Pentagon: Russischer Truppenaufbau in der Nähe der Ukraine “größer” als im Jahr 2014

Im Westen zeigt man sich über den russischen Truppenaufbau an den Grenzen zur Ukraine besorgt. Dabei schürt die Ukraine die Spannungen.

Von Redaktion

Am Montag gab Pentagon-Pressesprecher John Kirby zum ersten Mal eine US-amerikanische militärische Einschätzung des russischen Truppenaufbaus entlang der Ostgrenze der Ukraine ab, die deutlich über vorherigen Aussagen liegt.

Kirby sagte über den russischen militärischen Aufbau, dass “es sicherlich größer als jener in 2014” sei, jedoch ohne eine bestimmte Zahl zu nennen. Russland besteht darauf, dass der Aufbau für Ausbildungszwecke sei, aber es ist “nicht klar für uns”, dass dies der einzige Zweck ist, fügte er laut Politico hinzu.

Kirby beschrieb, dass “in den letzten paar Wochen, Beamte weiterhin eine Zunahme der russischen Aufbau von Truppen an der Grenze zur Ukraine gesehen haben”, so Politicos Pentagon-Korrespondentin.

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Ukrainische Regierungsvertreter waren Ende letzten Monats die ersten gewesen, die den Kreml der Destabilisierung und des Säbelrasselns mit einer großen Truppenstationierung auf der Krim und in der Nähe der Grenze zum vom Krieg zerrissenen Donbass beschuldigten und damit eine erneute diplomatische Krise zwischen Moskau und dem Westen auslösten.

Kiew warf Russland schließlich vor, eine “Offensive” in das Hoheitsgebiet der Ukraine vorzubereiten, um die prorussischen Separatisten zu unterstützen, die im Osten des Landes gegen das ukrainische Militär und rechtsextreme Freiwilligenmilizen kämpfen. Während der Konflikt seit dem Höhepunkt der Kämpfe in den Jahren 2014 und 2015, die in einem halben Jahrzehnt über 13.000 Menschenleben gefordert haben, schwelte, wurden Ende letzten Monats vier ukrainische Soldaten bei Beschuss durch Separatisten getötet.

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Der Economist hat kürzlich die größte Sorge der westlichen Verbündeten wie folgt zum Ausdruck gebracht: “Das letzte Mal, als Russland so viele Truppen an den Grenzen der Ukraine versammelte, marschierte es in das Land ein und annektierte die Krim.”

Allerdings hatte der Westen (die USA und die EU) zuvor den Maidan-Putsch von pro-westlichen und rechtsextremen antirussischen Kräften massivst unterstützt und so erst die Ukrainekrise ausgelöst. Eine Krise, die lediglich dazu dient, ein feindseliges Vorgehen gegen Moskau zu legitimieren.

Die neue Einschätzung des Pentagons, dass die russische Truppenaufstockung über das Niveau von 2014 hinausgeht, kommt eine Woche, nachdem Außenminister Antony Blinken zum ersten Mal sagte: “Wir sehen jetzt die größte Konzentration russischer Streitkräfte an den Grenzen der Ukraine seit 2014.” Er hatte die Worte aus dem NATO-Hauptquartier in Brüssel, Belgien, ausgegeben und sagte weiter: “Das ist eine tiefe Besorgnis nicht nur für die Ukraine, sondern auch für die Vereinigten Staaten” – Kommentare, die von NATO-Chef Jens Stoltenberg unterstützt werden.

Inzwischen gab auch der Außenpolitik-Chef der Europäischen Union, Josep Borrell, eine erstaunlich hohe Schätzung und Anklage der russischen Truppenzahl in der Gegend ab. Er sagte Reportern zuerst, dass “mehr als 150.000 russische Soldaten” an der russischen Grenze zur Ukraine und auf der Krim anhäufe, reduzierte die Zahl dann jedoch später auf mehr als 100.000.

Er sagte, dass ein “Funke” jederzeit einen größeren Krieg auslösen könne. “Es ist der größte Militäreinsatz der russischen Armee an den ukrainischen Grenzen, den es je gab. Es ist klar, dass es besorgniserregend ist, wenn man so viele Truppen einsetzt”, sagte Borrell. “Ein Funke kann hier und da überspringen.”

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Erwartungsgemäß findet man in den Pro-NATO-Medien natürlich kein Wort darüber, dass es die ukrainische Seite ist, die in den letzten Wochen und Monaten die Aggressionen intensivierten, weil sie sich durch die neue US-Führung viel mehr Unterstützung erwarten.

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Ein Kommentar

  1. Die bringen doch alle Koordinaten durcheinander. Die Russen bewegen sich immer noch im eigenen Land, während die Nato sich schon auf Fremdgebiet befindet und das ist schon ein gewaltiger Unterschied und könnte allenfalls beantwortet werden, wenn die Russen die Grenzen überschreiten, wobei auch hier historische Ursächlichkeiten eine große Rolle spielen.

    Mal sehen was die Amis machen würden. sollten sich die Chinesen in Mexiko festsetzen, diese verlogene Sichtweise ist doch unerträglich, mal ganz von dem abgesehen, daß eine irre Regierung vor der Haustür Rußlands die ganze Welt in die Vernichtung treiben könnte und wer darauf eingeht, scheint nicht mehr normal zu sein oder er hat Wahrnehmungsstörungen.

    Diese Bande war noch vor 80 Jahren in der Lage, mit Einsatz nahezu aller Gegenkräfte, einen hochgerüsteten Staat in die Enge zu treiben und hätte Adolf damals schon die Nukleartechnik gehabt, wären die heutigen Auseinandersetzungen nicht mehr möglich, weil es dann deren Untergang bedeuted hätte, was uns nun umso mehr zu schaffen macht und wieder in die gleiche Richtung geht, aber dann mit katastophalsten Auswirkungen.

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