China und Russland starten eine ‚Globale Widerstandsökonomie‘

Die USA werden die Botschaft aus Anchorage ignorieren. Sie testen bereits China über Taiwan, und bereitet eine Eskalation in der Ukraine vor, um Russland zu testen.

Sun Tzus Die Kunst des Krieges (ca. 500 v. Chr.) rät: „Sich gegen eine Niederlage zu sichern, liegt in der eigenen Hand; doch die Möglichkeit, den Feind zu besiegen, bietet der Feind selbst … Deshalb setzt der kluge Kämpfer seinen Willen durch und lässt sich nicht den Willen des Feindes aufzwingen“. Dies ist die Essenz der chinesischen Widerstandsökonomie – eine Strategie, die im Gefolge der Anchorage-Gespräche vollständig enthüllt wurde; Gespräche, die jeden verweilenden Gedanken in Peking zum Schweigen brachten, dass Amerika irgendwie einen modus vivendi mit Peking in seinem kopflastigen Streben nach Vorherrschaft über China finden könnte.

Obwohl es zuvor verlockende Andeutungen von Déshabillé gegeben hatte, wurde die volle Enthüllung von Chinas harter Haltung und Rhetorik erst jetzt – nach den Anchorage-Gesprächen – erlaubt und die Bestätigung, dass die USA beabsichtigen, Chinas Aufstieg zu blockieren.

Wenn man annimmt, dass diese „Widerstands“-Initiative eine Art Tit-for-tat-„Schlag“ gegen Washington darstellt – durch das Versenken von Bidens Iran-Ambitionen, als Rache dafür, dass Amerika lauthals „Kriegsverbrechen“ („Völkermord“ in Xingjian) schreit -, dann verpassen wir völlig seine volle Bedeutung. Die Tragweite des Iran-Paktes geht weit über Handel und Investitionen hinaus, wie ein Kommentator in den chinesischen Staatsmedien deutlich machte: „So wie es aussieht, wird dieses Abkommen (der Iran-Pakt) die vorherrschende geopolitische Landschaft in der westasiatischen Region, die so lange der US-Hegemonie unterworfen war, völlig umkrempeln“.

Hier ist also die Essenz zu „ein kluger Kämpfer, der sich bewegt, um seinen Willen durchzusetzen“ – es gibt keine Notwendigkeit für China oder Russland oder den Iran, in den Krieg zu ziehen, um dies zu tun; sie implementieren „es“ einfach. Sie können „es“ tun – ganz einfach. Sie brauchen keine Revolution, um es zu tun, denn sie haben kein Interesse daran, Amerika zu bekämpfen.

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Was ist „es“? Es ist nicht nur ein Handels- und Investitionspakt mit Teheran; es ist auch nicht einfach die gegenseitige Hilfe von Verbündeten. Der ‚Widerstand‘ liegt genau in der Art und Weise, wie sie versuchen, sich gegenseitig zu helfen. Es ist ein Modus der wirtschaftlichen Entwicklung. Sie repräsentiert die Vorstellung, dass jede renditeträchtige Ressource – Banken, Land, natürliche Ressourcen und natürliche Infrastrukturmonopole – in öffentlichem Besitz sein sollte, um die Grundbedürfnisse für alle zu sichern – und zwar kostenlos.

Der alternative Weg besteht einfach darin, diese „öffentlichen Güter“ zu privatisieren (wie im Westen), wo sie zu einem finanzierten Kostenmaximum bereitgestellt werden – einschließlich Zinsen, Dividenden, Managementgebühren und Unternehmensmanipulationen für finanziellen Gewinn.

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Eine Analyse von Alastair Crooke

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2 Kommentare

  1. Der kluge General hatte ganz passend auch noch gesagt:

    „Wenn sich Dein Gegner in Dir täuscht, dann musst Du ihn darin nicht korrigieren.“

    „Störe niemals einen Feind, während er gerade dabei ist, sich selbst zu zerstören.“

  2. Was heißt hier Aufstieg verhindern, die Gegner der USA sind ihnen bereits ebenbürdig und um alle Zweifel auszuräumen haben sie sich arrangiert und das bedeuted, 30% der Landmassen und weitere 10% unterliegen ihrem Einflußbereich vor der Haustür und da wird es jeder Gegner schwer haben, diese Fakten zu ignorieren.

    Sie können testen so viel sie wollen, die Russen und Chinesen haben Heimvorteil und die anderen müssen angreifen und das gibt ein schlechtes Bild vor der Welt ab, mal ganz von dem abgesehen, daß die Zeit der Vorherrschaft der US-Amerikaner abgelaufen ist, denn wer so generiert ist wie sie und die Europäer hat weder den Willen noch die Kraft, mit solchen Völkern fertig zu werden, weil die innere Einstellung fehlt und ihnen allenfalls noch ein Überfall auf Mali oder Afghanistan gelingen kann, darüber hinaus werden sie nichts mehr schaffen, das ist zu spät.

    Wer noch nicht einmal in der Lage ist, einen Terrorüberfall aus der Luft in New York zu verhindern, der wird auch andere Angriffe nicht abwehren können und ihr Kriegsgeheul können sie sich sparen, denn vergreifen sie sich an diesen beiden großen Staaten, werden die sicherlich schwer beschädigt, aber sie selbst können sich gleich mitbegraben lassen und die Russen werden es nicht zulassen, daß sie direkt vor ihrer Grenze aufkreuzen, denn das kommt einem Sakrileg gleich und wird vermutlich so nicht hingenommen, will man sich nicht gleich selbst aufgeben.

    Wer noch lange leben will, sollte mit gefährlichen Partnern verhandeln und vernünftige Übereinkünfte treffen, bis zum Beweis des Gegenteils und dann könnte man sich ja immer noch auslöschen, was mit hoher Wahrscheinlichkeit noch am ehesten kommt und die Welt dann am Ende ist, von einigen Randregionen vielleicht abgesehen.

    Von der Wahrscheinlichkeit her wird ein Angriff auf einen dieser beiden Staaten zu einer Kettenreaktion führen, denn jeder könnte sich dann ausmalen, daß er der nächste im Erfolgsfall wäre und das kann sich keine Regierung leisten und wird deshalb unfreiwillig zum Helfer in der Not, die dann auf die gesamte Welt übergreift und das Ende bedeuted.

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