Die Umzingelung Chinas durch die USA: Ein Fortschrittsbericht

Die Spannungen zwischen Washington und Peking sind nicht nur das jüngste Ergebnis der Amtszeit des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump – sondern vielmehr das jüngste Kapitel in den jahrzehntelangen Bemühungen der USA, China einzudämmen.

In der Tat zielt die US-Außenpolitik seit Jahrzehnten darauf ab, Chinas Aufstieg einzukreisen und einzudämmen und die Vormachtstellung in der indopazifischen Region zu erhalten.

Die 1969 durchgesickerten “Pentagon Papers” geben in Bezug auf den laufenden US-Krieg gegen Vietnam zu, dass:

…die Entscheidung im Februar, Nordvietnam zu bombardieren, und die Genehmigung der Phase-I-Einsätze im Juli machen nur Sinn, wenn sie zur Unterstützung einer langfristigen Politik der Vereinigten Staaten zur Eindämmung Chinas dienen.

Die Papiere räumten auch ein, dass China “als eine Großmacht auftaucht, die droht, die Bedeutung und Effektivität [Amerikas] in der Welt zu untergraben und, entfernter, aber noch bedrohlicher, ganz Asien gegen [Amerika] zu organisieren.

Die Papiere machten auch deutlich, dass es “drei Fronten für eine langfristige Anstrengung zur Eindämmung Chinas” gab (und immer noch gibt): (a) die Japan-Korea-Front; (b) die Indien-Pakistan-Front; und (c) die Südostasien-Front.”

Seitdem ist es klar, dass durch die fortgesetzte US-Militärpräsenz sowohl in Japan als auch in Südkorea, die nun schon zwei Jahrzehnte andauernde US-Besetzung Afghanistans an den Grenzen sowohl Pakistans als auch Chinas und die Entstehung der sogenannten “Milk Tea Alliance”, die darauf abzielt, mit China befreundete südostasiatische Regierungen zu stürzen und durch von den USA unterstützte Klientenregime zu ersetzen, diese Politik zur Eindämmung Chinas bis heute anhält.

Die Bewertung der US-Aktivitäten an diesen drei Fronten offenbart die Fortschritte und Rückschläge, mit denen Washington konfrontiert ist – und verschiedene Gefahren für den globalen Frieden und die Stabilität, die Washingtons fortgesetzte Kriegstreiberei mit sich bringt.

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Die Japan-Korea-Front

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Eine Analyse von Brian Berletic / New Eastern Outlook

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2 Kommentare

  1. Frei nach Wilhelm Busch: Zu spät mein Lieber, der Namenstag ist längst vorrüber.

    Unter dieser Prämisse kann man die Betrachtung im fernen Osten sehen, wo sich eine neue und zugleich alter Großmacht etabliert hat und das sogar noch mit Hilfe ihrer heutigen Gegner.

    Die Erkenntnis, wo das alles hinauslaufen könnte kommt leider viel zu spät, denn die alten Zeiten der Hegemonie über die ganze Welt kann man der Vergangenheit zurechnen und Lippenbekenntnisse sind noch lange keine Garantie für tatkräftige Unterstützung im Ernstfall, während die Chinesen im Gegenzug schon überall kräftig am wühlen sind um ihre eigene Stellung auszubauen.

    Dabei übersieht man gerne ihre Bemühungen, sich überall auf der Welt einzukaufen und die neue Bahnlinie Shanghai-Duisburg bis tief hinein ins Herz von Europa funktioniert ja schon und die größten deutschen Autohersteller sind ja schon lange hochgradig von den Chinesen abhängig und diese Form der friedlichen Okkupation ist schon soweit vorangeschritten, daß eine Unterstützung der Amis im Ernstfall nur zu großen Nachteilen für das eigene Land führen kann und das ist auch im fernen Osten so, wo Wirtschaft und hegemoniale Gedanken sich entgegen stehen und keineswegs einen sicheren Anker für eine Einkreisungspolitik darstellen, die dann für viele zum Bumerang werden könnte.

    Somit mögen ja die Bemühungen der US-Amerikaner von dem Wunsch getragen sein, ihre Weltmachtstellung zu erhalten, wobei vieles gegen diese Gedanken spricht, weil eigene Interessen Vorrang haben und wer zerschlägt schon gerne eigenes Porzellan um dem Verkäufer eine Möglichkeit zu geben ein neues Service zu liefern.

    Die grenzenlose Naivität und die Gier nach mehr haben die Politik der Chinesen seit gut 40 Jahren begünstigt und nun merken sie, daß sie sich um die eigene Vormachtstellung dabei gebracht haben und die neuen Blöcke Rußland/China werden sie ohne eigene schwere Blessuren nicht mehr beseitigen können, selbst bei größtem Trommelwirbel nicht, denn jeder sieht doch den Verfall im Westen und den Aufstieg im Osten und darauf baut doch niemand mehr seine eigene Zukunft auf, unabhängig vom Sicherheitsgedanken, den man auch anders lösen kann, aber nicht zum Preis des Hochhaltens einer amerikanischen Kultur, mit der die meisten ehedem nichts anzufangen wissen.

    Außerdem haben sie der Welt zu oft etwas von Freiheit erzählt und meinten damit meistens die eigene, während ihre Satrapen bis heute noch gegängelt werden und das ist ein Merkmal, was dem Gedanken der Freiheit widerspricht und auch nicht das ist, was man sich für die eigene Zukunft wünscht.

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