Das Internet als zweite Welt während Corona

Die Corona-Pandemie erschüttert die Menschen nachhaltig. Immer länger dauert der Lockdown, immer mehr Proteste und Kritiken werden laut. Bürger müssen auf viele Dinge verzichten, die sonst eine feste Rolle in ihrem Leben gespielt haben. Und auch die sozialen Kontakte leiden darunter. Warum sonst wird auf Portalen wie https://www.erfahrungen.com/ immer häufiger nach Datingportalen gesucht? Doch auch andere liebgewonnene Hobbys und Beschäftigungen werden schmerzhaft vermisst. Wie viel kann das Internet kompensieren? Sind die Menschen bereit, ihr Leben noch weiter ins Netz zu verlegen?

Im Internet warten die Freunde

Die Corona-Pandemie hätte ohne das Internet vermutlich ganz anders ausgesehen. Immerhin bietet das weltweite Netz die Möglichkeit Theorien auszutauschen, Gespräche zu führen und Meinungen kundzutun. Auch zahlreiche Einzelhändler haben Schließungen genutzt und ihre Geschäfte schlichtweg ins Netz verlegt.

Längst ist der Facebook-Freund mehr geworden als nur ein Name, immer mehr Onlinefreundschaften entstehen während der Pandemie. Mit der Option, später einmal im realen Leben etwas zu unternehmen, wenn der Lockdown und all seine Beschränkungen vorüber sind. Doch was ist mit alten Menschen? Wie gut kommen sie mit dem zweiten Leben im Netz klar?

Weitaus schlechter als die junge Generation, denn für viele Menschen über 60 ist das Internet schlichtweg Neuland. Sie können mit Begriffen wie „Tinder, TikTok, Instagram und Facebook“ nichts anfangen und es ist schwer, in Zeiten der Krise eine neue Welt kennenzulernen. Die Vereinsamung der älteren Generation ist daher ein Schaden, der bei all den Pandemiemaßnahmen nicht außer Acht gelassen werden sollte.

Das Fitness-Studio im Internet

Fitness und Sport spielen im Leben vieler jungen Menschen eine große Rolle. Doch auch Fitnessstudios sind von der Pandemie betroffen und sind je nach Region seit vielen Monaten geschlossen. Nicht nur die fehlenden Kunden, sondern auch die fehlenden Einnahmen machen den Betreibern zu schaffen. Und die Kunden selbst? Beklagen schwindende Muskeln, zunehmende Depressionen und den Ansatz eines Bauchs.

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Nicht umsonst heißt bei der Video-Plattform TikTok eine der bekanntesten Fragen: „Was sind die Folge von Quarantäne?“ und die gesungene Antwort lautet: „Dicker Bauch und lange Mähne.“

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Um ihren Kunden die Möglichkeit zu geben Sport zu treiben, haben viele Fitnessstudios auf Onlinekurse umgesattelt, doch das Resultat ist ernüchternd. Einer Umfrage des Anbieters Statista zufolge möchten 75,6 Prozent keinen Onlinekurs buchen. Ein trauriges Fazit, aber auch irgendwo verständlich. Gymnastik und Kardiotraining vor dem eigenen PC sind eben doch andere Bausteine als Training im Fitnessstudio.

Es fehlt eben nicht nur die schweißtreibende Action, denn die ist auch beim Joggen im Wald möglich. Es fehlt das Beisammensein mit Gleichgesinnten, die Motivation durch muskelbepackte Sportler und schlanke Frauen und die Ablenkung vom Alltag. Fraglich, wie lange Lockdowns und immer wiederkehrende Schließungen den Menschen noch einen Verzicht auf liebgewonnene Sportmöglichkeiten abverlangen.

Fluch und Segen zugleich

Keine Frage, das Internet bietet Menschen Halt und sorgt dafür, dass sie sich weniger allein fühlen. Durch die globale Vernetzung können sich Frauen und Männer miteinander unterhalten, einander Mut machen, von eigenen Erfahrungen berichten. An Corona erkrankte Personen finden Zuspruch und Trost, man geht gemeinsam durch die Krise. Je nach Plattform und Untergruppe gibt es eine große Welle der Hilfsbereitschaft und Solidarität. So boten zu Beginn der Pandemie zahlreiche junge Menschen auf Facebook an, ihre Einkaufsdienste zum Schutz von Senioren kostenlos zur Verfügung zu stellen.

Doch das Netzwerk für jedermann hat auch seine Schattenseiten. Denn das Internet ist oftmals die Geburtsstunde wüster Verschwörungen und kruder Theorien. Hier hat jeder eine Meinung und dafür oftmals viel zu wenig Ahnung. Doch zwischen seriösen und unseriösen Quellen können viele Onlinenutzer nicht oder nur zeitweilig unterscheiden. So wundert es nicht, dass auch Falschmeldungen sich immer wieder schnell verbreiten und zu viralen Highlights werden.

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Fazit: Das Internet erleichtert zahlreichen Menschen die Zeit während Corona. Es ist die Möglichkeit weiter Kontakte zu haben, berufliche Meetings im geschützten Rahmen durchzuführen und am Leben teilzunehmen. Von virtuellen Konzerten bis zu Onlinegaming mit Freunden auf der ganzen Welt – ohne das Netz wären die Abende in der Pandemie so manches mal um ein Vielfaches langweiliger. Und wer sich ein wenig über die Herkunft neuer, viraler Meldungen informiert und auf seriöse Quellen achtet, kann sich im Netz ein durchaus seriöses Netzwerk interessanter Informationen und Hilfen aufbauen.

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