„Kompletter Vertrauensverlust“: Französisches Pflegepersonal verweigert Covid-Impfung

Auch in Frankreich steht das Pflegepersonal den Covid-Impfungen sehr skeptisch gegenüber. Die Impfbereitschaft ist sehr gering.

Von Redaktion

Erstaunliche neue Zahlen aus Frankreich deuten darauf hin, was zweifellos ein breiterer globaler Trend des Zögerns und der Skepsis ist, wenn es um den aktuellen großen Vorstoß geht, „alle zu impfen“.

Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet über die Einführung des Impfstoffs in Frankreich und stellt fest, dass etwa die Hälfte des Gesundheitspersonals in französischen Pflegeheimen nicht geimpft werden will“ – und das, obwohl viele von ihnen routinemäßig die verheerenden Auswirkungen von Covid-19 auf ältere und gebrechliche Menschen erleben.

„Es gibt einen völligen Vertrauensverlust“, wurde ein Heimpfleger und Gewerkschaftsvertreter in dem Bericht zitiert, der den Widerstand gegen den wachsenden Druck auf das oft unterbezahlte Personal unter schwierigen Arbeitsbedingungen widerspiegelt, das geimpft werden soll, um die Sicherheit der älteren Patienten nicht zu gefährden. Und ein anderer spiegelte eine gängige Antwort wider: „Ich warte noch ein bisschen“.

Die große Skepsis und der Widerstand rührt daher, dass die Regierung sie angeblich unterbezahlt, aber gleichzeitig verlangt, dass sie die Impfung bekommen.

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Reuters präsentiert einen gemeinsamen Refrain unter den Pflegekräften an vorderster Front wie folgt:

Marie-France Boudret, die in einem französischen Altenheim arbeitet, musste mit ansehen, wie ein Patient vor ihren Augen erstickte, weil Covid-19 seine Lunge infiziert hatte. Doch als ihr Arbeitgeber ihr einen Impfstoff gegen das Virus anbot, zögerte die Krankenschwester.

„Ich habe Zweifel“, sagte Boudret, 48. „Ich ziehe es vor, zu warten.“

Dieser Trend ist auch in ganz Europa zu beobachten und gibt den Gesundheitsbehörden Anlass zu großer Sorge, dass die ältere Bevölkerung weiterhin so stark gefährdet ist, dass große Teile des Gesundheitspersonals die Impfung verweigern oder zumindest verzögern.

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Der Bericht nennt als naheliegende Beispiele Deutschland und die Schweiz, wo der Widerstand gegen den Impfstoff unter dem Pflegepersonal noch größer sein könnte als in Frankreich. „In Deutschland befragte der Pflegeheimbetreiber BeneVit Group im November das Personal und stellte fest, dass nur 30 Prozent geimpft werden wollten“, schreibt Reuters.

Im vergangenen Jahr hatte Frankreich damit zu kämpfen, eine Reihe tödlicher Coronavirus-Ausbrüche in Pflegeheimen und Altenpflegeeinrichtungen einzudämmen, ähnlich wie bei ähnlichen Tragödien in New York und anderen Orten in den USA:

Und aus der Schweiz zitiert der Bericht folgendes: „Peter Burri, Leiter von ProSenectute, der größten Schweizer Interessenvertretung für Senioren, sagte, dass höchstens die Hälfte des Pflegepersonals im medizinischen Bereich bereit wäre, sich impfen zu lassen.“

In Frankreich wird seit einiger Zeit darüber debattiert, ob ältere Menschen mit Vorerkrankungen den Impfstoff von AstraZeneca erhalten sollen oder nicht. Zuvor hatte Paris davor gewarnt, doch am Dienstag revidierten Gesundheitsbeamte der Regierung die Haltung, die aus Vorsicht wegen fehlender Daten aus klinischen Studien eingenommen worden war, und haben nun das Verbot für Menschen ab 65 Jahren aufgehoben.

Allerdings ist die Skepsis der Mitarbeiter im Gesundheitsbereich auch nachvollziehbar. Immerhin sind einerseits die Langzeitnebenwirkungen der Vakzine – insbesondere jene der mRNA-Impfstoffe – nicht hinreichend untersucht worden und aufgrund fehlender Daten heißt es seitens der Hersteller, dass man sich nicht sicher ist, ob diese eine Verbreitung von Sars-CoV-2 überhaupt verhindern können.

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Und nicht nur das: sollten diese Impfstoffe tatsächlich eine Infektion mit dem Virus bzw. eine Erkrankung verhindern, ändert dies nichts an der Tatsache, dass die RT-PCR-Tests weiterhin (falsch-) positive Ergebnisse ausspucken werden. Immerhin sind diese Tests nicht dafür geeignet, tatsächliche Infektionen nachzuweisen – vielmehr dienen sie lediglich einfach nur der Suche von spezifischen RNA-Fragmenten.

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