Für Iran und China steht mehr auf dem Spiel als nur ein Handelsabkommen

Nach mehrjährigen Verhandlungen ist das China-Iran-Abkommen endlich unterzeichnet worden. Es sieht eine Multi-Milliarden-Dollar-Investition Chinas im Iran über die nächsten 25 Jahre vor. Mit der Unterzeichnung des Abkommens hat China gegenüber der Welt im Allgemeinen und den Vereinigten Staaten im Besonderen unmissverständlich zum Ausdruck gebracht, dass es von der derzeitigen Haltung der Vereinigten Staaten gegenüber dem Iran völlig unbeeindruckt ist, insbesondere von der Missachtung der vor einigen Jahren von den ständigen Mitgliedern des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen plus Deutschland und der Europäischen Union getroffenen Vereinbarung über das “Atomprogramm” des Iran durch die Vereinigten Staaten.

Bei der Untersuchung dessen, was derzeit im Iran geschieht, ist es wichtig, sich die Geschichte in Erinnerung zu rufen, die uns hilft zu verstehen, warum die Vereinigten Staaten den Standpunkt vertreten, den sie vertreten, und warum die neue Biden-Administration keine große Eile hat, dem Abkommen wieder beizutreten, mit der Begründung, dass es ursprünglich unterzeichnet wurde.

Die Geschichte ist besonders relevant, um die gegenwärtige Situation zu verstehen. Sie reicht mindestens bis 1953 zurück, als die demokratisch gewählte Regierung von Mohamad Mossadegh durch einen Putsch der Vereinigten Staaten und Großbritanniens gestürzt wurde, die sich über Mossadeghs Politik der Verstaatlichung der iranischen Ölproduktion aufregten, so dass die Gewinne aus dieser Produktion dem iranischen Volk zufielen.

Durch den Putsch der Vereinigten Staaten und Großbritanniens wurde die demokratisch gewählte Regierung des Irans durch den Schah ersetzt, der den Iran für die nächsten 26 Jahre regierte, bis er durch die islamische Revolution von 1979 abgelöst wurde. Dieser autokratische Körper regiert das Land seither.

Der vollständige Premium-Artikel ist nur für Abonnenten sichtbar.

Bitte hier klicken und ein Abo (Werbefreiheit, Extras) 

Lesen Sie auch:  Die neue Mission der NATO: Globale Allianz gegen China und Russland aufbauen

bereits ab € 4,95/Monat abschließen!

Liebe Leser, wenn sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen sie per email: redaktion@contra-magazin.com nach den Bankdaten oder übersenden sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für ihre Hilfe!

Eine Analyse von James O’Neill

Teilen Sie diesen Artikel:

Ein Kommentar

  1. Das ist der Klassiker der Chinesen über Hilfe zur Selbsthilfe und so machen sie sich einen Staat nach dem anderen geneigt und schlagen damit einen Pflock nach dem anderen ein und bei den Gegnern des Westens scheinen sie dabei ein ganz besonders offenes Ohr vorzufinden und das wird bedeuten, daß sie bald der ganzen eurasischen Raum für sich in Anspruch nehmen können. bis hin in den Nahen Osten und Afrika.

    Die Seidenstraße ist in diesem Zusammenhang kein Zufallsprodukt, das ist eine rein strategische Angelegenheit und damit kann man im Ernstfall die Weltmeere umgehen, weil die eine offene Flanke darstellen, während man mit der Eisenbahn und Schnellstraßen über die Territorien befreundeter Länder alles transportieren kann und der Rest der Welt ist davon abgeschnitten, welch ein genialer Schachzug, während der Westen vor sich hinträumt.

    Die Chinesen waren schon immer ausgepufft und wenn es um Zielsetzungen geht, sind sie von nichts abzubringen und die Haudrauf-Methode der US-Amerikaner wird genau das Gegenteil erreichen, sie werden sich immer mehr isolieren und keine Rolle mehr spielen und das alte Europa wird den Preis dafür zahlen, daß sie sich nicht freigeschwommen haben, denn die könnten an der ganzen Sache mit dem Osten am meisten partizipieren, lassen sich aber am Gängelband der Amis führen und das ist doch der helle Wahnsinn, wenn man an die eigene Zukunft denkt.

    Schon die alten Lehren der Religionen sagen seit tausenden von Jahren, im Osten geht die Sonne auf, im Westen geht sie unter und da befinden wir uns, dank der unsäglichen alten Politik des Hegemons, der bis heute noch nicht verstanden hat, das sich die Welt verändert hat und dem müßte man auch anders begegnen, will man nicht selbst zwischen den Stühlen sitzen.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.