vorrücken erschwert. Flucht war keine Alternative.

  3. Ein tüchtiger Beamter ist noch lange kein kämpfender Politiker und seine Argumente in der CDU zu bleiben sind vermutlich eher eigenen Überlegungen gezollt, weil dann in letzter Konsequenz doch der Mut dazu fehlt, den richtigen Schritt zu wagen und die Seiten zu wechseln, denn von der Logik her müßte das geschehen, weil die Schwarzen unrettbar verloren sind, seit ihrem Linksdrall unter Merkel.

    Damit haben sie sich selbst entkernt und sind Teil der sozialistischen Einheitspartei Deutschlands geworden und in diesem Verbund kann man auf Dauer kein Leader mehr sein, das sieht man nun am Ergebnis der grünen Kommunisten, denn bei unklarer Sachlage verliert der Wähler seinen Kompaß und eifert den Schwarzen nach, die keinerlei Ziele mehr vorweisen können und nur noch von Machterhalt sprechen, was ihnen bereits in den Händen zerbröselt und sie merken es noch nicht einmal, sonst würden sie eine neue Linie fahren und das erste was sie sich dabei gönnen sollten wäre ein Rauswurf dieser Zonentante um dann mit neuem Personal gegen die anderen vorzugehen.

    Vermutlich kann man da lange warten, die sind Schnee von gestern und folgen dem gleichen Schicksal wie die Democrazia Christiana, die heute allenfalls noch Erinnerungswert besitzt, während die anderen auf dem Thron sitzen und die Republik bis zur Unkenntlichkeit verändern.

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