Kiews neue Donbass-Friedensinitiative stößt in Moskau auf Skepsis

Meint der ukrainische Präsident Zelenskij es mit einer neuen Friedensinitiative für den Donbass ernst? In Moskau ist man sich nicht sicher.

Von Redaktion

Der neue Plan Kiews zur Beilegung der Donbass-Krise ist in Moskau auf Skepsis gestoßen. Am Mittwoch signalisierten das russische Außenministerium und der Kreml, dass sie zum ersten Mal von dieser Initiative gehört haben. Zuvor hatte das Büro des ukrainischen Präsidenten Wladimir Zelenskij erklärt, ein von Paris und Berlin vorgeschlagener neuer Fahrplan für Kiew sei fertig.

Dies sei ein “sehr mächtiger Schritt”, der Ende März von den Beratern der “Normandie-Vier” (Ukraine, Russland, Frankreich und Deutschland) besprochen werden soll. Das ukrainische Staatsoberhaupt kündigte außerdem an, dass die Vorbereitungen für einen Normandie-Vier-Gipfel getroffen werden. Diese Nachricht kam für Moskau jedoch überraschend, schreibt der “Kommersant”.

Der Stabschef von Präsident Zelenskij, Andrej Jermak, sagte, es würden mehrere “Cluster” gebildet, die die Grundlage für einen Fahrplan zur Befriedung des Donbass, zur Rückgabe der “besetzten Gebiete” und zur Durchführung von Kommunalwahlen bilden könnten. Wladimir Fesenko, der Leiter des Penta-Zentrums für angewandte politische Studien, sagte der Zeitung, dass diese Cluster höchstwahrscheinlich “einige miteinander verbundene Themen, die die Grundlage für einen Kompromiss legen könnte.”

In Bezug auf den neuen ukrainischen Plan deutete der Experte an, dass es sich um eine neue Version eines Fahrplans zur Erfüllung der Minsker Vereinbarungen handeln könnte. Laut dem Gesandten der selbsternannten Lugansker Volksrepublik in der politischen Untergruppe der Kontaktgruppe, Rodion Miroshnik, ist dies nicht das erste derartige Dokument, das von Kiew vorgeschlagen wurde. “Es gibt ein Hauptproblem: Die Ukraine ist damit beschäftigt, eine enorme Aktivität zu entfalten und verschiedene Dokumente in unterschiedlichen Verhandlungsformaten vorzustellen”, sagte er.

Loading...
Lesen Sie auch:  Welchen Krieg wird Biden vom Zaun brechen?

In der Zwischenzeit hat sich die Situation im Donbass verschlechtert und weder Kiew noch die selbsternannten Donbass-Republiken verheimlichen dies. Laut Miroshnik hat sich der Beschuss dort seit dem 28. Februar erheblich verschärft.

Der stellvertretende russische Außenminister Andrej Rudenko merkte an, dass keine Vereinbarungen über den Gipfel getroffen worden seien, da nicht alle wichtigen Bedingungen für die Durchführung eines solchen Gipfels erfüllt worden seien. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow betonte, dass jedes Treffen, insbesondere auf höchster Ebene, gut vorbereitet sein sollte und in diesem Fall die beste Vorbereitung die Erfüllung der früher erreichten Vereinbarungen sein sollte.

Teilen Sie diesen Artikel:

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: redaktion@contra-magazin.com nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

2 Kommentare

  1. На Украину прибыли военные из Англии и США,так же литовские и польские снайперы.На 15 марта
    Украина получила приказ США о зачистке Донбаса.

    1. Es fehlen nur noch die estonischen Sniper.

      Die Artikel lassen sich auch auf die russische Sprache übersetzen aber die Kommentare bleiben in der Sprache auf der sie geschrieben wurden. Wenn man verstanden werden will, sollte man die deutsche Sprache benutzen.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.