Hund durchchecken, bevor es in den Urlaub geht!

Immer mehr Hundebesitzer nehmen ihren Hund mit in den Urlaub. Warum auch nicht, schließlich ist der Hund meist ein vollwertiges Familienmitglied und den Vierbeiner zu Hause lassen ist für viele Hundehalter keine Option. Doch bevor es losgehen kann gibt es sowohl aus gesundheitlicher Sicht als auch für die Reise generell einige Aspekte zu beachten.

Wohin geht die Reise?

Bevor es mit dem Urlaub losgehen kann, sollte man sich genau über das gewählte Urlaubsland informieren und auch darüber, worauf man als Hundehalter achten sollte. In vielen Ländern, vor allem im Mittelmeerraum und in besonders stark bewaldeten Gebieten, können Erreger und Parasiten lauern, die den Urlaub schneller beenden können als einem lieb ist.

Notwendige Impfungen und der richtige Schutz vor Parasiten sind daher unverzichtbar. Nicht nur können diese Präventionsmaßnahmen notwendig sein, um überhaupt in das gewünschte Land Einreise zu dürfen, vielmehr gilt es aber das Wohl des Tieres während des Urlaubs und darüber hinaus sicherzustellen.

Wenn Sie mit dem Hund in den Urlaub fahren möchten, dann sollten Sie vor Antritt der Reise mit einem Tierarzt über notwendige Impfungen und mögliche gesundheitliche Gefahren vor Ort sprechen.

Welche Gefahren können im Urlaub für das Wohl des Tieres lauern?

Hauptaugenmerk sollte man auf mögliche Parasiten und Krankheitserreger legen, die es ausschließlich im Ausland gibt.

So können verschiedene Zeckenarten oder Sandwürmer die Überträger gefährlicher Krankheiten, wie Babesiose, Leishmaniose oder Filariose sein.

Loading...

Vor allem in wärmeren Gebieten, wie eben beispielsweise im Mittelmeerraum, können vermehrt Krankheiten durch Zecken und anderen Schädlinge übertragen werden.

Sollte man vor dem Urlaub mit dem Hund zum Tierarzt?

Die Frage, ob man vor Urlaubsantritt seinen Hund beim Tierarzt durchchecken lassen sollte, lässt sich mit einem klaren „Ja“ beantworten. Abgesehen davon, dass beim Tierarztbesuch Krankheiten, Verletzungen oder allgemeine Probleme festgestellt werden können, die sich im Urlaub als schwerwiegender herausstellen könnten, geht es vor allem um die Prophylaxe. Muss der Hund entwurmt werden? Fehlen notwendige Impfungen? Hier sorgt ein Tierarztbesuch für Klarheit.

Lesen Sie auch:  Unwirksamer Impfstoff gegen das Coronavirus

Viele Länder haben strenge Einreisebestimmungen, wenn man mit dem Hund unterwegs ist. Der fehlende Impfschutz oder ein unvollständiger Impfpass können dann den Urlaub bereits an der Grenze beenden. Hier kann Ihr Tierarzt nicht nur beratend tätig sein und über relevante Vorgaben aufklären, gleichzeitig kann dem Vierbeiner der notwendige Schutz verabreicht werden und dem Urlaub steht somit nichts mehr im Weg.

Worauf sollte man vor Reiseantritt noch achten?

Neben dem Check beim Tierarzt und der passenden Prophylaxe gibt es noch weitere Punkte, die es beim Urlaub mit dem Hund zu beachten gilt.

Einreisebestimmungen (Impfungen)

Die Reise mit einem Tier ist immer an gewisse Einreisebestimmungen geknüpft. So muss bei Grenzübertritt innerhalb der EU in der Regel der Heimtierausweis mitgenommen und vorgezeigt werden, um nachzuweisen, dass notwendige Impfungen erfolgt und kein gesundheitliches Risiko oder das Risiko Krankheiten einzuschleppen besteht.

Möchte man mit dem Hund außerhalb der EU Urlaub machen, dann ist dieser Ausweis allein oftmals nicht ausreichend. Welche Dokumente benötigt werden kann Ihnen Ihr Tierarzt sagen oder Sie informieren sich auf der Seite des Auswärtigen Amts über geltende Bestimmungen.

Wer bei seinem Urlaub mit dem Hund die Europäische Union verlässt sollte sich darüber im Klaren sein, dass auch bei der Einreise zurück in die EU bestimmte Vorgaben gelten und diese Einzuhalten sind.

Lokale Regeln im Urlaubsland

Neben den Vorgaben für die Einreise an sich, gelten in manchen Ländern auch bestimmte Vorgaben, für das Halten und Mitführen von Hunden allgemein. Wie verhält es sich mit Leinenpflicht? Muss in der Öffentlichkeit ein Maulkorb getragen werden und wie sieht es mit der Mitnahme von Hunden in öffentlichen Verkehrsmitteln aus?

Lesen Sie auch:  Covid-19: Verbreiten Geimpfte höhere Viruslasten?

Auch hier empfiehlt sich all diese Punkte vorab zu klären, um erstens dementsprechend packen zu können und zweitens keine ungewollten Einschränkungen erfahren zu müssen.

Urlaubs-Checkliste für Hundebesitzer

Bereit für den Urlaub? Hier eine Checkliste für das Hundegepäck:

  • Heimtierausweis
  • Impfpass
  • Ggf. notwendige Medikamente
  • Hundeleine
  • Maulkorb
  • Adressanhänger
  • (Fressnapf)
  • (Wassernapf)
  • (Spielzeug)
  • (Hundebett)
  • (Hundedecke)

Sollte das Futter im Urlaubsland besonders teuer oder besonders schwer erhältlich sein, bietet es sich an, das Futter selbst mitzunehmen. Dasselbe gilt, wenn der Hund eine Allergie hat und hypoallergenes Futter benötigt.

Gesundheitscheck nach dem Urlaub?

Wenn der Urlaub vorbei und man wieder zu Hause ist, empfiehlt sich ebenfalls ein kurzer Besuch beim Tierarzt. Auch wenn durch die notwendigen Impfungen bestimmte Krankheiten und Parasiten kategorisch ausgeschlossen werden können, besteht immer die Gefahr, dass sich ein Hund mit einer Krankheit ansteckt oder sich Schädlinge einfängt. Wie beim Menschen helfen Impfungen auch nur gegen bestimmte Krankheiten und decken nicht alle möglichen Gefahren ab.

Vor allem nach dem Urlaub am Mittelmeer sollte ein Tierarzt den Hund gründlich durchchecken. In diesen Regionen gibt es nicht nur besonders viele Mücken und Zecken, die mögliche Krankheiten übertragen können, auch Schwere und Verlauf sind oftmals deutlich problematischer. Diese Krankheiten müssen nicht zwangsläufig sofort Ausbrechen, können aber trotzdem nach gegebener Zeit zu durchaus schwerwiegenden Folgen für das Wohl des Tieres führen.

Um deshalb auf Nummer sicher zu gehen, sollte nach dem Urlaub, wie vor dem Urlaub, der Hund von einem Tierarzt durchgecheckt werden. So stehts der nächsten Reise mit dem Hund nichts mehr im Weg.

 

Teilen Sie diesen Artikel:

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: redaktion@contra-magazin.com nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.