Teurer Lockdown: 50 Milliarden Euro Schaden im ersten Quartal 2021

Die deutsche Wirtschaft verliert im ersten Quartal dieses Jahres wegen des Lockdowns wohl rund 50 Milliarden Euro, so eine Schätzung.

Von Marco Maier

Die deutsche Politik setzt auf den wirtschaftlichen Lockdown, um die Verbreitung von Sars-CoV-2 einzudämmen. Eine höchst umstrittene Maßnahme, zumal sich trotz dieser Maßnahmen nicht viel an den vom Robert-Koch-Institut (RKI) gemeldeten Neuinfektionen ändert.

Nun gut, obwohl die WHO mittlerweile davon abrät, testpositiv mit infiziert gleichzusetzen und bei positiven RT-PCR-Testergebnissen bei Personen ohne Symptomen auch einen zusätzlichen klinischen Test einfordert, hängt man in der Bundesrepublik weiterhin an den fragwürdigen Testergebnissen – und verhindert so eine Rückkehr zur Normalität.

Für die deutsche Wirtschaft – insbesondere für die kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) – ist diese Politik jedoch desaströs und vernichtet Existenzen. Wie das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln berechnet hat, kostet der anhaltende Lockdown die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal dieses Jahres rund 50 Milliarden Euro. Insgesamt beläuft sich der Rückgang des Bruttoinlandsprodukts durch die Coronakrise damit auf bislang 250 Milliarden Euro.

„Die Coronakrise war und ist ein Schock für die deutsche Wirtschaft, der seinesgleichen sucht“, sagte IW-Direktor Michael Hüther gegenüber der „Bild am Sonntag“. Zwar hätten die Hilfspakete der Bundesregierung und das Kurzarbeitergeld schlimmere Folgen abwenden können. „Allerdings haben die Auszahlungen der Hilfen lange, teilweise zu lange, auf sich warten lassen.“

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Die Zahl der „Zombie“-Unternehmen, die nur noch existieren, weil die Insolvenzpflicht ausgesetzt ist, schätzt das IW auf 5.000. Werden diese in die Insolvenz gehen, könnte dies aufgrund der wachsenden finanziellen Verpflichtungen gegenüber den Gläubigern jedoch einen Rattenschwanz an zusätzlichen Insolvenzen nach sich ziehen.

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Angesichts dessen, dass das RKI weiterhin behauptet, die Inzidenzzahlen würden bis Ostern hin wegen der sogenannten britischen Mutante von Sars-CoV-2 explodieren, kann man davon ausgehen, dass die Politik den Lockdown ins zweite Quartal hinein verlängern wird. Aufgrund dessen könnte der gesamte Lockdown-Schaden für die deutsche Wirtschaft bis Mitte des Jahres auf weit über 300 Milliarden Euro anwachsen.

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Ein Kommentar

  1. Knapp zwei Wochen nach dem Moratorium steht die Bremer Greensill Bank vor dem Aus. Die „Einlagen privater Investoren sind gesichert“, doch „die zahlreichen Kommunen, die teilweise zweistellige Millionenbeträge angelegt haben, dürften leer ausgehen“. manager magazin

    So schaut es aus. Der Lockdownorgie wird eine Steuerorgie folgen. Wenn die nächste Kreditklemme da ist, und ich bin sicher, die hat schon an die Tür geklopft, dann heißt es: Kopf einziehen!

    Die meisten Unternehmer, Spekulanten, Manager, ob klein oder groß, warten zu lange. Erst, wenn sie die Aussenstände nicht mehr bedienen können, ziehen sie die Reißleine, und dann ist der Totalschaden da.

    Die Deflation wird auf ihrer Höhe in die Hyperinflation umschlagen. Dann sind auch die privaten Einleger pleite.
    Wer jetzt noch einen Kredit am Laufen hat, sollte denn schnellstmöglich ablösen.

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