Die Partnerschaft zwischen Russland und China ist wichtig für die multipolare Weltordnung

Es ist üblich, dass westliche Beobachter die sich abzeichnende strategische Partnerschaft zwischen Russland und China als bloße “Vernunftehe” abtun und als eine Vereinigung, die sich zu sehr auf die gemeinsame Opposition gegen die außenpolitischen Ambitionen der USA verlässt.

Russland und China: Strategische Partnerschaft oder eine Vernunftehe?

So ist zu erwarten, dass unter der Oberfläche ein jahrhundertelanges Misstrauen fortbesteht und mit dem weiteren Wachstum Chinas schließlich eine Machtrivalität und eine “Scheidung” folgen würde.

Ihre gemeinsame Gegnerschaft zu den USA hat die Partnerschaft in der Tat intensiviert, und das historische Misstrauen und die Machtasymmetrien zwischen Russland und China müssen verwaltet werden.

Allerdings wird Peking Washington nicht als Nemesis Moskaus ersetzen – stattdessen wird Greater Eurasia als multipolare Region organisiert, die Russland aufnehmen kann.

Russlands Vision einer multipolaren Ordnung ist ohne ein starkes China nicht möglich.

Nach der westlichen Unterstützung für den Maidan-Putsch in der Ukraine 2014 beendete Russland seine drei Jahrhunderte währende westlich-zentrierte Außenpolitik und die Ambition nach dem Kalten Krieg, sich in den Westen zu integrieren.

Russland ersetzte seine Ambitionen für Groß-Europa durch die Greater Eurasia Initiative, die die wirtschaftliche Integration auf dem Superkontinent vorantreibt.

Im Zentrum der Greater Eurasia Initiative steht eine strategische Partnerschaft mit China.

Das unipolare Moment und die fortgesetzte Eindämmung von Russland

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Eine Analyse von Glenn Diesen

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Ein Kommentar

  1. Rußland bleibt doch aus strategischen Gründen heutzutage nur die Option sich mit China gut nachbarschaftlich zu stellen.

    Das hat wirtschaftliche, aber auch sicherheitspolitische Gründe und die sind doch offenbar, wenn man die Weite dieses Landes betrachtet und die Einflußsphären nach Ost, West und Süd mit einbezieht.

    Aufgrund seiner Bewaffnung ist dieses Land sicherlich abwehrfähig, könnte aber trotzdem in Schwierigkeiten geraten, sollte sich gleichzeitig an zwei Fronten Ereignisse abspielen, die so nicht geplant wären und trotzdem auf Zeit nicht auszuschließen sind und sie kämen dann sicherlich auch in logistische Schwierigkeiten, denn hatten schon die Erobererer mit der Größe ihre Probleme, so wäre das auch im Verteidigungsfall intern nur schwer zu händeln und deshalb kann man nur auf eine sorgsame Politik in Richtung Osten bedacht sein, der Westen scheint unberechenbarer zu sein und könnte sich zuerst als Problem erweisen.

    Die Gefährlichkeit, sich unsachgemäß mit Rußland zu befassen liegt in der Tatsache, daß im Falle eines Angriffs, diese aus der Not heraus gezwungen wären, dem Gegner zuvor zu kommen und das sollte bei allen Überlegungen berücksichtigt werden, will man nicht selbst Gefahr laufen in einen Zerstörungsakt hinein gezwungen zu werden, der in der Ursache bei einem selbst liegt.

    Die Russen selbst haben gerade in Europa nur das genommen, was über fremde Agressionen zum Opfer wurde und in vielen Fällen ging diese eben nicht von Rußland aus und dennoch versucht man sie ständig als Teufel an die Wand zu malen, was sie in dieser Form nicht sind und in der Kuba-Krise hat man doch gesehen, daß sie durchaus realistisch denken können und ihren Versuch gegen die USA wieder korrigiert haben, während die anderen immer noch vor ihrer Haustür herum trommeln um gehört zu werden.

    Diese Einseitigkeit der Betrachtung ist so nicht richtig, bei allen Fehlern, die auch bei den Russen gemacht wurden, aber dennoch sind sie ein Teil Europas und es ist schon anmaßend, ihnen das Recht der Teilnahme zu verweigern, das müßte man dann auch bei anderen machen und deshalb ist es so nicht richtig und könnte sich als fataler Fehler für die Zukunft erweisen.

    Die historischen Verbindungen zwischen Europa und Rußland seit Jahrhunderten haben doch die Beziehungen geprägt und wenn nun andere der Ansicht sind, daß man hier einen Riegel vorschieben sollte, dann mag es zwar in ihrer Auffassung liegen, aber das dürfte die Europäer nicht daran hindern, gute Beziehungen zu diesem Land zu pflegen, wobei auch Kritik erlaubt sein muß, aber diese grundlegende Opposition, bis hin zur Kontaktsperre und Blockade ist kontroproduktiv und nützt garnichts und ist nur schädlich für das eigene Wohlbefinden, weil Geld und Gier nicht alles ist, da gehört noch mehr dazu.

    Jahrzehntelang sind doch gerade die Deutschen der üblen Mär aufgesessen, was den bösen Iwan anbelangt, der aber nichts anderes gemacht hat als sein erobertes Territorium zu verteidigen, genauso wie die westlichen Alliierten und den Vorwurf der Unfähigkeit in der Entwicklung eines Landes ist ausschließlich der damaligen Führung zu machen, denn diese Betonköpfe haben versagt bis dann die Perestroika kam und bei uns sind sie gerade dabei, dieses vorsintflutliche System wieder zu installieren, was für eine verkehrte Welt in der wir uns bewegen.

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