“Be less white” – Coca Cola verliert seine US-Konsumenten

Offenbar verzichten die (weißen) Amerikaner zunehmend auf Produkte von Coca Cola – und wechseln zu den Konkurrenten.

Von Michael Steiner

Coca Cola hat sich mit seiner jüngsten Aktion (wir berichteten) ordentlich ins Knie geschossen. Den eigenen Mitarbeitern aufzutragen, “weniger weiß” zu sein und dann in rassistischer Manier mit der Hautfarbe nur negative Konnotationen zu verbreiten, war keine wirklich gute Idee.

Wie Tom Luongo in einem Artikel anmerkt, sorgt der Konzern nämlich dafür, dass die Marke quasi so gut wie gar nicht mehr verkauft wird (siehe auch das Artikelbild von ihm). So schrieb er:

Ende Februar tauchte ein Whistleblower mit Screenshots auf, die auf YouTube gepostet wurden und Folien von Cokes internem “Diversity-Training”-Kurs zeigen, in denen die Mitarbeiter aufgefordert werden – um es zu zitieren: “Sei weniger weiß”.

Und mit “weniger weiß” meinen sie “unterwürfig”. Sie meinen nicht, dass sie sensibler sein sollen.

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Als das passierte, sagte ich mir sofort: “Streiche es von meiner Liste, jemals wieder ein Cola-Produkt zu kaufen.” Ich habe mich nicht einen Moment geärgert oder Energie darauf verwendet.

“Weniger weiß sein?”

“Trinke keine Cola.”

Und warum? Weil die Entscheidung, bei der seltenen Gelegenheit, bei der ich eine Limonade kaufe, keine Cola mehr zu kaufen, eine einfache Entscheidung ist. Zucker (oder Aspartam) und Wasser an sich ist nichts, worüber man sich aufregen muss, es ist die Assoziation von Coca-Cola mit einer vergangenen positiven Erfahrung, die es ist.

Und sie haben mir gerade gesagt, dass ich ein schlechter Mensch bin, weil ich von Geburt an so bin.

Keine positive, beziehungsfördernde Erfahrung.

Offenbar ist er damit nicht alleine. Denn offensichtlich denken auch noch mehr (weiße) Amerikaner so. Dies zeigt eine persönliche Erfahrung, die sich wohl auch in anderen Gegenden ähnlich abspielt:

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Wie ich zu Beginn sagte, habe ich nicht viel darüber nachgedacht, als es vor mehr als einem Monat zum ersten Mal passierte. Aber neulich ist etwas passiert, das meine Aufmerksamkeit erregt hat.

Mein privater Boykott von Coke war nichts, worüber ich viel nachdachte, bis ich zu meinem örtlichen CVS ging, um eine Diet Pepsi zu kaufen…

… und feststellte, dass ich das nicht konnte, weil keine in der Kühlbox war.

Direkt daneben war die Cola-Kühlbox… vollgestopft bis zum Anschlag.

Und weiter:

Ich lebe in Nord-Florida, praktisch in Georgia, was buchstäblich Coke Country ist. Denken Sie daran, Atlanta ist der Hauptsitz von Coke. Und in meiner Kleinstadt gab es keine Pepsi zu kaufen?

Unnötig zu sagen, dass ich kicherte, weil ich wusste, dass Donald Trump – 2021 die Version von Lord Voldemort – vielleicht nicht in den öffentlichen Kommunikationsraum darf, aber seine Worte haben trotzdem eine enorme Macht.

Er sagte: “Boykottiert Coke”, und meine konservative Stadt im Norden Floridas sagte: “Ja, Sir.”

Firmen wie Coke kapieren es nicht. Ihr Management lebt, genau wie unsere Politiker, in Blasen, die zu weit von ihren Kunden entfernt sind, um ein Gefühl dafür zu haben, was diese fühlen. Und Trump-Wähler fühlen sich ausgegrenzt.

In Europa scheint die Aufforderung des Coke-Managements noch nicht so sehr zu tragen zu kommen, zumal die Mainstreammedien dies auch nicht thematisieren, doch was ist, wenn auch dort die Menschen beginnen nachzudenken – und weder die Limonaden noch Schweppes, Powerade, Minute Maid, Appolinaris, BonAqua, Cappy, Capri Sonne usw. trinken?

Europa ist immerhin (noch) voll von weißen Menschen die für das Coca Cola-Management offenbar nur Abschaum sind. Gut, die Grünen und Linken wird das weniger stören, doch was ist mit den Konservativen und Rechten? Das sind immerhin auch zig Millionen Menschen in Europa.

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Abgesehen davon, dass das aromatisierte Zuckerwasser ohnehin nicht gerade gut für die Gesundheit ist und die wirtschaftliche (und politische) Macht der Konzerne auch eingedämmt gehört, wäre es vielleicht ein Zeichen aus dem “alten Kontinent” in Richtung Atlanta, dass man auch ohne die Produkte des Konzerns ganz gut auskommt.

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2 Kommentare

  1. Der Unterschied der VSA zu uns ist, hier ist alles abseits der Massenmedien nur Spartenwissen, der Dummmichel weiß im Grunde gar nichts.

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