Russland wirft USA und NATO “provokative Aktivitäten” im Schwarzen Meer vor

Russland hat die Vereinigten Staaten und die NATO von “provokative Aktivitäten” in den Gewässern und den Luftraum des strategischen Schwarzen Meeres beschuldigt.

Von Redaktion

Die Nachrichtenagentur Interfax zitierte den russischen Verteidigungsminister Sergej Schoigu mit dieser Äußerung am Dienstag. Er beschuldigte Kiew, zu versuchen, die Lage in der ostukrainischen Region Donbass weiter zu destabilisieren.

Die Vorwürfe wurden inmitten der eskalierenden Spannungen zwischen Moskau und dem Westen über die Ukraine in den letzten Wochen gemacht.

Die USA und ihre westlichen Verbündeten haben ihre Besorgnis über Russlands militärische Aufrüstung entlang der ukrainischen Grenzen sowie auf der Halbinsel Krim zum Ausdruck gebracht, wobei der Kreml sagt, dass seine Truppenaufstellungen eine Reaktion auf “drohende” militärische Aktionen der NATO sind.

Kiew und Moskau haben sich in den vergangenen Wochen gegenseitig die Schuld für einen Anstieg der Gewalt im Donbass gegeben, wo sich ukrainische Truppen und prorussische Kräfte seit 2014 bekämpfen.

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Die bewaffneten Auseinandersetzungen begannen, als eine von Washington und Brüssel aktiv unterstützte Protestwelle in der Ukraine eine demokratisch gewählte pro-russische Regierung stürzte und durch eine pro-westliche Regierung ersetzte. Die Mehrheit in den östlichen Gebieten weigerte sich, die neue Regierung zu unterstützen.

Diese neue Regierung begann daraufhin ein hartes Vorgehen gegen die hauptsächlich ethnischen Russen im Osten, die ihrerseits zu den Waffen griffen und die beiden Regionen Donezk und Lugansk – zusammen als Donbass bekannt – in selbsternannte Republiken verwandelten.

Kiew und seine westlichen Verbündeten beschuldigen Moskau, in der Krise die Hand im Spiel zu haben. Moskau streitet die Vorwürfe jedoch ab.

Die Beziehungen zwischen Moskau und Kiew verschlechterten sich weiter, als sich die Schwarzmeerhalbinsel Krim nach einem Referendum 2014 wieder Russland anschloss. Mehr als 90 Prozent der Teilnehmer an dem Referendum stimmten für die Wiedervereinigung.

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Ein Kommentar

  1. Die Sache mit Rußland ist doch seit der deutschen Wiedervereinigung total verfahren. Damals wurde vereinbart, daß sich die Nato nicht über die Deutsch/Deutsche Grenze Richtung Osten hinausbewegt und in diesem Glauben haben die Russen alle besetzten Gebiete geräumt, was sich nun als großer Trugschluß herausstellt und sich zum ständigen Gefahrenherd durch Expansion der Nato ausgeweitet hat.

    Die Tatsache, daß die Nato sich nicht an diese Vereinbarungen gehalten hat, sind der eigentliche Grund der Aufmüpfigkeit der Pufferstaaten zwischen Ost -und West, die über die westliche Propaganda noch ganz gezielt angefeuert werden um das eigene Auftreten zu legitimieren, indem man von agressivem Verhalten der Russen spricht um damit eine Legitimation für weitere Aktionen zu erhalten.

    Das geht nun soweit, daß Rußland selbst auch unter unklaren Umständen sich etwas einverleibt hat, was die Gegenseite umso mehr reizt, sich das alles wieder zurückzuholen, was aber unverhandelt zur großen Konfrontation führen könnte und daran sind alle beteiligt, wobei die Ursächlichkeit vom Westen ausging und hätten sie sich an alle Vereinbarungen gehalten, dann wären solche Zustände nicht eingetreten.

    Das Prinzip Ursache und Wirkung tritt hier besonders deutlich zu Tage und wenn sie nicht aufpassen, könnte das die letzte aller Erkenntnisse sein, denn die nukleare Bewaffnung beider Seiten würde allemal ausreichen um sich gegenseitig auszulöschen, das ist schon lange bekannt und trotzdem zündelt der Westen gerne an der Lunte und glaubt sogar noch in bestimmten Kreisen an den Endsieg, den wir alle zusammen teuer erkaufen, weil es uns das Leben kostet und das war es dann, bei soviel Dummheit die bis heute noch nicht ausgestorben ist.

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