FDP: “Deutschland braucht mindestens 500.000 Einwanderer pro Jahr”

Ungeachtet der sich abzeichnenden ökonomischen Realitäten fordert die FDP eine umfangreiche jährliche Zuwanderung nach Deutschland.

Von Marco Maier

Auch in der FDP ist man offenbar nicht in der Lage, die ökonomischen und wissenschaftlichen Entwicklungen zu analysieren und die logischen Schlussfolgerungen daraus zu ziehen. Dies zeigt sich in der Forderung des Vize-Vorsitzenden der FDP-Bundestagsfraktion Christian Dürr. Dieser sagte den Funke-Zeitungen, dass Deutschland “mindestens 500.000 Einwanderer pro Jahr” brauche.

Dabei behauptet er, dass die Einwanderung ein “wichtiger Schlüssel” für stabile Finanzen sei, zumal immer weniger Menschen in die Sozialsysteme einzahlen würden und der staatliche Zuschuss zu den Renten jährlich wachse. Doch ist dem wirklich so?

Fakt ist, dass sich seit Jahrzehnten die Verteilung des Volkseinkommens in Deutschland weg von der Arbeit hin zum arbeitslosen (aus Vermögen und Unternehmertum) Einkommen hin verschiebt. Hinzu kommt die zunehmende Automatisierung und der wachsende Einsatz von “Künstlicher Intelligenz” (KI). Alleine dies zeigt schon, dass man in der FDP offensichtlich keine brauchbaren Zukunftskonzepte hat, sondern völlig altbacken denkt.

Um die Sozialsysteme zu sichern, braucht es nicht mehr Zuwanderung in einen Arbeitsmarkt, der sich in den kommenden Jahren fundamental ändern wird, sondern ein Konzept, welches den Wandel auch entsprechend annimmt. Das heißt beispielsweise auch, dass Sozialabgaben über Finanztransaktionssteuern mitfinanziert werden oder auch andere Wertschöpfungsabgaben.

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Forderungen nach mehr Zuwanderung zur Finanzierung der Sozialsysteme sind dementsprechend völlig abwegig. Vielmehr wäre es wichtig, sich auf die zu erwartenden Veränderungen vorzubereiten und die Kinder in den Schulen entsprechend zu bilden. Denn die aktuellen (veralteten) Bildungspläne sind nicht gerade das, was man für die Zukunft brauchen wird.

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