Amaterasu

Allein im alten Kloster-Dojo.
Im fahlen Licht glitt Sonnenstrahl über nacktes Holz
das nun die Farbe wechselte.
Das Leuchten ging von gold auf rot
und formte eine Frau.
„Ich glaub’ Du fürchtest wirklich nicht den Tod,“
kam deutlich Ihre Stimme.
Ich sah sie fragend an.
Raum und Licht und Frau zogen mich in ihren Bann.
„Sag Amaterasu worum Du kämpfst.“
Ich blickte auf ihr Schwert.
„Um mich.“
„So segnet Amatersu Dich –
lern wer ich bin.“
Hinter ihr ging rot eine andere Sonne auf.
„Wo wirklich Krieg zu führen ist
da geh jetzt hin.
Im Krieg sei nirgendwo mit Dir.
Komm mit und bleib jetzt mutig neben mir.“

Wie eine Blüte war ihr Gesicht.
„Ich zeige Dir wie Amaterasu Schicksal flicht.
Sieh hin – Kulturen geh ´n jetzt unter.
Amaterasu führt Krieg
denn sie bewacht die Ehrlichkeit.
Was da zugrunde geht
hat keinen Anspruch mehr auf Leben.
Sag Amaterasu wer mit Dir zieht.
Wenn er zur Wahrheit steht
so ist ihm Glück beschieden.
Die rote Sonne war jetzt
als Strahlenkranz um ihren Kopf.
Dann gab sie mir ihr Schwert.
„Der Himmel sei an Deiner Seite-
zieh jetzt los und streite.

Von Hans-Jürgen Klose

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