Der endlose Krieg: Afghanistan geht weiter und weiter

Alles deutet darauf hin, dass das Pentagon in Washington effektiver manövrieren kann als auf dem Schlachtfeld.

Angesichts der gegenwärtigen Atmosphäre in Washington, in der es keine Lüge gibt, die so ungeheuerlich ist, dass sie nicht in den Mainstream-Medien erscheint, findet ein Großteil der politischen Entscheidungen statt, ohne dass auch nur die wichtigsten Akteure in der Regierung wissen, was hinter ihrem Rücken vor sich geht. Natürlich gibt es eine lange Tradition des Lügens in der Regierung im Allgemeinen, aber die meisten Politiker und Beamten haben sich wahrscheinlich selbst davon überzeugt, dass sie die Wahrheit vermeiden, weil das Verkomplizieren von Themen zu endlosen Debatten führen könnte, bei denen nie etwas erreicht wird. Daran mag etwas Wahres dran sein, aber es ist bestenfalls eine selbstsüchtige Vorstellung.

Der wirkliche Schaden entsteht, wenn Regierungen lügen, um einen Krieg zu beginnen oder fortzusetzen. Die Regierung von George W. Bush tat genau das, als sie darüber log, dass Iraks säkularer Führer Saddam Hussein nach Atomwaffen strebe, Terroristen unterstütze und Trägersysteme entwickle, die es dem Irak ermöglichen würden, die USA mit Atomwaffen anzugreifen. Die nationale Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice wusste, dass sie nicht die Wahrheit sagte, als sie warnte, dass “das Problem hier ist, dass es immer eine gewisse Unsicherheit darüber geben wird, wie schnell er Atomwaffen erwerben kann. Aber wir wollen nicht, dass die rauchende Waffe ein Atompilz ist.” Sie war auch eine Schlüsselfigur bei der Zustimmung des Bush-Teams zum Einsatz von Folter durch die CIA bei gefangenen Al-Qaida-Mitgliedern.

Der vollständige Premium-Artikel ist nur für Abonnenten sichtbar.

Bitte hier klicken und ein Abo (Werbefreiheit, Extras) 

Lesen Sie auch:  Alte und neue offizielle Feinde

bereits ab € 4,95/Monat abschließen!

Liebe Leser, wenn sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen sie per email: redaktion@contra-magazin.com nach den Bankdaten oder übersenden sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für ihre Hilfe!

Eine Analyse von Philip Giraldi

Teilen Sie diesen Artikel:

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.