Kreml: Putin wird nicht zulassen, dass die USA mit Russland aus der Position der Gewalt sprechen

Auf die Frage, ob es möglich sei, die diplomatischen Beziehungen zu den USA abzubrechen, merkte Kreml-Sprecher Peskow an, dass er nicht über „extreme Szenarien“ sprechen wolle.

Von Redaktion

Russland werde nicht zulassen, dass die USA oder ein anderes Land mit ihm „aus der Position der Gewalt“ sprechen, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow in einem am Dienstag veröffentlichten Interview mit der Zeitung „Argumenty i Fakty“.

„Die Amerikaner wiederholen immer wieder wie ein Mantra: Wir werden mit jedem aus der Position der Gewalt sprechen. Weder Wladimir Putin noch irgendjemand anderes in der russischen Führung wird zulassen, dass die Amerikaner oder jemand anderes so mit uns reden. Das ist ausgeschlossen“, sagte Peskow.

Auf die Frage, ob es möglich sei, die diplomatischen Beziehungen zu Washington abzubrechen, bemerkte Peskow, dass er nicht über „extreme Szenarien“ sprechen wolle.

Als er den Schritt kommentierte, den russischen Botschafter in Washington Anatoli Antonow zu Konsultationen nach Moskau einzuladen, merkte der Kreml-Sprecher an, dass es um die Überprüfung der russisch-amerikanischen Beziehungen unter der neuen US-Regierung gehe. Laut Peskow gibt es immer noch Themen, die Russland und die USA besprechen können, darunter „strategische Stabilität, Rüstungskontrolle und Bemühungen zur Lösung regionaler Konflikte.“ Insbesondere, in seinen Worten, gibt es eine Notwendigkeit, die Joint Comprehensive Plan of Action auf das iranische Atomprogramm „und andere globale Probleme zu diskutieren.“

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US-Präsident Joe Biden sagte zuvor in einem Interview mit ABC News, dass die russischen Behörden für ihre angebliche Einmischung in die US-Wahlen „einen Preis zahlen“ müssten. Auf die Frage, ob er Putin für einen „Mörder“ halte, antwortete Biden mit „Ja“. Das Weiße Haus und das US-Außenministerium erklärten später jedoch, dass Washington plane, die Zusammenarbeit mit Moskau in Bereichen von gemeinsamem Interesse aufrechtzuerhalten. Der russische Botschafter in den USA wurde nach diesen Äußerungen zu Konsultationen nach Moskau eingeladen.

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Ein Kommentar

  1. Das Problem könnte sein, daß die russische Führung es mit einem Phantom in den USA zu tun hat, denn während in Moskau die Politik von der Politik gestaltet wird, dürfte es mit hoher Wahrscheinlichkeit in den USA gegensätzlich sein, wo die Hintermänner regieren und die Regierung lediglich ihre Marijonetten sind.

    Dadurch wird die Gegenseite völlig undurchsichtig und zugleich unberechenbar und mit diesem Problem hat eigentlich die ganze Welt zu kämpfen, weil sie nicht mit offenen Karten spielen und die einzige Konstante das ewige Säbelrasseln darstellt, was aber schwer zu durchschauen ist und keine Garantie für Kontinuität abgibt.

    Wie oft hat man schon in der Geschichte Amerikas erleben dürfen, wie sie ihre Meinung geändert haben und selbst beste Freunde blieben davon nicht verschont, wenn sie nicht mehr ins Konzept paßten und danach bekämpft wurden. Mit dieser Art von Politik, die außer Lippenbekenntnissen keine weiteren Vorteile bringen, war auch Deutschland konfrontiert, aber nicht aus Nächstenliebe, sondern aus strategischen Gründen und wenn es sein muß lassen sie jeden wie eine heiße Kartoffel fallen, wenn er aus der Reihe tanzen will, weil eigene Überlegungen dahinter stecken.

    Diese Art von völlig unberechenbarer Politik, vergleichbar mit den vielen Tricks eines Taschenspielers macht es den Russen und auch den Chinesen äußerst schwer, sie richtig einzuschätzen und hat Trump noch Vorsicht walten lassen um jeden Schritt genau zu überlegen ist nun ein Mann von der alten Garde am Ruder, wo man ja schon weiß, was kommen kann, sicherlich vieles, aber bestimmt nicht das was sich die Welt wünscht, nämlich in Ruhe gelassen zu werden um die eigene Problem zu bewältigen, von denen sie ja genug haben und nicht unbedingt auf eine Auseinandersetzung erpicht sind, nur weil die anderen den Hals nicht voll kriegen können.

    Mit dieser Bemerkung soll niemand reingewaschen werden, denn jeder hat Flecken auf dem Hemd, aber das mindeste was man erwarten könnte, wäre der Versuch, mit anderen auf vernünftige Art klar zu kommen, denn gelingt das nicht, wäre es das Ende der Menschheit, wo sich die meisten nicht anähernd vorstellen können, wie schnell sie dann im Himmel sind.

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