Die Pläne der USA, die Beziehungen zwischen China und Russland neu zu kalibrieren, sind zum Scheitern verurteilt

In dieser Woche reist der US-Außenminister Anthony Blinken in die Ukraine zu Gesprächen mit der ukrainischen Führung. Es ist wahrscheinlich, dass er eine Botschaft mitnimmt, die die Ukrainer nicht hören wollen: dass sie den unerklärten Krieg gegen die beiden abtrünnigen Republiken Donezk und Lugansk einstellen müssen. Obwohl es keine Botschaft ist, die die Ukrainer hören wollen, lässt ihnen die sich verändernde Geopolitik in der Region kaum eine Wahl.

Blinkens Reise in die Ukraine ist Teil einer breiteren amerikanischen Neubewertung ihrer Absichten und Prioritäten in der Region. An erster Stelle dieser Prioritäten steht eine Aufweichung der konfrontativen Haltung, die die Amerikaner in den letzten Jahren gegenüber Russland eingenommen haben und die darin gipfelte, dass die Beziehungen zwischen den beiden Ländern praktisch eingefroren wurden. Ein Symptom dafür war der Rückzug des russischen Botschafters in Washington und der unsubtile Vorschlag, dass der US-Botschafter in Russland nach Hause zurückkehren solle, um sich mit seinen Vorgesetzten in Washington zu “beraten”.

Dies wurde von weiteren russischen Maßnahmen gegen die US-Botschaft begleitet, darunter ein Verbot, Einheimische für die Arbeit in der Botschaft einzustellen, und Einschränkungen, inwieweit sich amerikanische Diplomaten außerhalb Moskaus bewegen durften.

Diese Schritte sind den Amerikanern offensichtlich unangenehm, die nach einem wackeligen Start von ihnen, einschließlich der unüberlegten und offen gesagt entsetzlichen Behauptungen von Biden in einem Fernsehinterview, dass der russische Präsident Wladimir Putin ein “Mörder” sei. Diese Bemerkung verstieß gegen mehrere wichtige diplomatische Konventionen, ganz abgesehen davon, dass sie vom Staatsoberhaupt des Landes kam, das in der gesamten Nachkriegszeit weltweit für mehr gewaltsame Todesfälle verantwortlich war als alle anderen politischen Führer mit großem Abstand.

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Blinkens Reise in die Ukraine hat mehrere Beweggründe. Eines ist, dass er die Ukrainer von einem unüberlegten Angriff auf die Regionen Donbass und Lugansk abhalten will. Dass ein solcher Angriff von ukrainischer Seite ernsthaft in Erwägung gezogen wird, steht außer Zweifel. Dies zeigt sich unter anderem an der Aufstockung der ukrainischen Streitkräfte an den Grenzen der beiden Republiken. Diese Aufstockung löste eine russische Antwort aus, die die Ukrainer ziemlich hysterisch als Beweis für einen bevorstehenden russischen Angriff auf ihr Territorium anprangerten. Sollte es zu einem solchen Angriff kommen, so sind zwei Tatsachen sofort offensichtlich.

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Eine Analyse von James O’Neill

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4 Kommentare

  1. Der russische Präsident sei ein Mörder, sagte der Kollege in Amerika. Das hat er sicherlich nur gesagt in einem vermutlichen Anfall weiterer Verfallserscheinungen oder er hat es vom Teleprompter abgelesen, der sicherlich nicht im weißen Haus mit Vorgaben gefüttert wird, sondern anderswo, denn einen Selbstaktiven braucht man nicht, das hat sein Vorgänger schon erfahren müssen, bis sie ihn dann entgültig abgesägt haben.

    Was die Ukraine, aber auch Weißrußland anbelangt, so kann sich der Westen ganz sicher sein, daß Rußland solche Aktivitäten vor der eigenen Haustür, die unmittelbar die Sicherheitsinteressen berühren, nicht hinnehmen wird, denn das ist eine Frage des Selbsterhaltes und wäre im umgekehrten Fall ebenso unmöglich, was sie aber Rußland abverlangen wollen.

    Je mehr sie nun die Ukraine hochrüsten, umso mehr besteht die Gefahr einer nicht mehr beherrschbaren Konfrontation und wer das dann alles verantworten soll steht in den Sternen, denn sie spielen mit dem Feuer und dem Leben vieler Millionen Menschen und dabei kommt es doch garnicht mehr auf die technische Überlegenheit oder Unterlegenheit an, wenn das explodiert, kann ein großer Teil Europas einpacken, wobei die Amis ihr Fett dann auch abkriegen, denn sie werden dann auch keine Gelegenheit mehr bekommen Unfrieden zu stiften, was man auch anders regeln könnte.

    So drehen sich die Gedanken nicht über das Ob und wann, sondern über Leben und Überleben und es ist doch der helle Wahnsinn, wenn es heute solche Gedanken überhaupt noch gibt und merkwürdigerweise lassen sie bei Nordkorea die Finger weg, denn da wissen sie genau, was ihnen blüht, vielleicht auch nicht und bei Rußland und China rechnen sie sich noch Chancen aus, was an Wahnsinn nicht zu überbieten ist und auch das Schweigen der Kirchen und der UN zu solchen haarsträubenden Vorgängen ist doch symtomatisch für die ganze Verlogenheit der Politik, weil sie gegen alle humantären Grundsätze verstößt und mit Sicherheitsaspekten in diesem Fall nicht das Geringste zu tun hat.

  2. Der Westen hat zwar den Kalten Krieg gewonnen – sie werden aber einen Zweiten nicht gewinnen, denn dazu müssten sie u.a. China von innen her destabilisieren. – Die Hong Kong Farbenrevolution?!
    Es drängt sich der Verdacht auf, dass der Covid-Ausbruch auch nicht von ungefähr in Wuhan erfolgte.

    China und Russland haben sehr erfolgreich die Sache in den Griff bekommen, wohingegen die Geschichte andernorts mächtig aus dem Ruder lief. – Der Schuss ging nicht nur nach hinten los, sondern das war, für die hier vermeintlichen Verdächtigen, ein schwerer Rohrkrepierer.

    Die Yankees werden sich darauf einstellen müssen, dass ihr Streben nach Hegemonie ein Ende hat, denn China und Russland werden sich immer enger verbünden, je höher der Druck gegen sie wird,
    und das letzte G7 hat Tendenzen durchschimmern lassen, dass die Vasallen nicht mehr blind folgen.

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